Pallade Veneta - Putin meldet Abschluss von Tests nuklear angetriebener Marschflugkörper

Putin meldet Abschluss von Tests nuklear angetriebener Marschflugkörper


Putin meldet Abschluss von Tests nuklear angetriebener Marschflugkörper
Putin meldet Abschluss von Tests nuklear angetriebener Marschflugkörper / Foto: Alexei Babushkin - POOL/AFP

Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Abschluss von Tests mit dem neuartigen, nuklear angetriebenen Marschflugkörper Burewestnik verkündet. "Die entscheidenden Tests sind nun abgeschlossen", erklärte Putin in einem am Sonntag vom Kreml veröffentlichen Video eines Treffens mit Militärvertretern. Zudem ordnete der Kreml-Chef darin an, mit den "Vorbereitungen der Infrastruktur für die Stationierung dieser Waffen in den russischen Streitkräften" zu beginnen. Washington wurde nach Angaben des Kreml-Wirtschaftsgesandten Kirill Dmitrijew bereits über den Abschluss der Tests informiert.

Textgröße ändern:

Die Marschflugkörper vom Typ Burewestnik (russisch für "Sturmvogel") verfügen über einen Antrieb durch Atomenergie. Putin sprach von "unbegrenzter Reichweite" und einer "einzigartigen Erfindung", über die außer Russland "kein anderer auf der Welt" verfüge.

Der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow erklärte, bei einem Test am vergangenen Dienstag habe sich die Waffe "rund 15 Stunden" ununterbrochen in der Luft befunden und etwa 14.000 Kilometer zurückgelegt. Die "technischen Merkmale" der Burewestnik-Marschflugkörper machten es möglich, sie mit "gesicherter Präzision gegen hochgeschützte Ziele in beliebiger Entfernung einzusetzen". Für die Waffe gebe es "kein Limit".

Kreml-Wirtschaftsgesandter Dmitrijew, der sich seit Freitag für Gespräche mit der US-Regierung in Washington aufhält, verkündete am Nachmittag, die Regierung in Washington über die abgeschlossenen Tests "bereits informiert" zu haben. Er habe Vertretern der US-Regierung von dem Treffen im Kreml berichtet, bei dem Putin ein Bericht über die erfolgreichen Raketentests vorgelegt worden sei.

Putin hatte die Entwicklung der Burewestnik-Marschflugkörper bereits im Jahr 2018 angekündigt. Damals hatte er erklärt, die Waffen könnten fast alle Luftabwehrsysteme überwinden.

Die Bekanntgabe des Kreml erfolgte vor dem Hintergrund stockender Bemühungen um einen möglichen Frieden in der Ukraine. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt ein geplantes Treffen mit Putin in Budapest auf unbestimmte Zeit vertagt. Am Dienstag erklärte der US-Präsident, er wolle kein "vergebliches Treffen" mit dem Kreml-Chef. Am Samstag unterstrich Trump, er werde seine "Zeit nicht verschwenden", solange keine Einigung zur Beendigung des Ukraine-Krieges in Sicht sei.

Dmitrijew kritisierte angebliche Versuche, "jeden Dialog zwischen Russland und den USA zu untergraben". Moskau sei bereit für einen "konstruktiven Dialog", jedoch müssten die "Achtung" der russischen Interessen und "die Beseitigung der Ursachen der Ukraine-Krise" als Grundlage für "gerechte Lösungen" dienen.

Putin wollte sich unterdessen nicht auf einen Zeitplan für ein Ende der Kämpfe in der Ukraine festlegen. "Wir werden nichts mit irgendwelchen Daten oder Ereignissen abstimmen", erklärte er bei seinem Treffen mit Militärvertretern. "Wir werden uns auf die militärische Vernunft stützen."

Unterdessen hielten die gegenseitigen Angriffe zwischen Kiew und Moskau an. Ein russischer Drohnenangriff in der ukrainischen Hauptstadt tötete in der Nacht auf Sonntag drei Menschen und verletzte etwa 30 weitere, darunter sechs Kinder, wie der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilte. In der russischen Grenzregion Belgorod wurden nach Angaben des Regionalgouverneurs Wiatscheslaw Gladkow bei ukrainischen Angriffen ein Mensch getötet und 17 weitere verletzt.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

SPD beginnt in Berlin zweitägige Jahresauftaktklausur

Die SPD beginnt am Samstag in Berlin ihre zweitägige Jahresauftaktklausur. Im Willy-Brandt-Haus werden dazu unter anderem die Parteivorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil erwartet, die ab 14.00 Uhr Grundsatzreden halten wollen. Auch Generalsekretär Tim Klüssendorf, Fraktionschef Matthias Miersch und eine Reihe von Bundesministerinnen und Ministerpräsidenten nehmen teil. Am Sonntag will Bas bei einem Pressestatement gegen 12.30 Uhr über die Ergebnisse des Treffens berichten.

Trump: "Sehr gute Gespräche" mit Iran - nächste Runde "Anfang der kommenden Woche"

Die indirekten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran im Oman sind laut US-Präsident Donald Trump positiv verlaufen. "Wir hatten ebenfalls sehr gute Gespräche über den Iran, der Iran scheint sehr daran interessiert zu sein, ein Abkommen zu schließen", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) vor Journalisten auf dem Flug zu seinem Privatanwesen Mar-a-Lago in Florida. Die nächste Gesprächsrunde werde "Anfang der kommenden Woche" stattfinden.

Stars und Glanz: Olympische Winterspiele in Italien feierlich eröffnet

Mit einer spektakulären und farbenfrohen Feier sind die Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina eröffnet worden. Italiens Staatschef Sergio Mattarella erklärte die Winterspiele am Freitagabend im San-Siro-Stadion in Mailand vor zehntausenden Zuschauern für eröffnet. Bei der Eröffnungszeremonie traten unter anderem US-Pop-Diva Mariah Carey, die italienische Pop-Sängerin Laura Pausini und der italienische Star-Tenor Andrea Bocelli auf.

Ex-Botschafter und Epstein-Freund Mandelson: Britische Polizei durchsucht zwei Häuser

Die britische Polizei hat bei den Ermittlungen gegen den einst mit dem US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein befreundeten Politiker Peter Mandelson zwei Häuser durchsucht. Die Durchsuchungen hätten in Wiltshire im Südwesten Englands sowie in London stattgefunden, teilte die Polizei in London am Freitag mit. Dem früheren britischen Botschafter in Washington wird vorgeworfen, vertrauliche Regierungsinformationen an Epstein weitergegeben und Geld von ihm angenommen zu haben.

Textgröße ändern: