Pallade Veneta - El Salvadors Präsident verteidigt Reform für unbegrenzte Zahl von Amtszeiten

El Salvadors Präsident verteidigt Reform für unbegrenzte Zahl von Amtszeiten


El Salvadors Präsident verteidigt Reform für unbegrenzte Zahl von Amtszeiten
El Salvadors Präsident verteidigt Reform für unbegrenzte Zahl von Amtszeiten / Foto: Marvin RECINOS - AFP/Archiv

El Salvadors Präsident Nayib Bukele hat die Verfassungsreform in seinem Land verteidigt, die ihm den Weg zu einer unbegrenzten Zahl von Amtszeiten ebnet. "90 Prozent der entwickelten Länder erlauben eine unbegrenzte Wiederwahl ihres Regierungschefs, und niemand zuckt mit der Wimper", schrieb der Rechtspopulist am Sonntag im Kurzbotschaftendienst X. "Aber wenn ein kleines, armes Land wie El Salvador das Gleiche versucht, ist es plötzlich das Ende der Demokratie."

Textgröße ändern:

Das Parlament in dem zentralamerikanischen Land hatte am Donnerstag mit deutlicher Mehrheit eine Verfassungsreform verabschiedet, mit der die Begrenzung der Zahl der Amtszeiten des Präsidenten abgeschafft wird. Zugleich wird die Amtszeit des Präsidenten von derzeit fünf auf sechs Jahre verlängert.

Der seit 2019 regierende und 2024 mit großer Mehrheit wiedergewählte Bukele hat seine Macht in El Salvador in den vergangenen Jahren stark ausgebaut, das Parlament wird von seiner Partei kontrolliert. Kritiker werfen dem 44-Jährigen vor, das Land in eine Diktatur zu führen. Die Oppositionspolitikerin Marcela Villatoro verurteilte die Verfassungsreform mit den Worten: "Heute ist die Demokratie in El Salvador gestorben."

Bukele - ein Verbündeter von US-Präsident Donald Trump - ist in El Salvador aufgrund seines harten Vorgehens gegen kriminelle Banden beliebt. Internationale und örtliche Menschenrechtsorganisationen kritisieren sein Vorgehen dagegen scharf. Zuletzt wurden in El Salvador zahlreiche Menschenrechtsaktivisten und Regierungskritiker inhaftiert.

C.Grillo--PV

Empfohlen

Stichwahlen um kommunale Spitzenposten in Niedersachsen

Zwei Wochen nach der Kommunalwahl in Niedersachsen finden am Sonntag (08.00 Uhr) Stichwahlen um Oberbürgermeisterposten und andere Spitzenämter statt. In der Landeshauptstadt Hannover tritt Grünen-Amtsinhaber Belit Onay gegen SPD-Kandidat Axel von der Ohe an. In der Stichwahl zum Präsidenten der Region Hannover treffen SPD-Bewerberin Eva Bender und CDU-Kandidat Oliver Junk aufeinander. Onay und Bender siegten in der ersten Runde jeweils klar, verpassten aber absolute Mehrheiten.

Papst Leo XIV. besucht Pilgerort Lourdes - Treffen mit Missbrauchsopfern

Am dritten Tag seiner Frankreich-Reise besucht Papst Leo XIV. am Sonntag den Pilgerort Lourdes. Dort wird er auch mit sieben Menschen zusammentreffen, die in ihrer Kindheit Opfer sexuellen Missbrauchs durch Priester oder Lehrer an katholischen Schulen wurden (18.00 Uhr). Die katholische Kirche in Frankreich bemüht sich seit Jahren um die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle, deren Zahl eine unabhängige Kommission seit 1950 auf 330.000 geschätzt hat.

Schweizer stimmen über Stärkung der Neutralität ab

Die Wähler in der Schweiz stimmen am Sonntag in einem Volksentscheid über den Vorschlag einer Initiative ab, die eine strengere Definition des Schweizer Neutralitätsgrundsatzes durchsetzen will. Zwar ist die Neutralität bereits in der Schweizer Verfassung verankert, die Initiative "Wahrung der Schweizer Neutralität" beklagt aber, dass Bern seinen Nichteinmischungsgrundsatz durch die Übernahme der EU-Sanktionen gegen Russland aufgeweicht habe.

Hessischer Ministerpräsident Rhein fordert Fortsetzung der "Stadtbild"-Debatte

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat nach den jüngsten Wahlerfolgen der AfD eine Fortsetzung der von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angestoßenen "Stadtbild"-Debatte gefordert. "Da sind wir wieder bei einem Thema - und das ist das Stadtbild", sagte Rhein der "Bild am Sonntag". Die von Merz angestoßene Debatte sei "richtig" gewesen. "Doch, wir müssen es diskutieren und wir müssen dann am Ende auch Lehren daraus ziehen."

Textgröße ändern: