Pallade Veneta - Miersch: SPD ist bereit für Sozialreformen mit "Einschnitten"

Miersch: SPD ist bereit für Sozialreformen mit "Einschnitten"


Miersch: SPD ist bereit für Sozialreformen mit "Einschnitten"
Miersch: SPD ist bereit für Sozialreformen mit "Einschnitten" / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP/Archiv

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hat sich zu den von der Koalition anvisierten Sozialreformen bekannt - trotz Bedenken in seiner eigenen Partei. Die Regierung werde "umfangreiche Sozialreformen auf den Weg bringen, die auch Einschnitte bedeuten", sagt Miersch der "Zeit" laut Vorabmeldung vom Donnerstag. Miersch räumte ein, dass die Notwendigkeit von Reformen SPD-intern umstritten sei. "Das wird für meine Partei kein leichter Weg", sagte er. "Aber er ist eben nötig, wenn wir unseren Sozialstaat zukunftsfest machen wollen."

Textgröße ändern:

In der schwarz-roten Regierung hatte es zuletzt Streit über den Kurs in der Reformfrage gegeben. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte ein höheres Tempo angemahnt, Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hingegen vor einem Sozialabbau gewarnt.

Der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Hoffmann, zeigte sich am Donnerstag zuversichtlich, dass es in der Reformfrage eine Einigung mit der SPD geben werde. Zunächst gehe es in der Koalition darum, "dass unterschiedliche Positionen zusammengebracht werden" müssten, sagte er den Sendern RTL und ntv. "Ich bin recht zuversichtlich, dass wir mit der SPD zu einem gemeinsamen Ergebnis kommen."

Das Ziel sei nicht ein Kahlschlag im Sozialsystem, fügte Hoffmann hinzu. Ihm sei vielmehr wichtig, "dass nicht als allererstes die Frage im Raum steht, wie viel Geld kann man da einsparen", sagte der CSU-Politiker. Die Koalition sei "angetreten, um diesen Sozialstaat schlanker zu machen, um ihn effizienter zu machen, wirksamer zu machen", sagte er. Da sei sich die Union mit der SPD einig. Im Kern gehe es um die Frage: "Wie gelingt es uns, dass wir mit dem einzelnen Euro maximale Wirksamkeit erzielen?"

A.Saggese--PV

Empfohlen

Trotz Todesschüssen: Trump beharrt auf ICE-Fahrzeugkontrollen

US-Präsident Donald Trump hat die Einwanderungsbehörde ICE angewiesen, an den umstrittenen Fahrzeugkontrollen von Migranten festzuhalten - ungeachtet zweier neuer Todesfälle bei solchen Einsätzen. Trump schrieb am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social, die Praxis dürfe nicht aufgegeben werden, denn sie sei "eines der wichtigsten und effektivsten Instrumente von ICE im Kampf gegen die Kriminalität".

Koalition "im Rhythmus": Merz sieht Regierung bei Reformen auf Kurs

Wichtige Reformen angestoßen, die Koalition "im Rhythmus" - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht seine Regierung auf Kurs. Er schließe das erste Halbjahr 2026 "mit der Zuversicht, dass wir auch im zweiten Halbjahr gute Politik für Deutschland machen", sagte Merz vor Journalisten in Berlin. Als die beiden wichtigsten Themenbereiche für die zweite Jahreshälfte nannte der Kanzler die Reform der Alterssicherung und den weiteren Abbau von Bürokratie. Die aktuell schlechten Umfragewerte sieht Merz als "Ansporn".

Israelische NGO kritisiert Regierungsplan zum Ausbau von Siedlungen scharf

Israelische Menschenrechtler haben den Regierungsplan zum Ausbau mehrerer Siedlungen im besetzten Westjordanland verurteilt. Die Nichtregierungsorganisation Peace Now (Frieden jetzt) warf der Regierung am Mittwoch vor, damit öffentliche Gelder zu verschwenden und die Besatzung zementieren zu wollen. Regierungschef Benjamin Netanjahu und sein rechtsextremer Finanzminister Bezalel Smotrich hatten zu Beginn der Woche eine Rahmenvereinbarung zum Bau von etwa 12.000 Wohneinheiten für insgesamt umgerechnet mehr als 2,3 Milliarden Euro im Norden des Palästinensergebietes unterzeichnet.

Stromversorgung in Kuba nach erneutem landesweiten Ausfall wiederhergestellt

Nach dem dritten landesweiten Stromausfall in weniger als zehn Tagen ist in Kuba die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt worden. Das Stromnetz sei nun wieder "voll funktionsfähig", teilte das staatliche Elektrizitätsunternehmen UNE am Mittwoch im Onlinedienst X mit. Grund für den Stromausfall war demnach ein technisches Problem in einem Kraftwerk.

Textgröße ändern: