Pallade Veneta - Klüssendorf und Linnemann bekräftigen Dissens beim Thema Steuererhöhung

Klüssendorf und Linnemann bekräftigen Dissens beim Thema Steuererhöhung


Klüssendorf und Linnemann bekräftigen Dissens beim Thema Steuererhöhung
Klüssendorf und Linnemann bekräftigen Dissens beim Thema Steuererhöhung / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Union und SPD diskutieren weiterhin über Steuererhöhungen. Die Generalsekretäre Tim Klüssendorf (SPD) und Carsten Linnemann (CDU) bekräftigten am Montag ihre unterschiedlichen Auffassungen. Das Thema Steuererhöhung "ist weiterhin für uns auf dem Tisch", sagte Klüssendorf im ZDF-"Morgenmagazin". Es gehöre "zur Gesamtsituation dazu", fügte er an. Es stehe nicht im Koalitionsertrag mit der Union, keine Steuererhöhungen zu machen.

Textgröße ändern:

Klüssendorfs CDU-Kollege Linnemann wandte sich - wie zuvor Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder - klar gegen eine Steuererhöhung. Trotz des milliardenschweren Finanzpakets für Verteidigung und Infrastruktur werde den Menschen gesagt, dass nicht genug Geld da sei, beklagte Linnemann ebenfalls im ZDF-"Morgenmagazin". "Und deswegen, finde ich, ist das nicht der richtige Weg", sagte Linnemann.

"Wir müssen in Deutschland den Mittelstand, die Wirtschaft, die Arbeitnehmer unterstützen, dass es vorangeht", sagte Linnemann weiter. "Und wir reden hier jeden Tag, soll ich einen Prozentpunkt mehr Steuern erhöhen oder nicht." Der CDU-Generalsekretär mahnte zur Finanzierung des Sozialstaats unter anderem Reformen beim Bürgergeld an. "Das ist doch das Thema, was diese Gesellschaft spaltet", sagte Linnemann.

Alle seien sich einig, "dass wir für Menschen was machen müssen, die auf der Schattenseite des Lebens leben, weil sie Pech hatten, weil sie krank sind, weil sie körperlich nicht mehr können", sagte Linnemann. "Vielleicht müssen wir sogar an der einen oder anderen Stelle noch mehr machen. Aber es ist doch offenkundig, dass es auch Menschen gibt, die das Sozialsystem ausnutzen. Und damit muss Schluss sein." Deswegen müsse die Reform jetzt kommen.

SPD-Generalsekretär Klüssendorf brachte - wie zuletzt auch SPD-Chefin und Arbeitsministerin Bärbel Bas - eine Ausweitung des Einzahlerkreises bei der Rentenversicherung ins Spiel. "Warum haben wir eigentlich so wenig Menschen, die einzahlen, zum Beispiel bei der Rente?", fragte Klüssendorf. Bas hatte angeregt, auch Selbstständige und Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzubinden. Die Union ist dagegen.

Im Herbst will die Koalition die Weichen für Reformen des Sozialstaats stellen. Kanzler Merz hatte am Wochenende seine Forderung nach tiefgreifenden Reformen und auch Einschnitten bekräftigt. "Wir können uns dieses System, das wir heute so haben, einfach nicht mehr leisten", sagte Merz auf dem Landesparteitag der NRW-CDU in Bonn. "Das wird schmerzhafte Entscheidungen bedeuten, das wird Einschnitte bedeuten", stellte er klar. "Wir leben seit Jahren über unsere Verhältnisse."

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Iran bekräftigt Plan für Hormus-Wiedereröffnung - Trump lehnt Berichten zufolge ab

Eine öffentliche Reaktion der US-Regierung auf einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen steht noch aus - einem Medienbericht zufolge hat US-Präsident Donald Trump ihn jedoch abgelehnt. Wie das "Wall Street Journal" am Freitag (Ortszeit) berichtete, bezweifelt Trump, dass Teheran die von Washington gestellten Bedingungen erfüllen wird. Irans Präsident Massud Peseschkian erklärte derweil, auch der Oberste Führer Modschtaba Chamenei unterstütze den neuen Plan. Saudi-Arabien meldete am Samstag neue Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz.

SPD droht mit Blockade der Pflegereform im Kabinett

Die SPD droht damit, den für Mittwoch geplanten Kabinettsbeschluss zur Pflegereform zu blockieren. "Wir akzeptieren keine Leistungskürzung in der Pflege", erklärte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf am Freitagabend. Die Partei wolle vor einer Zustimmung weiterverhandeln, berichtete zudem das ARD-Hauptstadtstudio. Während Patientenschützer dies begrüßten, warnten Pflegeunternehmen vor einer "Hängepartie".

Bürgerschaftswahl in Bremen: Linke geht mit Fraktionschefin Leonidakis ins Rennen

Die Bremer Linke geht mit ihrer Fraktionschefin Sofia Leonidakis als Spitzenkandidatin in die Bürgerschaftswahl im Mai kommenden Jahres. Ein Landesparteitag wählte die 42-Jährige am Samstag mit 91 Prozent auf Platz eins der Landesliste, wie die Partei mitteilte. Die Linke regiert in Bremen in einer Dreierkoalition mit SPD und Grünen unter Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). In der Hansestadt wird am 30. Mai 2027 ein neues Landesparlament gewählt.

Rotes Telefon für KI: USA und China richten Hotline für Zwischenfälle ein

Eine Art Rotes Telefon für KI: Die USA und China wollen einen direkten Kommunikationskanal für Zwischenfälle mit Künstlicher Intelligenz einrichten. Darüber hinaus vereinbarten beide Länder beim Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Washington einen "US-chinesischen Dialog über Superintelligenz". In ihm wollten sich beide Seiten über Chancen und Risiken der Technologie austauschen, erklärte das Weiße Haus am Freitag (Ortszeit).

Textgröße ändern: