Pallade Veneta - Berlin: Deutschland und Kalifornien vertiefen Zusammenarbeit beim Klimaschutz

Berlin: Deutschland und Kalifornien vertiefen Zusammenarbeit beim Klimaschutz


Berlin: Deutschland und Kalifornien vertiefen Zusammenarbeit beim Klimaschutz
Berlin: Deutschland und Kalifornien vertiefen Zusammenarbeit beim Klimaschutz / Foto: Mauro PIMENTEL - AFP

Deutschland und Kalifornien haben nach Angaben des Bundesumweltministeriums die Zusammenarbeit beim Klimaschutz und bei erneuerbaren Energien vertieft. Bei einem Treffen zwischen Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom und Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth (SPD) am Rande der UN-Klimakonferenz COP30 in Brasilien sei ein "Joint Statement on Climate and Energy Cooperation" zwischen Baden-Württemberg und Kalifornien unterzeichnet worden, erklärte das Ministerium am Dienstag. Die Vereinbarung sei ein klares Signal, dass große Teile der USA trotz der Entscheidung der US-Regierung, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszusteigen, "weiterhin fest zum internationalen Klimaschutz" stünden.

Textgröße ändern:

Flasbarth begrüßte die vertiefte Zusammenarbeit. "Kalifornien und Deutschland stehen seit Jahren Seite an Seite, wenn es darum geht, Klimaschutz als notwendigen Innovationsmotor zu begreifen", erklärte der Umwelt-Staatssekretär. "Wir wollen gemeinsam zeigen, dass Fortschritt, Innovation und Klimaschutz Hand in Hand gehen."

Die Einigung baut auf einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Kalifornien auf, die 2016 mit einer Absichtserklärung begann. Die vertiefte Kooperation umfasst dem Bundesumweltministerium zufolge den Ausbau erneuerbarer Energien, die Förderung grüner Technologien und den Austausch zu Anpassungsstrategien an den Klimawandel durch naturbasierte Lösungen und nachhaltiges Wassermanagement.

Newsom reiste als vermutlich wichtigster US-Politiker zu der COP30 im brasilianischen Belém und übte Kritik an US-Präsident Donald Trump. Er bezeichnete Trumps Austritt aus dem Pariser Klimaschutzabkommen nach Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar als "Abscheulichkeit". Für den Fall eines Sieges seiner Demokratischen Partei bei der nächsten US-Präsidentschaftswahl kündigte Newsom die unverzügliche Rückkehr der Vereinigten Staaten zum Pariser Klimaschutzabkommen an.

Newsom setzt sich seit Monaten als Anti-Trump in Szene. Der 58-Jährige gilt als möglicher Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten 2028. Auch in der Klimapolitik setzt sich der Gouverneur scharf von Trump ab: Kalifornien - der bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA - soll bis zum Jahr 2045 klimaneutral werden, also nicht mehr Treibhausgase ausstoßen, als es kompensieren kann.

F.Amato--PV

Empfohlen

Reise nach Rabat: Wadephul wirbt für Ausbau der Beziehungen zu Marokko

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) wirbt für einen Ausbau der Beziehungen zu Marokko. "Als wichtige Brücke zwischen dem europäischen und dem afrikanischen Kontinent ist Marokko für Deutschland ein Schlüsselpartner", sagte Wadephul am Mittwoch vor seinem Abflug zu einem zweitägigen Besuch in dem nordafrikanischen Land.

Bericht: Trump will Iran mit Seeblockade zur Aufgabe von Atomprogramm zwingen

Angesichts des Stillstands in den Verhandlungen um das iranische Atomprogramm will US-Präsident Donald Trump einem Medienbericht zufolge die Führung in Teheran durch eine lange Blockade der iranischen Häfen zum Einlenken bewegen. Trump habe Vertreter der nationalen Sicherheitsbehörden angewiesen, sich auf eine lang andauernde Blockade iranischer Häfen vorzubereiten, wie die US-Zeitung "Wall Street Journal" unter Berufung auf ungenannte Regierungsmitarbeiter berichtete.

Reiche: Neue Stromleitungen sollen wieder oberirdisch gebaut werden

Neue große Stromleitungen für den Transport von Strom sollen künftig wieder oberirdisch gebaut werden. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kündigte am Mittwoch an, dass die Regierung neue Stromautobahnen "wieder als Freileitung realisieren" wird. Das bedeute finanzielle Entlastungen für Verbraucherinnen und Verbraucher, "denn langfristig senken wir damit die Netzentgelte".

Merz verteidigt hohe Haushaltsausgaben für Aufrüstung

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die deutlich steigenden Militärausgaben im Haushalt für das kommende Jahr verteidigt. Es gebe bedeutende Bereiche, für die viel Geld ausgegeben werden müsse, "mehr als ursprünglich geplant", sagte er am Mittwoch in Berlin. "Das gilt insbesondere für unsere Verteidigungsfähigkeit und unsere Sicherheit im Bündnis. Wir stehen hier im Wort und wir müssen gleichzeitig Prioritäten setzen."

Textgröße ändern: