Pallade Veneta - Vor Treffen von Netanjahu und Trump: Tausende Israelis demonstrieren für Abkommen

Vor Treffen von Netanjahu und Trump: Tausende Israelis demonstrieren für Abkommen


Vor Treffen von Netanjahu und Trump: Tausende Israelis demonstrieren für Abkommen
Vor Treffen von Netanjahu und Trump: Tausende Israelis demonstrieren für Abkommen / Foto: Jack GUEZ - AFP

Zwei Tage vor einem geplanten Treffen von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und US-Präsident Donald Trump haben bei einer Demonstration in Tel Aviv tausende Israelis ein Abkommen zur Beendigung des Krieges im Gazastreifen gefordert. Sie versammelten sich am Samstagabend auf dem sogenannten Platz der Geiseln und entrollten ein Banner mit der Aufschrift: "Alle Geiseln, bring sie jetzt nach Hause".

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"Das Einzige, das einen Sturz in den Abgrund verhindern kann, ist ein umfassendes Abkommen, das den Krieg beendet und alle Geiseln und die Soldaten nach Hause bringt", sagte Lishay Miran-Lavi, Ehefrau von Omri Miran, der seit fast zwei Jahren im Gazastreifen als Geisel festgehalten wird. Sie richtete sich direkt an Trump und forderte: "Nutzen Sie Ihren Einfluss auf Ministerpräsident Netanjahu." Den Krieg zu verlängern, bringe ihren Mann und die anderen Geiseln "in noch größere Gefahr", warnte sie.

Netanjahu und Trump sollen sich am Montag im Weißen Haus treffen. Trump hatte am Freitag eine Einigung auf eine Waffenruhe im Gazastreifen für möglich gehalten. "Ich denke, wir haben einen Deal", sagte er in Washington. Kurz zuvor hatte allerdings Netanjahu in seiner Rede bei der UNO angekündigt, dass Israel den Kampf gegen die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen unerbittlich fortsetzen werde.

Der US-Präsident hatte nach Angaben seines Sondergesandten Steve Witkoff am Dienstag bei einem Treffen mit Vertretern arabischer und muslimischer Staaten einen aus 21 Punkten bestehenden Nahost-Friedensplan präsentiert. Aus diplomatischen Kreisen hieß es gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass darin eine dauerhafte Waffenruhe, die Freilassung aller Geiseln und der Rückzug der israelischen Truppen vorgesehen sei.

Der rechtsextreme israelische Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, warnte Netanjahu vor dem Abschluss eines Abkommens. "Sie haben nicht das Mandat, den Krieg ohne eine völlige Niederlage der Hamas zu beenden", erklärte er im Onlinedienst X. Netanjahu verfügt im Parlament nicht mehr über eine absolute Mehrheit und ist abhängig von seinen rechtsextremen Verbündeten. Diese lehnen jedes Abkommen mit der Hamas über eine Freilassung der Geiseln ab und fordern eine Fortsetzung des Krieges bis zur völligen Vernichtung der Hamas.

Der Krieg im Gazastreifen war durch den Großangriff der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas und mit ihr verbündeter Kämpfer auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden. Dabei wurden nach israelischen Angaben 1219 Menschen getötet und 251 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Noch immer befinden sich 47 Geiseln in der Gewalt der Hamas, von denen nach Angaben der israelischen Armee aber mindestens 25 bereits tot sind.

Israel geht seit dem Hamas-Angriff massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach nicht unabhängig überprüfbaren Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums bereits mehr als 65.900 Palästinenser getötet.

N.Tartaglione--PV

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