Pallade Veneta - USA verhängen Sanktionen gegen weitere Richter und und Ankläger des IStGH

USA verhängen Sanktionen gegen weitere Richter und und Ankläger des IStGH


USA verhängen Sanktionen gegen weitere Richter und und Ankläger des IStGH
USA verhängen Sanktionen gegen weitere Richter und und Ankläger des IStGH / Foto: Nicolas TUCAT - AFP/Archiv

Die US-Regierung von Donald Trump hat Sanktionen gegen weitere Richter und Ankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) verhängt. Ein Richter aus Frankreich, eine kanadische Richterin sowie zwei Ankläger aus dem Senegal und Fidschi seien direkt an "Verstößen des IStGH gegen die Vereinigten Staaten und Israel beteiligt", erklärte das US-Außenministerium am Mittwoch in Washington. Damit sind insgesamt acht Richter des Gerichtshofs in Den Haag mit US-Strafmaßnahmen belegt.

Textgröße ändern:

Von den neuen Sanktionen betroffen sind der Richter Nicolas Guillou aus Frankreich und die Vize-Anklägerin Nazhat Shameem Khan aus Fidschi. Gegen beide gehen die USA im Zusammenhang mit einem Haftbefehl gegen den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu vor. Die kanadische Richterin Kimberly Prost verfolgt zudem mutmaßliche Verbrechen während des Afghanistan-Krieges, unter anderem durch US-Soldaten.

Netanjahu begrüßte die US-Sanktionen. Sie seien ein "wichtiger Schritt gegen die Verleumdungskampagne" gegen Israel im Gazakrieg, erklärte er.

Durch die Sanktionen werden mögliche Vermögenswerte der Betroffenen in den USA eingefroren, wie das Außenministerium mitteilte. Anfang Juni hatte die Trump-Regierung ähnliche Sanktionen gegen vier Richterinnen am IStGH verhängt. Der Strafgerichtshof sprach danach von einem "klaren Versuch", die Unabhängigkeit des Haager Gerichts zu untergraben.

Der IStGH hatte im November einen Haftbefehl gegen Netanjahu wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen im Gazastreifen erlassen. Bei den USA als Israel-Verbündeten stieß dies auf scharfe Kritik. Der Gerichtshof verfolgt seit 2002 besonders schwerwiegende Vergehen wie Kriegsverbrechen.

Er kann Haftbefehle erlassen, die in allen mehr als 120 Unterzeichnerstaaten des Römischen Statuts gültig sind. Die Mitgliedstaaten müssten also etwa Netanjahu festnehmen, sobald er ihr Territorium betritt. Anders als Deutschland sind weder die USA noch Israel dem Römischen Statut beigetreten.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Berlin: SPD-Landesvorstand stimmt für Sondierungsgespräche mit der Linken

Knapp eine Woche nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat der SPD-Landesvorstand für Sondierungsgespräche mit der Linken gestimmt. Der Vorstand beschloss am Samstag einstimmig, die Einladung der Linkspartei zu Sondierungen anzunehmen, wie ein Sprecher mitteilte. Die Linke hatte die Wahl am vergangenen Sonntag deutlich vor der bislang gemeinsam mit der SPD regierenden CDU gewonnen.

Lawrow: Russland wird Ziele in der Ukraine "egal wie" erreichen

Russland ist nach den Worten des russischen Außenministers Sergej Lawrow entschlossen, seine militärischen Ziele in der Ukraine "egal wie" zu erreichen. "Die Ziele der speziellen Militäroperation werden erreicht, die Bedrohung der russischen Sicherheit wird beseitigt und das friedliche Leben wird zurückkehren", sagte Lawrow am Samstag vor der UN-Vollversammlung in New York. Dies werde "egal unter welchen Umständen passieren".

Trump lehnt iranischen Plan für Hormus-Wiedereröffnung ab

US-Präsident Donald Trump hat einen iranischen Vorschlag zur Wiederöffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen abgelehnt. "Ich weise ihren Vorschlag zurück", sagte er am Samstag vor Journalisten mit Blick auf die iranische Führung. Diese wolle ein Abkommen schließen, "weil sie so schlecht dasteht", fügte der US-Präsident hinzu. Der iranische Präsident Massud Peseschkian erklärte derweil, auch der Oberste Führer Modschtaba Chamenei unterstütze den jüngsten Vorschlag.

Bundesaußenminister Wadephul trifft russischen Kollegen Lawrow bei der UNO

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat am Samstag seinen russischen Kollegen Sergej Lawrow bei der UNO in New York getroffen. Es war das erste Treffen zwischen Chefdiplomaten aus Deutschland und Russland seit Beginn des russischen Krieges in der Ukraine im Jahr 2022. Wadephul und Lawrow halten später beide Reden vor der UN-Vollversammlung.

Textgröße ändern: