Pallade Veneta - Bundeskanzler Merz will nach Streit um Richterwahl in Koalition "nachjustieren"

Bundeskanzler Merz will nach Streit um Richterwahl in Koalition "nachjustieren"


Bundeskanzler Merz will nach Streit um Richterwahl in Koalition "nachjustieren"
Bundeskanzler Merz will nach Streit um Richterwahl in Koalition "nachjustieren" / Foto: Michaela STACHE - AFP

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hält seine Koalition nach dem Streit um die gescheiterte Neuwahl von Verfassungsrichtern nicht für beschädigt. Bei einem Besuch des bayerischen Kabinetts auf der Zugspitze sagte Merz am Dienstag, in den mittlerweile zehn Wochen seiner Bundesregierung habe es zwei Themen gegeben, bei denen seine Regierung nachjustieren müsse. Kommunikativ sei die Debatte um die Stromsteuer nicht gut gelaufen, handwerklich das Thema Richterwahl.

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"Das beschädigt nach meiner Auffassung die Bilanz nicht", sagte Merz. Er werde jetzt bei der Kommunikation und der handwerklichen Vorbereitung nachjustieren. Neue Bundesregierungen hätten solche Themen immer zu Beginn erlebt, das sei nicht ungewöhnlich. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte gesagt, er halte die Regierungskoalition durch den Streit um die Richterwahl für beschädigt.

Merz sagte zur Neuwahl der Verfassungsrichter, er wolle "in Ruhe" in der Koalition besprechen, wie das gelöst werden könne. "Mein Wunsch wäre, dass wir im Deutschen Bundestag zu Lösungen kommen und dass wir nicht den Ersatzwahlmechanismus auslösen müssen, dass der Bundesrat die Wahl vornimmt, die eigentlich der Bundestag vornehmen müsste." Dies sei "der wichtigste Wunsch", den er habe.

Die Unionsfraktion hatte am Freitagmorgen kurzfristig die Absetzung der Wahl der SPD-Kandidatin Brosius-Gersdorf gefordert und dabei dabei auf Plagiatsvorwürfe verwiesen. Gegen die Juristin hatte es schon zuvor massive Vorbehalte bei CDU und CSU wegen ihrer liberalen Haltung beim Thema Abtreibung gegeben. Brosius-Gersdorf wies die Vorwürfe mittlerweile in einer Erklärung zurück. Merz wollte nicht näher auf deren Inhalt eingehen.

Der Besuch des bayerischen Kabinetts war der erste des Bundeskanzlers in einem Bundesland. Merz sagte, er werde Einladungen aus allen Bundesländern annehmen. Am Dienstag kommender Woche steht ein Besuch in niedersachsen an.

C.Grillo--PV

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