Pallade Veneta - De Wever: Belgien braucht die USA im Krieg gegen Drogenhandel

De Wever: Belgien braucht die USA im Krieg gegen Drogenhandel


De Wever: Belgien braucht die USA im Krieg gegen Drogenhandel
De Wever: Belgien braucht die USA im Krieg gegen Drogenhandel / Foto: DIRK WAEM - BELGA/AFP

Belgien, dessen Hafen in Antwerpen ein wichtiges Einfallstor für den Kokainschmuggel nach Europa ist, ist nach Angaben seiner Regierung im Kampf gegen den Drogenhandel auf die USA angewiesen. "Das organisierte Verbrechen ist ein weltweites Problem, Drogenhändler kümmern sich nicht um Grenzen", sagte der belgische Regierungschef Bart De Wever am Mittwoch bei einem Besuch von US-Heimatschutzministerin Kristi Noem in Antwerpen. Belgien wolle daher den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit mit den US-Behörden ausweiten.

Textgröße ändern:

"Wir brauchen die Amerikaner", sagte De Wever. Im Kampf gegen das organisierte Verbrechen gebe es eine Menge Arbeit, "und wir können sie nur zusammen machen". Der belgische Premier verwies in diesem Zusammenhang auf US-Präsident Donald Trump, der die Bekämpfung des Drogenhandels in der Karibik und an der Pazifikküste zu einer Priorität seiner Regierung gemacht hat.

In Bezug auf die Sicherheit in europäischen Häfen nannte Bart De Wever die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Rotterdam, Antwerpen und Hamburg im Rahmen einer 2024 unter Schirmherrschaft der EU ins Leben gerufenen "Hafenallianz". Ihm zufolge könnten europäische Sicherheitsstandards langfristig auch den südamerikanischen Häfen "mit Unterstützung der Amerikaner" auferlegt werden: "Das könnte enorm helfen."

Im Laufe der Jahre ist Antwerpen zum wichtigsten Einfallstor für Kokain in Europa geworden. 2023 beschlagnahmte der belgische Zoll die Rekordmenge von 116 Tonnen der Droge. Mit der Aufnahme verstärkter Kontrollen änderte sich dieser Trend allerdings, 2024 sanken die Beschlagnahmen von Kokain aus Lateinamerika auf 44 Tonnen.

Die Trump-Vertraute und US-Heimatschutzministerin Noem forderte bei ihrem Besuch in Antwerpen Reedereien auf, im Kampf gegen den Drogenhandel zu helfen. "Wir müssen sicherstellen, dass die Schifffahrtsunternehmen die Anforderungen erfüllen, um uns die benötigten Informationen bereitzustellen", sagte sie.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

Bericht: Trump lehnt Irans Hormus-Vorschlag ab - erneute Huthi-Angriffe

Der Iran hat seinen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen bekräftigt - US-Präsident Donald Trump hat ihn einem Bericht zufolge jedoch abgelehnt. Wie das "Wall Street Journal" am Freitag (Ortszeit) berichtete, bezweifelt Trump, dass Teheran die von Washington gestellten Bedingungen erfüllen wird. Zugleich meldete Saudi-Arabien neue Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz: Zwei auf die Hauptstadtregion Riad zufliegende Drohnen und eine ballistische Rakete seien abgefangen worden.

Lula verbietet Online-Wettplattformen neun Tage vor Präsidentenwahl

Neun Tage vor der Präsidentenwahl in Brasilien hat Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva Online-Wettplattformen verboten. Der linksgerichtete Lula erließ am Freitag eine entsprechende vorläufige Maßnahme, die sofort in Kraft trat, aber noch vom Parlament gebilligt werden muss. Ab dem 6. Oktober soll es nach Regierungsangaben in Brasilien weder legale Wett-Websites oder -Apps noch Sponsoring durch Sportwettenanbieter geben.

Papst Leo XIV. feiert am Samstag riesige Messe in Paris

Am zweiten Tag seines Frankreich-Besuchs will Papst Leo XIV. am Samstag eine riesige Messe auf der Place de la Concorde in Paris feiern (15.00 Uhr). Die erwarteten 600.000 Teilnehmer werden sich von dem Platz über die gesamte Länge des Prachtboulevards Champs-Elysées und über den Triumphbogen hinaus verteilen. Dort wo der Altar unter einem Zelt aufgebaut ist, nimmt üblicherweise der französische Präsident die Militärparade am Nationalfeiertag ab.

Wadephul hält Rede bei UN-Generaldebatte in New York

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hält am Samstag eine Rede bei der UN-Generaldebatte in New York. Wadephul tritt nach Angaben des Auswärtigen Amts in der ersten Tageshälfte vor die Delegierten in New York. Der Außenminister vertritt wie schon im Vorjahr Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Merz steht wegen des schlechten Abschneidens seiner Partei bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin innenpolitisch unter großem Druck und war deshalb nicht nach New York gereist.

Textgröße ändern: