Pallade Veneta - Drohnenabwehr: Kritik an Dobrindt aus SPD und Grünen

Drohnenabwehr: Kritik an Dobrindt aus SPD und Grünen


Drohnenabwehr: Kritik an Dobrindt aus SPD und Grünen
Drohnenabwehr: Kritik an Dobrindt aus SPD und Grünen / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Politiker von SPD und Grünen haben Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) Versäumnisse bei der Drohnenabwehr vorgeworfen. "Angesichts der Dynamik der Entwicklung beim Thema Drohnensichtungen würde ich mir vom Bundesinnenminister mehr Energie wünschen", sagte die niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens (SPD) dem "Stern" nach Angaben vom Dienstag. Jeder brauche Zeit, sich in sein Amt einzufinden, sagte die SPD-Politikerin, aber bei diesem Thema, gebe es "keine Minute mehr" zu verlieren.

Textgröße ändern:

Dobrindt ist seit Anfang Mai im Amt. Behrens sagte weiter, dass es in ihrem Bundesland in diesem Jahr bisher 260 Drohnensichtungen gegeben habe. "Wir brauchen endlich ein gemeinsames Lagebild über die Bedrohung", sagte Behrens. Nur dann könne angemessen reagiert werden. "Wir haben derzeit keine gute Informationslage", warnte Behrens.

Scharfe Kritik am Bundesinnenminister kam auch von den Grünen. "Alexander Dobrindt hat sich in den vergangenen Monaten extrem monothematisch mit seinem Lieblingsprojekt, der vermeintlichen 'Migrationswende' beschäftigt", beklagte Grünen-Vizefraktionschef Konstantin von Notz im "Stern". Das Thema Drohnenabwehr habe Dobrindt "sträflich vernachlässigt". So sei wertvolle Zeit verstrichen. "Das ganze Agieren des Ministers ist im Lichte stark gestiegener Bedrohungen absolut unzureichend", sagte von Notz.

Daher müssten die Fähigkeiten zur "Detektion und Abwehr von Drohnen schnellstmöglich verbessert" werden, sagte der Grünen-Innenexperte. Dafür müssten die Landespolizeien, die Bundespolizei, Bundeswehr und Nachrichtendienste ihre Abwehrkapazitäten ausbauen. Von Notz monierte "eklatante Sicherheitslücken". "Die Ignoranz des Innenministers gegenüber der krassen Gefährdungslage durch Drohnen steht exemplarisch für massive Versäumnisse des Innenministers beim Kampf gegen hybride Bedrohungen insgesamt", sagte von Notz.

Nach den jüngsten Drohnenvorfällen in Deutschland und Europa hatte Dobrindt von einer gestiegenen Gefahr für die Sicherheit in Deutschland gesprochen und den Aufbau eines neuen Drohnenabwehrzentrums angekündigt. Dieses soll der Vernetzung der Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern dienen. Zur Bekämpfung der Drohnen soll nach Dobrindts Plänen bald auch die Bundeswehr eingesetzt werden dürfen. Dazu ist eine Reform des Luftsicherheitsgesetzes in Arbeit.

Y.Destro--PV

Empfohlen

Kuba setzt Betankung von Flugzeugen für einen Monat aus

Vor dem Hintergrund der durch die US-Sanktionen verschärften Energiekrise in Kuba setzt die Regierung in Havanna die Betankung von Flugzeugen vorübergehend aus. Die französische Fluglinie Air France teilte der Nachrichtenagentur AFP am Sonntagabend mit, die kubanische Luftfahrtbehörde habe sie informiert, dass beginnend am Dienstag einen Monat lang keine Betankung auf der Karibikinsel mehr möglich sein werde. Flugzeuge müssten nach dem Abflug von Kuba anderswo zwischenlanden, um zu tanken.

Nach Scheitern bei Bundestagswahl 2025: BSW stellt Wahlprüfungsbeschwerde vor

Das bei der Bundestagswahl vor rund einem Jahr knapp an der Fünfprozenthürde gescheiterte BSW will am Montag seine geplante Wahlprüfungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht vorstellen. Dazu ist eine Pressekonferenz mit der Parteigründerin Sahra Wagenknecht und den beiden BSW-Bundesvorsitzenden Amira Mohamed Ali und Fabio De Masi in Berlin angesetzt (12.00 Uhr). Auch für das BSW tätige Juristen nehmen teil.

Hongkonger Gericht verurteilt Demokratie-Aktivisten Jimmy Lai zu 20 Jahren Haft

Ein Hongkonger Gericht hat den Demokratie-Aktivisten und Verleger Jimmy Lai zu einer Haftstrafe von 20 Jahren verurteilt. Lai habe zwei Jahre bereits abgesessen und werde 18 weitere Jahre verbüßen müssen, urteilten die Richter am Montag. Der 78-Jährige war im Dezember der "Kollaboration mit ausländischen Kräften" und des "Aufruhrs" für schuldig befunden worden.

Trump gratuliert Japans Regierungschefin Takaichi zum Wahlsieg

US-Präsident Donald Trump hat Japans konservativer Regierungschefin Sanae Takaichi zu ihrem deutlichen Sieg bei der vorgezogenen Parlamentswahl gratuliert. Takaichi habe einen "Erdrutschsieg" eingefahren, erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Er wünsche ihr und ihrer Koalition "großen Erfolg beim Vorantreiben Ihrer konservativen Agenda des Friedens durch Stärke".

Textgröße ändern: