Pallade Veneta - Nachfrage nach Kindertagesbetreuung bleibt hoch - Prien will Angebot ausbauen

Nachfrage nach Kindertagesbetreuung bleibt hoch - Prien will Angebot ausbauen


Nachfrage nach Kindertagesbetreuung bleibt hoch - Prien will Angebot ausbauen
Nachfrage nach Kindertagesbetreuung bleibt hoch - Prien will Angebot ausbauen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Die Nachfrage nach Kindertagesbetreuung bleibt trotz rückläufiger Geburtenzahlen hoch. Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse des Bundesfamilienministeriums hervor. Besuchten 2023 noch 36,4 Prozent aller unter dreijährigen Kinder eine Tagesbetreuung, waren es 2024 schon 37,4 Prozent. Im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt stieg die Betreuungsquote von 91,3 Prozent auf 91,6 Prozent im vergangenen Jahr. Gleichzeitig nahm die Anzahl der Geburten ab.

Textgröße ändern:

Der Analyse zufolge bestehen aber weiterhin deutliche Lücken zwischen dem Betreuungsangebot und dem tatsächlichen Bedarf von Eltern. Beinahe alle Eltern - fast 98 Prozent - wünschen sich für ihre Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt eine Tagesbetreuung. Tatsächlich einen Platz in einer Kita oder Kindertagespflege haben aber 91,6 Prozent.

Bei Kindern unter drei Jahren ist die Lücke demnach noch deutlich größer: 37,4 Prozent der Eltern wünschen sich eine Tagesbetreuung - nur 14,6 haben jedoch einen Platz dafür.

Für Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) verdeutlichen die Zahlen den Handlungsbedarf. "Eltern brauchen Kitas als verlässliche Partner", erklärte Prien. Deshalb setze sie sich dafür ein, "dass wir die Kindertagesbetreuung weiter ausbauen, modernisieren und erhalten".

Aus dem vom Kabinett beschlossenen Sondervermögen für Infrastruktur stellt allein der Bund demnach 6,5 Milliarden für Bildung und Betreuung bereit. Davon sollen laut Prien rund 3,8 Milliarden Euro in ein Investitionsprogramm Kindertagesbetreuung fließen. "Denn jedes Kind verdient gute Startchancen – Investitionen in frühe Bildung sind Investitionen in unsere gemeinsame Zukunft", betonte die Ministerin.

R.Zaccone--PV

Empfohlen

Lawrow: Russland wird Ziele in der Ukraine "egal wie" erreichen

Russland ist nach den Worten des russischen Außenministers Sergej Lawrow entschlossen, seine militärischen Ziele in der Ukraine "egal wie" zu erreichen. "Die Ziele der speziellen Militäroperation werden erreicht, die Bedrohung der russischen Sicherheit wird beseitigt und das friedliche Leben wird zurückkehren", sagte Lawrow am Samstag vor der UN-Vollversammlung in New York. Dies werde "egal unter welchen Umständen passieren".

Trump lehnt iranischen Plan für Hormus-Wiedereröffnung ab

US-Präsident Donald Trump hat einen iranischen Vorschlag zur Wiederöffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen abgelehnt. "Ich weise ihren Vorschlag zurück", sagte er am Samstag vor Journalisten mit Blick auf die iranische Führung. Diese wolle ein Abkommen schließen, "weil sie so schlecht dasteht", fügte der US-Präsident hinzu. Der iranische Präsident Massud Peseschkian erklärte derweil, auch der Oberste Führer Modschtaba Chamenei unterstütze den jüngsten Vorschlag.

Bundesaußenminister Wadephul trifft russischen Kollegen Lawrow bei der UNO

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat am Samstag seinen russischen Kollegen Sergej Lawrow bei der UNO in New York getroffen. Es war das erste Treffen zwischen Chefdiplomaten aus Deutschland und Russland seit Beginn des russischen Krieges in der Ukraine im Jahr 2022. Wadephul und Lawrow halten später beide Reden vor der UN-Vollversammlung.

Mindestens 16 Tote in Russland und der Ukraine bei gegenseitigen Angriffen

Bei gegenseitigen Angriffen in Russland und der Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens 16 Menschen getötet worden. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vom Samstag wurden zwei Menschen in Saporischschja im Süden des Landes getötet, vier weitere Todesopfer meldeten die Behörden in Sumy und in Dnipropetrowsk. Die russischen Behörden meldeten zehn Todesopfer bei ukrainischen Angriffen.

Textgröße ändern: