Pallade Veneta - Nach Mamdani-Sieg: Israelischer Minister fordert New Yorks Juden zu Auswanderung auf

Nach Mamdani-Sieg: Israelischer Minister fordert New Yorks Juden zu Auswanderung auf


Nach Mamdani-Sieg: Israelischer Minister fordert New Yorks Juden zu Auswanderung auf
Nach Mamdani-Sieg: Israelischer Minister fordert New Yorks Juden zu Auswanderung auf / Foto: TIMOTHY A. CLARY - AFP

Der für Diaspora-Fragen und den Kampf gegen Antisemitismus zuständige israelische Minister Amichai Chikli hat die jüdischen New Yorker nach dem Wahlsieg des linksgerichteten demokratischen Bürgermeisterkandidaten Zohran Mamdani zur Auswanderung nach Israel aufgerufen. "Die Stadt, die einst als Symbol für globale Freiheit stand, hat ihre Schlüssel einem Hamas-Anhänger übergeben", schrieb Chikli am Mittwoch im Onlinedienst X. "Ich lade die Juden von New York ein, ernsthaft darüber nachzudenken, sich in Israel eine neue Heimat aufzubauen."

Textgröße ändern:

Mamdani hatte am Dienstag die Bürgermeisterwahl in New York gewonnen. Der 34-jährige "demokratische Sozialist" setzte sich deutlich gegen den von Trump unterstützten Kandidaten Andrew Cuomo durch. Mamdani gehört dem linken Flügel der Demokratischen Partei an. Er ist der erste Muslim in dem Amt.

In New York leben rund 1,3 Millionen Jüdinnen und Juden - die größte jüdische Gemeinschaft außerhalb Israels. Die Stadt werde nach der Wahl Mamdanis "nie mehr dieselbe sein, insbesondere nicht für seine jüdische Gemeinschaft", erklärte Chikli.

Zwar bekannte sich Mamdani kurz vor der Wahl nach scharfer Kritik demonstrativ zum Existenzrecht Israels, mit seinen kontroversen Äußerungen über Israel stieß er aber viele New Yorker Juden vor den Kopf. So wirft Mamdani Israel bei seinem Vorgehen im Gazastreifen einen "Völkermord" an den Palästinensern vor. Zur islamistischen Hamas, die mit ihrem Überfall auf Israel den Gaza-Krieg ausgelöst hatte, äußerte er sich jedoch nicht.

Den Vorwürfen Chiklis schlossen sich am Mittwoch weitere israelische Politiker an. Der Oppositionspolitiker Avigdor Lieberman von der Partei Israel Beiteinu schrieb bei X, dass New York "einen Rassisten, Populisten und bekennenden schiitischen Islamisten zum Bürgermeister gewählt" habe. Der rechtsextreme Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir erklärte: "Der Antisemitismus hat über den gesunden Menschenverstand gesiegt." Mamdani sei "ein Unterstützer der Hamas, ein Feind Israels und ein bekennender Antisemit".

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Französische Behörde deckt Desinformation über Macron und Epstein auf

Ein Bericht über vermeintliche Verbindungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zum US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein geht möglicherweise auf das Konto einer russischen Propagandagruppe. Die Viginum-Behörde, die Cyberattacken und -propaganda aus dem Ausland abwehren soll, sehe eine Verbindung zur russischen Gruppe Storm-1516, hieß es am Freitag in Regierungskreisen. Diese ist dafür bekannt, Falschinfos über Politiker zu verbreiten, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen.

"New Start": USA und Russland für neue Verhandlungen - Uneinigkeit über Teilnehmer

Nach dem Ablaufen des "New Start"-Abkommens dringen die USA und Russland auf Nachfolgeverhandlungen über einen neuen Atomwaffenvertrag - sind sich jedoch uneinig über mögliche Teilnehmerländer. Es bestehe Einigkeit darüber, "dass beide Seiten verantwortungsbewusst handeln und die Notwendigkeit anerkennen werden, so bald wie möglich Verhandlungen zu diesem Thema aufzunehmen", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag.

Inmitten starker Spannungen: Vertreter der USA und Irans führen Atomgespräche im Oman

Vor dem Hintergrund einer drohenden Eskalation zwischen dem Iran und den USA haben Vertreter beider Länder im Oman Gespräche über das iranische Atomprogramm geführt. Vom Außenministerium des Golfstaats veröffentlichte Bilder zeigten am Freitag die Gesandten Washington und Teherans bei getrennten Treffen mit Omans Außenminister Badr bin Hamad al-Busaidi. Die Delegationen der verfeindeten Staaten verhandelten nicht direkt miteinander, sondern über Vermittler des Oman.

Thüringen: Ermittlungen gegen AfD-Landeschef Höcke wegen Äußerung im Landtag

Die Polizei hat neue Ermittlungen gegen den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke eingeleitet. Hintergrund sind dessen Äußerungen bei der Sitzung des Thüringer Landtags am Mittwoch, bestätigte ein Polizeisprecher am Freitag einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. Höcke hatte in der Debatte zu einem konstruktiven Misstrauensvotum gegen Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) die verbotene Parole "Alles für Deutschland" gesagt.

Textgröße ändern: