Pallade Veneta - Totengedenken um Polizisten und NS-Opfer wegen sexueller Identität erweitert

Totengedenken um Polizisten und NS-Opfer wegen sexueller Identität erweitert


Totengedenken um Polizisten und NS-Opfer wegen sexueller Identität erweitert
Totengedenken um Polizisten und NS-Opfer wegen sexueller Identität erweitert / Foto: Maryam Majd - POOL/AFP

Am Volkstrauertag wird künftig auch all jener Menschen, die wegen ihrer geschlechtlichen oder sexuellen Identität Opfer der Nazis wurden, sowie der im Einsatz getöteten Polizistinnen und Polizisten gedacht. Dazu erweiterte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eigens das traditionelle Totengedenken, wie das Präsidialamt am Donnerstag mitteilte. Er wird es am kommenden Sonntag bei der zentralen Gedenkstunde im Bundestag sprechen und dabei erstmals die neue Formel sprechen.

Textgröße ändern:

Die Tradition des Totengedenkens am Volkstrauertag existiert seit 1952, damals sprach Staatschef Theodor Heuss den Text. Er wurde im Laufe der Jahre mehrfach angepasst. Gedacht wird an diesem Tag vor allem der Opfer der Weltkriege und der Naziherrschaft sowie auch aktueller Kriege und Gewalttaten in Deutschland.

Diesmal heißt es nun unter anderem auch explizit, dass derer gedacht werde, die "etwa wegen ihrer geschlechtlichen oder sexuellen Identität" verfolgt und getötet worden seien. Außerdem werde außer um Bundeswehrsoldaten auch um die "Polizisten und anderen Einsatzkräfte, die im Einsatz für unser Land ihr Leben verloren" getrauert.

In diesem Jahr steht der Volkstrauertag im Zeichen der italienisch-deutschen Freundschaft. Die Gedenkrede im Bundestag soll Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella halten, danach spricht der Bundespräsident das Totengedenken.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

Strafmaßverkündung gegen Hongkonger Demokratie-Aktivisten Jimmy Lai für Montag angesetzt

Ein Gericht in Hongkong wird am Montag das Strafmaß für den wegen Verstößen gegen das sogenannte Sicherheitsgesetz verurteilten Demokratie-Aktivisten und Verleger Jimmy Lai verkünden. Das teilte die Hongkonger Justiz am Freitag auf ihrer Website mit. Dem 78-Jährigen droht eine lebenslange Haftstrafe.

Atomgespräche zwischen den USA und Iran im Oman

Im Konflikt zwischen dem Iran und den USA treffen sich am Freitag ranghohe Vertreter beider Länder zu Gesprächen im Oman. Die Gespräche finden nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi gegen 10.00 Uhr (Ortszeit, 07.00 Uhr MEZ) in Omans Hauptstadt Maskat statt. Die iranische Delegation wird iranischen Medien zufolge von Araghtschi angeführt, aus den USA werden die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner erwartet.

Havanna erklärt sich zu Gesprächen mit Washington "ohne Druck" bereit

Nach monatelangen Drohungen aus Washington hat sich die kubanische Regierung zu Gesprächen mit der US-Regierung bereit erklärt. "Kuba ist bereit, mit den USA in einen Dialog zu treten, einen Dialog über jedes Thema", sagte der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel am Donnerstag im Staatsfernsehen. Solche Gespräche müssten jedoch "ohne Druck oder Vorbedingungen" stattfinden, betonte er.

Pentagon-Chef Hegseth bleibt Nato-Verteidigungsministertreffen fern

Pentagon-Chef Pete Hegseth wird einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister kommende Woche in Brüssel fernbleiben. Hegseth wird sich bei dem Treffen am 12. Februar von Staatssekretär Elbridge Colby vertreten lassen, wie ein Pentagon-Mitarbeiter am Donnerstag sagte. Ein Grund für Hegseths Fernbleiben wurde nicht genannt.

Textgröße ändern: