Pallade Veneta - Auch Ex-Gleichstellungsministerin Kemi Badenoch kandidiert für Johnson-Nachfolge

Auch Ex-Gleichstellungsministerin Kemi Badenoch kandidiert für Johnson-Nachfolge


Auch Ex-Gleichstellungsministerin Kemi Badenoch kandidiert für Johnson-Nachfolge
Auch Ex-Gleichstellungsministerin Kemi Badenoch kandidiert für Johnson-Nachfolge / Foto: JUSTIN TALLIS - AFP

Die frühere britische Gleichstellungsministerin Kemi Badenoch kandidiert ebenfalls für die Nachfolge des zurückgetretenen Tory-Parteichefs Boris Johnson. In einem am Samstag veröffentlichten Artikel der Zeitung "The Times" forderte Badenoch "Veränderungen". Die britische Öffentlichkeit sei "erschöpft von Plattitüden und leerer Rhetorik", erklärte die 42-Jährige. "Ich kandidiere bei dieser Wahl, weil ich die Wahrheit sagen will."

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Als Gleichstellungsministerin war Badenoch wegen Verzögerungen bei einem Verbot der Konversionstherapie in die Kritik geraten. Die Therapie zielt darauf ab, die sexuelle Orientierung oder die Geschlechtsidentität eines Menschen zu ändern. Mitglieder des LGBT+-Beratungsgremiums der Regierung forderten, sie solle ihren Posten räumen für jemanden, der "mehr Herz für die Arbeit" habe.

Badenoch ist eine der fast 60 Abgeordneten und Regierungsvertreter, die in dieser Woche zurücktraten, nachdem bekannt geworden war, dass Johnson einen der sexuellen Belästigung beschuldigten hochrangigen Kollegen in eine wichtige Partei-Position berufen hatte. Johnson war zum Rücktritt gezwungen, erklärte aber, dass er bis zur Ernennung seines Nachfolgers im Amt bleiben werde. Dies könnte Monate dauern.

Der ehemalige Finanzminister Rishi Sunak, dessen Rücktritt am Dienstagabend die Kettenreaktion ausgelöst hatte, gehört zu den Favoriten für den Parteivorsitz. Laut einer Umfrage für die TV-Sendung "Channel 4 News" liegt er bei den konservativen Parteimitgliedern mit einem Viertel der Stimmen vorne, gefolgt von Außenministerin Liz Truss mit 21 Prozent und Verteidigungsminister Ben Wallace mit zwölf Prozent. Weder Truss noch Wallace haben bislang ihre Kandidatur bekannt gegeben.

Ihre Kandidatur angekündigt haben der Abgeordnete Tom Tugendhat sowie Generalstaatsanwältin und Brexit-Befürworterin Suella Braverman. Auch der ehemalige Gesundheits- und Außenminister Jeremy Hunt ist "nahezu sicher", zu kandidieren, wie britische Medien unter Berufung auf eine Hunt nahestehende Quelle berichteten.

Ein Zeitplan für die Wahl des Parteivorsitzenden der konservativen Tories wird für Montag erwartet. Der Nachfolger soll Boris Johnson auf einem Parteitag Anfang Oktober offiziell ablösen.

S.Urciuoli--PV

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