Pallade Veneta - Pistorius: Bundeswehr bereitet mit optimierter Ausbildung neuen Wehrdienst vor

Pistorius: Bundeswehr bereitet mit optimierter Ausbildung neuen Wehrdienst vor


Pistorius: Bundeswehr bereitet mit optimierter Ausbildung neuen Wehrdienst vor
Pistorius: Bundeswehr bereitet mit optimierter Ausbildung neuen Wehrdienst vor / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Die Bundeswehr hat mit einem aktualisierten Ausbildungskonzept mit der Vorbereitung auf den geplanten neuen Wehrdienst begonnen. Das machte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Donnerstag beim Besuch eines Ausbildungsbataillons im rheinland-pfälzischen Germersheim deutlich. Die Ressortabstimmung der Regierung für das neue Wehrdienstgesetz soll demnach noch in dieser Woche beginnen, der Kabinettsbeschluss ist für Ende August geplant.

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"Die jungen Männer und Frauen sollen bestmöglich ausgebildet werden", sagte Pistorius. Dabei solle "das Sinnstiftende im Vordergrund stehen". Es müsse klar sein, "dass der Einsatz für das eigene Land etwas Besonderes ist". Zugleich solle die Ausbildung "so attraktiv wie möglich sein", betonte der Minister. Die Bundeswehr solle in der neuen, mindestens sechsmonatigen Wehrdienstzeit "die Chance haben, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren".

Neu in das Ausbildungsprogramm aufgenommen wurde demnach ein Modul zu Drohnen. "Die Rekrutinnen und Rekruten werden sowohl die Gefahren als auch den Nutzen von Drohnen kennenlernen", sagte Pistorius: "Wie sie sich vor Kampfdrohnen schützen können und wie man sie einsetzt." Anbieten wolle die Bundeswehr zudem für Soldatinnen und Soldaten auch Zusatzqualifikationen wie Sprachkurse oder den Führerschein. Vorangetrieben würden bereits jetzt auch Investitionen in die erforderliche Infrastruktur.

"Der neue Wehrdienst hat begonnen", sagte Bundeswehr-Generalinspekteur Carsten Breuer bei dem gemeinsamen Auftritt mit Pistorius. Die Ausbildungsinhalte seien zum 1. Juli entsprechend umgestellt worden. Ziel sei, die Einsatzbereitschaft zu erhöhen und die Soldaten so auszustatten, "dass sie im Kampf bestehen können". Breuer bekräftigte, dass die Bundeswehr künftig einschließlich Reserve eine Stärke von 460.000 Soldaten erreichen solle.

Das neue Wehrdienstgesetz soll nach dem Willen der Regierung möglichst bis Januar in Kraft treten. Die Rekrutierung soll auf freiwilliger Basis erfolgen. Allerdings wird ein Wechsel zu einer Dienstpflicht nicht ausgeschlossen, sollte der Personalbedarf der Bundeswehr nicht mit Freiwilligen gedeckt werden können oder sich die sicherheitspolitische Lage verschärfen.

Pistorius' Pläne für den neuen Wehrdienst sehen vor, dass zunächst an alle jungen Männer und Frauen ein Fragebogen versandt wird. Männer müssen ihn ausfüllen, für Frauen ist das freiwillig. Geeignete Kandidatinnen und Kandidaten werden dann zur Musterung eingeladen.

L.Barone--PV

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