Pallade Veneta - Pistorius: Regierung will 35 Milliarden Euro für Weltraumsicherheit ausgeben

Pistorius: Regierung will 35 Milliarden Euro für Weltraumsicherheit ausgeben


Pistorius: Regierung will 35 Milliarden Euro für Weltraumsicherheit ausgeben
Pistorius: Regierung will 35 Milliarden Euro für Weltraumsicherheit ausgeben / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will 35 Milliarden Euro für die Weltraumsicherheit ausgeben. Die Bundesregierung plane Haushaltsmittel in dieser Höhe bis 2030 einzusetzen, verkündete Pistorius am Donnerstag beim 3. Weltraumkongress des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin. "Die Konflikte der Zukunft beschränken sich nicht mehr allein auf die Erdoberfläche oder die Tiefsee. Sie werden auch im Orbit offen ausgetragen."

Textgröße ändern:

Pistorius begründete die geplanten Investitionen mit der "hohen" Bedrohungslage im Weltraum - "ein Ort, an dem Konflikte und Bedrohungen inzwischen genauso real sind wie hier auf der Erde". Als Beispiele nannte er Störversuche, Angriffe auf Satelliten und die Überwachung durch Aufklärungssatelliten anderer Staaten.

Deutschland müsse sich deshalb auch im All verteidigen können, betonte der Minister. Konkret müssten alle Weltraumsysteme gegen Störungen und Angriffe gehärtet werden. Verbessert werden solle "die Lageerfassung im Orbit durch Radare, Teleskope und durch den zukünftigen Einsatz von Wächtersatelliten".

Zudem sei "ein eigenes militärisches Satelliten-Betriebszentrum im Weltraumkommando der Bundeswehr" notwendig. "Nur so behalten wir die Kontrolle über unsere Systeme und können im Ernstfall schnell reagieren", sagte Pistorius. Über "Offensivfähigkeiten" müsse ebenfalls gesprochen werden. "Auch im Weltraum müssen wir abschrecken können, um verteidigungsfähig zu sein."

A.dCosmo--PV

Empfohlen

US-Vizepräsident JD Vance zu Besuch in Armenien eingetroffen

US-Vizepräsident JD Vance ist am Montag zu einem Besuch in Armenien eingetroffen. Nach Beratungen mit dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan in der Hauptstadt Eriwan will er am Dienstag ins Nachbarland Aserbaidschan weiterreisen. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, Vance werde die beiden Kaukasusstaaten besuchen, um die "Friedensbemühungen" der USA fortzusetzen.

AfD-Bundesvorstand untersagt Veranstaltungen mit Rechtsextremisten Sellner

Die Bundesspitze der AfD hat alle Gliederungen der Partei dazu aufgefordert, auf Veranstaltungen mit dem österreichischen Rechtsextremisten Martin Sellner zu verzichten. Einen entsprechenden Beschluss, welcher der Nachrichtenagentur AFP vorlag, fasste der Bundesvorstand um die Parteivorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla am Montag in Berlin. Martin Sellner ist einer der führenden Köpfe der rechtsextremen Identitären Bewegung.

Staatsrechtler: BSW betritt mit Klage in Karlsruhe "Neuland"

Das BSW will vor dem Bundesverfassungsgericht eine Neuauszählung der letzten Bundestagswahl erzwingen - betritt damit allerdings Neuland. Das Gesetz sehe keinen Anspruch auf eine Neuauszählung vor, sagte am Montag der Verfassungsrechtler Christoph Degenhart in Berlin bei der Vorstellung der BSW-Wahlprüfungsbeschwerde. Die Partei betrete deshalb mit ihrer Forderung "Neuland". Es habe jedoch "strukturelle, systematische Wahlfehler aus vielerlei Quellen" gegeben. Diese sollten Anlass zu "einer eingehenden Prüfung" geben.

Starmer in Epstein-Affäre unter Druck: Auch Kommunikationschef tritt zurück

In dem Skandal um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein steigt der Druck auf den britischen Premierminister Keir Starmer: Starmers Kommunikationschef Tim Allan tritt nur wenige Monate nach seinem Amtsantritt zurück. Er wolle den Aufbau eines neuen Teams in der Downing Street ermöglichen, erklärte Allan am Montag - weniger als 24 Stunden zuvor hatte bereits Starmers Kabinettschef Morgan McSweeney im Zusammenhang mit dem Fall Epstein seinen Rücktritt erklärt.

Textgröße ändern: