Pallade Veneta - Parlamentswahl in Ägypten: Wahl zum Unterhaus begonnen

Parlamentswahl in Ägypten: Wahl zum Unterhaus begonnen


Parlamentswahl in Ägypten: Wahl zum Unterhaus begonnen
Parlamentswahl in Ägypten: Wahl zum Unterhaus begonnen / Foto: Khaled DESOUKI - AFP

In Ägypten hat am Montag die erste Phase der Wahl zum Unterhaus begonnen. Millionen Wahlberechtigte in dem nordafrikanischen Land sind bis Ende November aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Experten zufolge ist der Zeitpunkt der Wahl angesichts der dritten und letzten Amtszeit von Präsident Abdel Fattah al-Sisi wegen der möglichen Festigung seiner Macht von besonderer Bedeutung.

Textgröße ändern:

Zur Abstimmung stehen 568 von insgesamt 596 Sitzen in der Parlamentskammer. Die übrigen 28 Abgeordneten des Unterhauses in Kairo werden direkt von al-Sisi ernannt.

Mit der Öffnung der Wahllokale wurde am Montagmorgen ein wochenlanger Prozess eingeläutet. In einigen Provinzen findet die Wahl erst in zwei Wochen statt.

Im Ausland lebende Ägypter konnten ihre Stimme bereits am Freitag und Samstag abgeben. In Regionen wie Gizeh, Luxor und Alexandria haben die Wähler bis Dienstag Zeit, ihre Stimme abzugeben. In einigen Regionen, darunter Kairo, wird erst am 24. und 25. November gewählt. Die endgültigen Ergebnisse werden am 25. Dezember erwartet.

Die Wahl findet mehr als zwei Monate nach der Wahl zum ägyptischen Oberhaus statt. Die regierungsnahe Koalition Nationale Liste für Ägypten hatte diese Wahl deutlich gewonnen, Gegenkandidaten gab es keine.

Die Koalition umfasst derzeit zwölf politische Gruppierungen. Sie wird angeführt von al-Sisis Partei Mostakbal Watan (Zukunft der Nation) und der neu gegründeten Partei Nationale Front des früheren Ministers Essam al-Gassar, die finanziell von dem Wirtschaftsmagnaten und Sisi-Verbündeten Ibrahim al-Organi unterstützt wird. Es wird erwartet, dass die Koalition auch die Wahl zur zweiten Parlamentskammer dominieren wird.

Die Opposition bleibt indes gespalten. Einige Parteien treten unabhängig an, andere haben sich regierungsnahen Listen angeschlossen.

Al-Sisi, dessen dritte und letzte Amtszeit 2030 endet, brauche "ein Parlament, das er vollständig kontrollieren kann", sagte Timothy Kaldas vom Washingtoner Tahrir Institute for Middle East Policy. "Wenn er über 2030 hinaus an der Macht bleiben will, muss dieses nächste Parlament alle notwendigen Verfassungsänderungen einleiten."

Durch die Verfassungsänderungen von 2019 wurde al-Sisis Amtszeit bereits von vier auf sechs Jahre verlängert. Seine vorherige Amtszeit wurde rückwirkend als seine erste angerechnet, sodass er bis 2030 im Amt bleiben kann.

Der ehemalige Armeechef al-Sisi hatte 2013 den demokratisch gewählten Präsidenten Mohammed Mursi von den islamistischen Muslimbrüdern abgesetzt. Seine Regierung, die lange wegen ihrer Menschenrechtsbilanz in der Kritik stand, initiierte 2022 einen nationalen Dialog. Aktivisten zufolge ging die Regierung danach weiter mit aller Härte gegen die Opposition vor.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

Xi persönlich von Trump zu Staatsbesuch empfangen - Aufruf zu "Partnerschaft"

Chinas Staatschef Xi Jinping ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in den USA eingetroffen. Bei seiner Ankunft auf dem Militärflughafen Joint Base Andrews südöstlich von Washington wurde er am Mittwoch von US-Präsident Donald Trump persönlich und mit militärischen Ehren empfangen, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Xi zeigte sich anschließend offen für eine Zusammenarbeit mit den USA: Staatsmedien zufolge rief er zu "Partnerschaft statt Rivalität" zwischen beiden Ländern auf.

Bundestag berät erstmals über umfassende Geheimdienst-Reform

Der Bundestag debattiert am Donnerstag erstmals über die Pläne der Koalition für eine umfassende Reform der Nachrichtendienste (09.00 Uhr). Die Vorlage von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sieht vor, die Befugnisse von Bundesnachrichtendienst und Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) bei der Sammlung, Speicherung und automatisierten Auswertung von Daten erheblich auszuweiten. Zudem sollen die Dienste die Möglichkeit bekommen, Bedrohungen wie Sabotageakte oder Hackerangriffe künftig aktiv durch Gegenangriffe zu bekämpfen. Hintergrund der Reform ist die verschärfte Sicherheitslage.

UN-Generaldebatte: Venezuelas Übergangspräsidentin dankt Trump und verspricht Wahlen

Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez hat vor den Vereinten Nationen US-Präsident Donald Trump für die Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen zwischen ihren Ländern gedankt. In ihrer Rede vor der UN-Generalversammlung am Mittwoch in New York dankte sie der Trump-Regierung "für ihre Bereitschaft, den Weg diplomatischer Beziehungen und der Zusammenarbeit mit Venezuela wieder aufzunehmen". Zudem kündigte sie Wahlen in Venezuela an.

Chinas Präsident Xi persönlich von Trump zu Staatsbesuch empfangen

Chinas Staatschef Xi Jinping ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in den USA eingetroffen. Bei seiner Ankunft auf dem Militärflughafen Joint Base Andrews südöstlich von Washington wurde er am Mittwoch von US-Präsident Donald Trump persönlich empfangen, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP feststellten. Trump schüttelte zur Begrüßung Xis Hand.

Textgröße ändern: