Pallade Veneta - Umfrage: Fast zwei Drittel sehen Pflegeversorgung gefährdet

Umfrage: Fast zwei Drittel sehen Pflegeversorgung gefährdet


Umfrage: Fast zwei Drittel sehen Pflegeversorgung gefährdet
Umfrage: Fast zwei Drittel sehen Pflegeversorgung gefährdet / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

Fast zwei Drittel der Deutschen sehen einer Umfrage zufolge die Pflegeversorgung gefährdet. In einer am Dienstag in Hamburg veröffentlichten Erhebung für die Krankenkasse DAK-Gesundheit bewerteten 62 Prozent die Versorgung als nicht oder gar nicht gut. Fast jeder Zweite (46 Prozent) rechnet mit einer Verschlechterung in den kommenden zehn Jahren.

Textgröße ändern:

Das Institut für Demoskopie Allensbach befragte im Oktober rund 4400 Menschen zwischen 16 und 75 Jahren. Die Finanzierung des Pflegesystems wird demnach als größtes Problem genannt. 70 Prozent der Befragten nennen an erster Stelle die hohen Kosten für Pflegebedürftige und ihre Familien bei stationärer Pflege. Es folgen mit 68 Prozent der Personalmangel und fehlende Pflegekräfte.

Fast zwei Drittel (64 Prozent) haben Zweifel, im Fall einer Pflegebedürftigkeit in ihrer Region eine gute qualitative Unterstützung zu erhalten. Neun von zehn Befragten (87 Prozent) sehen es als wichtigstes Ziel, die Pflege für alle Menschen bezahlbar zu machen.

Für 73 Prozent ist die Deckelung der Pflegeheimplatzkosten wichtig, während 71 Prozent sich eine Vereinfachung des Leistungssystems wünschen. Knapp drei Viertel fürchten, durch die Kosten überfordert zu werden, sollten sie selbst pflegebedürftig werden.

DAK-Vorstandschef Andreas Storm sieht das Pflegesystem "an einem Kipppunkt". Er forderte eine nachhaltige Finanzierungreform und eine zukunftsfeste Pflegeinfrastruktur. "Viele Menschen nehmen das System als schlecht, ungerecht und überfordernd wahr", erklärte Storm.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

EU-Kommission will mit 20. Sanktionspaket Russlands Öl-Einnahmen weiter reduzieren

Die EU will die russischen Einnahmen aus dem Ölexport weiter reduzieren. Dieses Ziel verfolgen Vorschläge der Brüsseler Kommission für neue Sanktionen gegen Moskau, die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zweieinhalb Wochen vor dem vierten Jahrestag des russischen Angriffs gegen die Ukraine präsentierte. Der Entwurf für das 20. Sanktionspaket enthält unter anderem ein "umfassendes Verbot maritimer Dienstleistungen" für Tanker mit russischem Rohöl an Bord, wie von der Leyen am Freitag mitteilte.

Kreml: Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi waren "konstruktiv" und schwierig

Nach der zweiten Runde der Ukraine-Verhandlungen hat der Kreml von einem "konstruktiven" und gleichzeitig sehr schwierigem Treffen gesprochen. "Zwei Tage lang haben wir konstruktiv und sehr schwer gearbeitet", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag vor Journalisten. Die Gespräche würden fortgesetzt.

Verdächtiger 14 Jahre nach Angriff auf US-Konsulat in Bengasi gefasst

14 Jahre nach dem tödlichen Angriff auf das US-Konsulat in der libyschen Stadt Bengasi ist ein wichtiger Verdächtiger gefasst worden. US-Justizministerin Pam Bondi sagte am Freitag bei einer Pressekonferenz, der "Schlüssel"-Akteur Subair al-Bakusch sei festgenommen und in die USA gebracht worden. Ihm solle unter anderem wegen "Mordes, Terrorismus, Brandstiftung" der Prozess gemacht werden.

Französische Behörde deckt Desinformation über Macron und Epstein auf

Ein Bericht über vermeintliche Verbindungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zum US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein geht möglicherweise auf das Konto einer russischen Propagandagruppe. Die Viginum-Behörde, die Cyberattacken und -propaganda aus dem Ausland abwehren soll, sehe eine Verbindung zur russischen Gruppe Storm-1516, hieß es am Freitag in Regierungskreisen. Diese ist dafür bekannt, Falschinfos über Politiker zu verbreiten, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen.

Textgröße ändern: