Pallade Veneta - Linnemann fordert Überprüfung von Fördermitteln für Nichtregierungsorganisationen

Linnemann fordert Überprüfung von Fördermitteln für Nichtregierungsorganisationen


Linnemann fordert Überprüfung von Fördermitteln für Nichtregierungsorganisationen
Linnemann fordert Überprüfung von Fördermitteln für Nichtregierungsorganisationen / Foto: Tobias Schwarz - AFP/Archiv

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat gefordert, die staatliche Förderung von Nichtregierungsorganisationen in bestimmten Bereichen zu überprüfen. Er verwies dabei auf Ankündigungen auch von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU). Die Überprüfung bezieht sich demnach unter anderem auf Mittel für die Demokratieförderung im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!"

Textgröße ändern:

Laut einem Brief von Prien an die Abgeordneten der Unionsfraktion, der Ende der Woche von dem Portal netzpolitik.org veröffentlicht wurde, will die Ministerin in dem Programm "Strukturen und Ziele überprüfen". Sie verwies dabei auf die im Koalitionsvertrag vorgesehene Evaluierung. "Fest steht: Bei 'Demokratie leben!' wird sich Grundlegendes ändern", heißt es weiter in dem Schreiben der CDU-Politikerin.

"Geld an Institutionen, Organisationen oder was auch immer zu geben, die nur einen Hauch davon entfernt sind, antisemitisch, islamistisch, rechtsradikal, linksradikal zu sein – das geht gar nicht. Es muss gestoppt werden", sagte Linnemann dazu der "Bild am Sonntag". "Klar gehen wir da ran, auch in den Haushaltsberatungen für 2026", kündigte er an.

Aus den Reihen von Union und AfD gibt es immer wieder Vorwürfe, dass im Rahmen von "Demokratie leben!" Organisationen gefördert würden, die sie als eher linksgerichtet betrachten. Aus der Unionsfraktion war Anfang des Jahres ein umfassender Fragenkatalog an die damalige rot-grüne Bundesregierung eingereicht worden, in dem sich CDU und CSU nach der Vergabe von Fördergeldern erkundigten. Gefragt wurde damals unter anderem nach Organisationen wie Greenpeace, Omas gegen Rechts, Deutsche Umwelthilfe, Campact, Amadeu Antonio Stiftung und BUND.

Prien wies in ihrem Brief allerdings auch darauf hin, "Demokratie leben!" sei "fester Bestandteil der Extremismusprävention und Jugendarbeit in Ländern, Kreisen und Kommunen". Daher gelte für sie: "Was gut läuft, bleibt und wird gefördert. Was nicht gut läuft, wird gestrichen und nicht mehr gefördert."

G.Riotto--PV

Empfohlen

Trump will noch in dieser Woche eine der wichtigsten Klimaschutz-Grundlagen kippen

US-Präsident Donald Trump will noch in dieser Woche eine der wichtigsten Grundlagen für den Klimaschutz in seinem Land kippen. Das Weiße Haus kündigte am Dienstag an, dass Trump am Donnerstag die zu Zeiten des demokratischen Präsidenten Barack Obama festgeschriebene Feststellung zurücknehmen werde, dass Treibhausgasemissionen gesundheitsschädlich seien. "Dies wird die größte Deregulierungsmaßnahme in der amerikanischen Geschichte sein", erklärte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt.

Kolumbiens Präsident Petro nach eigenen Angaben knapp einem Attentat entgangen

Kolumbiens Präsident Gustavo Petro ist nach eigenen Angaben knapp einem Attentat entgangen. Bei einer live übertragenen Kabinettssitzung sagte Petro am Dienstag, dass sein Hubschrauber wegen Sicherheitsbedenken nicht wie geplant in der Region Córdoba an der kolumbianischen Karibikküste landen konnte. Sein Sicherheitsteam "befürchtete" demnach, dass auf den Hubschrauber "geschossen" werden könnte. "Wir flogen vier Stunden lang umher, und ich landete an einem ungeplanten Ort, aber ich entkam so dem Tod."

"Friedensbemühungen": Vance besucht nach Armenien auch Aserbaidschan

Nach seinem Besuch in Armenien ist US-Vizepräsident JD Vance als Teil einer regionalen Friedensmission ins benachbarte Aserbaidschan weitergereist. In der Hauptstadt Baku traf Vance am Dienstag den Präsidenten des ölreichen Landes, Ilham Alijew. Anschließend unterzeichneten beide ein bilaterales Abkommen über eine strategischen Partnerschaft. US-Präsident Donald Trump zufolge soll der Besuch von Vance in den beiden Kaukasusstaaten die "Friedensbemühungen" der USA fortsetzen.

Olympia: Ukrainischer Sportler will Gedenkhelm trotz IOC-Verbots tragen

Der Helm eines ukrainischen Athleten mit den Porträts von im russischen Angriffskrieg getöteten Sportlern seines Landes sorgt für heftigen Streit bei Olympia: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verbot Wladislaw Heraskewytsch am Dienstag das Tragen des Helmes und begründete dies mit den Richtlinien zu "politischen Symbolen". Der Skeleton-Fahrer kündigte dessen ungeachtet am Abend an, den Helm im Wettkampf tragen zu wollen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verteidigte den Athleten.

Textgröße ändern: