Pallade Veneta - Nagasaki gedenkt der Opfer des Atombomben-Abwurfs durch die USA vor 80 Jahren

Nagasaki gedenkt der Opfer des Atombomben-Abwurfs durch die USA vor 80 Jahren


Nagasaki gedenkt der Opfer des Atombomben-Abwurfs durch die USA vor 80 Jahren
Nagasaki gedenkt der Opfer des Atombomben-Abwurfs durch die USA vor 80 Jahren / Foto: Philip FONG - AFP

In Nagasaki haben die Menschen des Atombomben-Abwurfs auf die japanische Stadt durch die USA vor 80 Jahren gedacht. Um 11.02 Uhr (Ortszeit), dem Zeitpunkt des Atombomben-Abwurfs am 9. August 1945, läuteten erstmals seit 1945 zwei Glocken der dortigen Kathedrale gemeinsam. Nach einer Schweigeminute rief Nagasakis Bürgermeister Shiro Suzuki die Weltgemeinschaft bei einer anschließenden Gedenkzeremonie für die Opfer auf, "bewaffnete Konflikte sofort zu beenden".

Textgröße ändern:

"Eine Krise, die das Überleben der Menschheit bedrohen könnte, wie beispielsweise ein Atomkrieg, hängt über jedem einzelnen von uns, der auf diesem Planeten lebt", sagte er. An der Gedenkzeremonie nahmen nach Angaben der Stadtverwaltung in diesem Jahr Vertreter von 100 Ländern und Regionen teil, darunter auch Russland.

Am Morgen des 6. August 1945 um 8.15 Uhr hatte ein Bomber der US-Armee eine Uran-Bombe über der japanischen Stadt Hiroshima abgeworfen. Unmittelbar danach und in den ersten Monaten nach dem Angriff starben etwa 140.000 Menschen. Drei Tage später tötete eine weitere US-Atombombe auf die Stadt Nagasaki etwa 74.000 Menschen.

Die Kathedrale aus rotem Backstein mit ihren beiden Glockentürmen wurde damals durch die gewaltige Explosion fast vollständig zerstört. 1959 wurde sie wieder aufgebaut. Allerdings konnte nur eine der beiden Glocken aus den Trümmern geborgen werden, der nördliche Glockenturm blieb seitdem leer. Der Bau einer zweiten Glocke schließlich durch Spendengelder von US-Katholiken finanziert.

Die Initiative dazu ging auf den US-Professor James Nolan zurück, dessen Großvater am "Manhattan-Projekt" zum Bau von Atomwaffen beteiligt war. Während seiner Forschungen in Nagasaki habe ihm ein japanischer Christ gesagt, dass er gerne einmal in seinem Leben die beiden Glocken der Kathedrale gemeinsam läuten hören würde.

Es gehe nicht darum, "die Wunden der Vergangenheit zu vergessen, sondern sie anzuerkennen und Maßnahmen zu ergreifen, um sie zu heilen und wiederaufzubauen, und dabei gemeinsam für den Frieden zu arbeiten", sagte der Priester der Kathedrale, Kenichi Yamamura, der Nachrichtenagentur AFP. Die Glockenspiele seien daher auch als Botschaft an die Welt zu verstehen.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Tote in Zentralrussland bei großem ukrainischen Angriff - elf Tote in der Ukraine

Bei massiven ukrainischen Drohnenangriffen in Russland sind laut Behörden im Zentrum des Landes mindestens sechs Menschen getötet worden. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden in der Nacht zum Freitag 571 Drohnen in mehreren Regionen abgefangen. Erneut attackierte die ukrainische Armee auch Lager des Onlinehändlers Wildberries. Bei russischen Angriffen in der Ukraine wurden Behördenangaben zufolge mindestens elf Menschen getötet.

Landeswahlausschuss: 15 Parteien mit Landeswahllisten in Sachsen-Anhalt zugelassen

Zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt Anfang September sind 15 Parteien mit ihren Landeswahllisten zugelassen worden. In drei Fällen wies der Landeswahlausschuss am Freitag hingegen die Wahlvorschläge ab - das betraf die KPD, Die Libertären und die Partei der Vernunft, wie Landeswahlleiterin Christa Dieckmann nach einer Sitzung des Gremiums in Magdeburg mitteilte.

Rumänien schießt erstmals Drohne in seinem Luftraum ab

Erstmals seit Beginn des Ukraine-Kriegs hat Rumänien eine Drohne in seinem Luftraum abgeschossen. Das Fluggerät sei am Freitag nahe des Dorfes Padina von einem rumänischen Piloten eines F-16-Kampfjets abgeschossen worden, sagte der Präsident des Nato-Mitgliedstaats, Nicusor Dan, bei einer Pressekonferenz. Untersuchungsteams "verschiedener Behörden" seien unterwegs, um Details zu dem Vorfall zu liefern.

Zahlreiche Angriffe im Iran-Krieg - Trump will eingefrorene iranische Vermögen einsetzen

US-Präsident Donald Trump will eingefrorene iranische Vermögenswerte nun dafür nutzen, durch Angriffe des Iran angerichtete Schäden an Schiffen zu begleichen. Mit den Vermögen sollten "Schäden an Schiffen und deren Ladung" kompensiert werden, schrieb Trump am Donnerstag (Ortszeit) auf seiner Onlineplattform Truth Social. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi bezeichnete dies als "Beschlagnahmung" und "brandgefährlichen Präzedenzfall". Die US-Armee setzte unterdessen die 13. Nacht in Folge ihre Luftangriffe auf den Iran fort.

Textgröße ändern: