Pallade Veneta - Versorgung mit Rohstoffen: Deutschland und Kanada wollen Zusammenarbeit vertiefen

Versorgung mit Rohstoffen: Deutschland und Kanada wollen Zusammenarbeit vertiefen


Versorgung mit Rohstoffen: Deutschland und Kanada wollen Zusammenarbeit vertiefen
Versorgung mit Rohstoffen: Deutschland und Kanada wollen Zusammenarbeit vertiefen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Deutschland will mithilfe von Kanada seine Abhängigkeit von Importen wichtiger Rohstoffe aus China verringern. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) unterzeichnete am Dienstag eine entsprechende gemeinsame Erklärung mit ihrem kanadischen Amtskollegen Tim Hodgson. "Wir vertiefen unsere wirtschaftliche Zusammenarbeit und stärken durch eine enge Partnerschaft bei kritischen Rohstoffen die Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie", erklärte die Ministerin.

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"Deutschland gehört zu den Vorreitern, die mit der Diversifizierung weg von China begonnen haben", sagte Kanadas Premierminister Mark Carney bei einem Pressetermin gemeinsam mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). "Kanada kann eine Rolle bei der Beschleunigung dieser Diversifizierung für Deutschland und für Europa spielen."

In Kanada werden zahlreiche Rohstoffe wie Kobalt, Graphit, Lithium, Nickel und Kupfer abgebaut, die für Technologien wie Batterien, Elektromotoren und Windkraftanlagen benötigt werden. Viele dieser Materialien bezieht Deutschland in roher oder verarbeiteter Form aus China. Künftig sollen "wettbewerbsfähige Wertschöpfungsketten auch außerhalb Chinas" entstehen, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium.

Demnach wollen Kanada und Deutschland die Zusammenarbeit und den Handel fördern und stärken. Der Schwerpunkt soll dabei auf Technologien im Bereich Rohstoffverarbeitung, Veredelung und Recycling liegen. "Das ist eine Zusammenarbeit die ich sehr begrüße und die wir unterstützen", sagte Merz. "Das ist ein guter Schritt um unsere Volkswirtschaften zu stärken und auch sicher zu machen."

Vor drei Jahren waren Merz' und Reiches Amtsvorgänger, Olaf Scholz (SPD) und Robert Habeck (Grüne), nach Kanada gereist und hatten ebenfalls ein Abkommen zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit unterzeichnet. Neben Rohstoffen aus dem Bergbau ging es damals allerdings vorwiegend um Wasserstoff. Davon ist nun keine Rede mehr.

N.Tartaglione--PV

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