Pallade Veneta - Deutsche Welle protestiert gegen Sperrung ihrer Internetseiten in der Türkei

Deutsche Welle protestiert gegen Sperrung ihrer Internetseiten in der Türkei


Deutsche Welle protestiert gegen Sperrung ihrer Internetseiten in der Türkei
Deutsche Welle protestiert gegen Sperrung ihrer Internetseiten in der Türkei / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Die Deutsche Welle hat sich über die Sperrung ihrer gesamten Internetangebote in der Türkei beschwert. "Gegen die nun erfolgte Sperrung wird die DW den Rechtsweg nutzen", erklärte der Intendant des deutschen Auslandssenders, Peter Limbourg, am Freitag auf der DW-Website. Demnach waren die Internetangebote der Deutschen Welle in allen 32 Sendesprachen am Donnerstagabend gesperrt worden. Zeitgleich sei das Angebot des US-Auslandssenders Voice of America blockiert worden.

Textgröße ändern:

Die Bundesregierung äußerte "Bedauern" über den Schritt, wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit sagte. Er verwies auf die von der Deutschen Welle angekündigten rechtlichen Schritte. Darüber hinaus bestehe "unsere Sorge um die Lage der Meinungs- und Pressefreiheit in der Türkei" fort. Die Bundesregierung stehe dazu "regelmäßig im kritischen Austausch mit unseren türkischen Gesprächspartnern". Sie werde sich "auch weiterhin für einen unabhängigen faktenbasierten Journalismus in der Türkei einsetzen".

Hintergrund der Sperrung ist laut Deutscher Welle eine Aufforderung der für die Medienkontrolle zuständigen türkischen Behörde RTÜK vom Februar. Die Deutsche Welle und andere internationale Programmanbieter sollten sich demnach in der Türkei lizenzieren lassen. Dem war die DW nicht nachgekommen, weil nach ihrer Auffassung "eine Lizenzierung die Zensur von redaktionellen Inhalten durch die türkische Regierung ermöglicht hätte".

"Wir hatten mit einem ausführlichen Briefverkehr und auch im persönlichen Gespräch mit dem Vorsitzenden der Medienkontrollbehörde dargelegt, warum die DW eine solche Lizenz nicht beantragen kann", erläuterte Intendant Limbourg. So seien in der Türkei lizenzierte Medien beispielsweise zur Löschung von Online-Inhalten verpflichtet, die nach Auslegung von RTÜK als unangemessen angesehen werden. "Das ist für einen unabhängigen Medienanbieter schlicht inakzeptabel", betonte Limbourg.

In der Mitteilung hieß es weiter, die Nachricht von der Sperrung der DW-Seiten habe sich schnell in Online-Netzwerken verbreitet. Dort fänden Nutzer der DW-Angebote auch Tipps, wie sie die Zensur der Internetseiten umgehen könnten.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Bericht: US-Sondergesandter Witkoff will in Oslo Selenskyj treffen und anschließend Putin

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff will laut einem Medienbericht am Dienstag in Norwegen den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen. Bei den Gesprächen in der Hauptstadt Oslo gehe es darum, Vertreter der Ukraine, der europäischen Verbündeten und der USA zusammenbringen, "während sie versuchen, einen Friedensvorschlag zu erarbeiten, der Russland vorgelegt werden soll", berichtete das Nachrichtenportal Axios am Montag unter Berufung auf einen US-Beamten.

Medienberichte: Australische Abgeordnete hat nach mutmaßlichem Angriff nur noch ein Bein

Die bei einem mutmaßlichen Angriff lebensgefährlich verletzte australische Abgeordnete Helen Haines hat Medienberichten zufolge nur noch ein Bein. Das berichteten der Sender ABC und die Zeitung "Sydney Morning Herald" am Dienstag.

Vor US-Kongresswahlen: Wahllokale in Texas für vorzeitige Stimmabgabe geöffnet

Gut zwei Wochen vor den US-Kongresswahlen haben im vielbeachteten Bundesstaat Texas die Wahllokale für die vorzeitige Stimmabgabe geöffnet. Vor einem Wahllokal in Houston standen die Menschen am Montag in einer Schlange an. Texas ist traditionell eine Hochburg der Republikaner von US-Präsident Donald Trump, allerdings hoffen die Demokraten bei der Stimmabgabe diesmal auf deutliche Erfolge.

Konstituierende Sitzung von neuem Landtag in Mecklenburg-Vorpommern

Einen Monat nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern kommt der neue Landtag am Dienstag in Schwerin (14.00 Uhr) zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Bei der Wahl der Landtagspräsidentin beziehungsweise des Landtagspräsidenten kommt es dabei zur Kampfabstimmung zwischen dem Parlamentsneuling Carlos Dias Rodrigues (AfD) und der langjährigen Amtsinhaberin Birgit Hesse (SPD).

Textgröße ändern: