Pallade Veneta - 100 Tage Schwarz-Rot: Großteil sieht Zusammenarbeit von Union und SPD eher negativ

100 Tage Schwarz-Rot: Großteil sieht Zusammenarbeit von Union und SPD eher negativ


100 Tage Schwarz-Rot: Großteil sieht Zusammenarbeit von Union und SPD eher negativ
100 Tage Schwarz-Rot: Großteil sieht Zusammenarbeit von Union und SPD eher negativ / Foto: Odd ANDERSEN - AFP

100 Tage ist die schwarz-rote Bundesregierung im Amt: Der Großteil der Deutschen sieht die bisherige Zusammenarbeit zwischen CDU/CSU und SPD eher negativ. Im am Donnerstag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" gaben 61 Prozent der Befragten an, sie bewerteten die Kooperation der beiden Regierungsfraktionen eher schlecht. 32 Prozent bezeichneten sie mit eher gut.

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Die Streitigkeiten der vergangenen Monate in der schwarz-roten Koalition hinterließen damit sichtliche Spuren: Zum Amtsantritt der neuen Regierung Anfang Mai ging noch gut die Hälfte der Befragten von einer eher guten Zusammenarbeit aus (51 Prozent).

Die Arbeit der Bundesregierung bewerteten nun 44 Prozent noch eher gut, 46 Prozent eher schlecht. Etwas besser kam noch Kanzler Friedrich Merz (CDU) weg: Sein Wirken sahen 49 Prozent eher gut, 45 Prozent eher schlecht.

Bei großen Herausforderungen wie der Reform des Rentensystems sind die Bundesbürger aber eher skeptisch: Nur 24 Prozent gaben an, dass die Regierung hier einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Probleme leisten könne. 72 Prozent glaubten das nicht.

Trotz der eher negativen Bewertung der Regierungsarbeit hat sich bei den Wahlabsichten laut "Politbarometer" wenig getan. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen CDU/CSU unverändert auf 27 Prozent. Die AfD würde mit 23 Prozent einen Punkt verliereren, bliebe aber unangefochten auf Platz zwei. Die SPD würde weiter 15 Prozent verzeichnen, die Grünen könnten sich um einen Punkt auf zwölf Prozent verbessern. Die Linke stünde erneut bei elf Prozent.

Das BSW und die FDP könnten der Umfrage zufolge nach wie vor mit jeweils drei Prozent rechnen und wären damit weiter nicht im Parlament vertreten.

Für das repräsentative "Politbarometer" befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen zwischen dem 11. und 13. August 1370 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch und online erhoben. Die mögliche Fehlerquote liegt zwischen zwei und drei Prozentpunkten.

J.Lubrano--PV

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