Pallade Veneta - Tausende Stipendien weniger: DAAD schlägt Alarm wegen Mittelkürzungen

Tausende Stipendien weniger: DAAD schlägt Alarm wegen Mittelkürzungen


Tausende Stipendien weniger: DAAD schlägt Alarm wegen Mittelkürzungen
Tausende Stipendien weniger: DAAD schlägt Alarm wegen Mittelkürzungen / Foto: PATRIK STOLLARZ - AFP/Archiv

Der Deutsche Akademische Austauschdienst schlägt wegen geplanter Finanzkürzungen Alarm: Allein 6000 Stipendien könnten wegfallen, wenn die Bundesregierung ihre Haushaltspläne tatsächlich umsetze, warnte die Institution, die für die Förderung des internationalen Wissenschaftsaustausches zuständig ist, am Freitag in Berlin. In diesem Jahr müsse der DAAD laut Haushaltsbeschluss des Kabinetts mit neun Millionen Euro weniger auskommen, im kommenden Jahr sollten weitere vier Millionen Euro wegfallen.

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Die Kürzungen seien ein "erheblicher Einschnitt in die finanzielle Ausstattung und damit in die weltweite Arbeit des DAAD", erklärte dessen Präsident Joybrato Mukherjee. "Sie werden unsere Fördermöglichkeiten für Hochschulen, Studierende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Jahre deutlich reduzieren." Mukherjee warnte, dass Deutschland durch die Einsparungen an weltweiter Attraktivität als Wissenschaftsstandort einbüßen könnte. Die gebe Anlass zu "ernsthafter Besorgnis".

Laut DAAD soll die finanzielle Förderung durch das Auswärtige Amt von 204 Millionen Euro im Jahr 2021 auf etwa 195 Millionen Euro in diesem Jahr sinken. Kommendes Jahr solle der DAAD dann nur noch 191 Millionen Euro bekommen.

Der DAAD listete am Freitag eine Reihe von Konsequenzen auf, die die Einsparungen nach sich zögen. Die Vergabe von langfristigen Studien- und Promotionsstipendien für ausländische Studierende, Promovierende und Forschende müsse um 50 Prozent reduziert werden, damit fielen rund 700 Langzeitstipendien pro Jahr weg.

Die Förderung von Vortrags- und Kongressreisen, Sommer- und Winterkursen sowie sämtliche weitere Kurzzeitförderungen müsse ebenfalls gestrichen werden, dies betreffe rund 5000 Menschen pro Jahr.

Lektorate und Dozenturen an ausländischen Hochschulen könnten nicht nachbesetzt werden, mittelfristig fielen deshalb rund 100 der weltweit knapp 450 Standorte weg, an denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das deutsche Hochschulsystem vertreten.

Bei den Hochschulen würden die Mittel für die Betreuung internationaler Studierender halbiert. Zusätzlich müssten regional ausgerichtete Kooperationsprogramme der deutschen Hochschulen drastische Einbußen hinnehmen.

F.Abruzzese--PV

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