Pallade Veneta - US-Vizepräsident: Umsetzung von Trumps Gaza-Plan "sehr, sehr schwierige Aufgabe"

US-Vizepräsident: Umsetzung von Trumps Gaza-Plan "sehr, sehr schwierige Aufgabe"


US-Vizepräsident: Umsetzung von Trumps Gaza-Plan "sehr, sehr schwierige Aufgabe"
US-Vizepräsident: Umsetzung von Trumps Gaza-Plan "sehr, sehr schwierige Aufgabe" / Foto: Nathan HOWARD - POOL/AFP

US-Vizepräsident JD Vance hat bei einem Besuch in Jerusalem auf die weitere Umsetzung des Gaza-Friedensplans gedrängt - zugleich aber von einer "sehr, sehr schwierigen Aufgabe" gesprochen. Es gehe bei den nächsten Schritten darum, "die Hamas zu entwaffnen und den Gazastreifen wieder aufzubauen", sagte er am Mittwoch nach Gesprächen mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu. Israel überstellte derweil die Leichen von 30 Palästinensern an die radikalislamische Hamas, die zuvor zwei getötete israelische Geiseln übergeben hatte.

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Mit den nächsten Schritten des Gaza-Plans von US-Präsident Donald Trump sollten "das Leben für die Menschen im Gazastreifen besser gemacht und zugleich auch sichergestellt werden, dass die Hamas nicht länger eine Bedrohung für unsere Freunde in Israel darstellt", sagte Vance. Er verwies erneut auf die geplante "Internationale Sicherheitstruppe", die laut Trumps 20-Punkte-Plan den Frieden im Gazastreifen überwachen soll.

Die USA wollen den Einsatz dieser Truppe koordinieren, aber selbst keine Soldaten in das Palästinensergebiet schicken. Dabei hatten zuletzt in Israel Medienberichte für Aufruhr gesorgt, dass dessen regionaler Rivale und scharfer Kritiker Türkei an der Truppe beteiligt werde. Netanjahu verwies nach dem Gespräch mit Vance darauf, dass die internationale Truppe in Diskussionen mit den USA aufgestellt werde. Zur möglichen Beteiligung Ankaras habe er "eine sehr klare Meinung - Sie können raten, welche."

Netanjahu äußerte sich zudem zuversichtlich hinsichtlich der von Vance beschriebenen Herausforderungen bei den nächsten Schritten. "Wir schaffen gerade einen unglaublichen 'Tag danach' mit einer völlig neuen Vision davon, wie man eine zivile Regierung aufbaut, wie man dort für Sicherheit sorgt und wer diese Sicherheit dort gewährleisten könnte", sagte er. Es werde "nicht einfach sein" - "aber ich denke es ist möglich."

Vance war am Dienstag zu einem dreitägigen Besuch in Israel eingetroffen. Seine Reise steht im Zeichen verstärkter US-Bemühungen um die Absicherung der Waffenruhe im Gazastreifen, die in den vergangenen Tagen brüchig geworden war. Offenbar um das Abkommen am Leben zu halten, macht sich auch US-Außenminister Marco Rubio auf den Weg nach Israel. Er werde am Donnerstag zu seinem dritten Besuch seit Mitte September erwartet, kündigte die israelische Regierung an.

Vance äußerte am Mittwoch auch die Hoffnung, dass eine endgültige Gaza-Einigung auch den Weg für breitere Allianzen Israels im Nahen Osten ebnen könnte: Er halte das Abkommen für "ein wesentliches Element", um die Abraham-Abkommen auszuweiten. Mit den Abkommen, die US-Präsident Donald Trump während seiner ersten Amtszeit auf den Weg gebracht hatte, normalisierten unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Marokko ihre Beziehungen zu Israel.

Das Waffenruhe-Abkommen zwischen Israel und der Hamas war am 10. Oktober auf der Grundlage von Trumps Friedensplan in Kraft getreten. Neben einer Feuerpause sah es auch die Freilassung der von der Hamas festgehaltenen Geiseln sowie von in israelischen Gefängnissen sitzenden Palästinensern vor.

Israel übergab am Mittwoch nach Angaben der Hamas-Behörden im Gazastreifen die Leichen von 30 Palästinensern. Damit seien gemäß dem Waffenruhe-Abkommen 195 tote Palästinenser in den Gazastreifen zurückgebracht worden. Der Vereinbarung zufolge sollen die israelischen Behörden für jede von der Hamas zurückgegebene getötete israelische Geisel die Leichen von 15 Palästinensern übergeben.

Am Dienstag hatte die Hamas zwei der getöteten israelischen Leichen überstellt. Es handelte sich um die sterblichen Überreste des Deutsch-Israelis Tamir Adar und des zum Zeitpunkt seines Todes über 80 Jahre alten Arje Zalmanovitch, wie die israelische Armee nach der Identifizierung mitteilte.

Der Deutsch-Israeli Adar aus dem Kibbuz Nir Oz wurde nach Angaben der israelischen Armee am 7. Oktober 2023 getötet, sein Leichnam wurde demnach von der Hamas im Gazastreifen festgehalten. Zum Zeitpunkt des Überfalls war er 38 Jahre alt.

Damit sind die sterblichen Überreste von 15 der insgesamt 28 getöteten Geiseln wieder in Israel. Die 20 von ihr bei Abschluss des Abkommens noch festgehaltenen überlebenden Geiseln hatte die Hamas unmittelbar nach Inkrafttreten freigelassen.

T.Galgano--PV

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