Pallade Veneta - Netanjahu verurteilt Gewalt durch "Handvoll Extremisten" im Westjordanland

Netanjahu verurteilt Gewalt durch "Handvoll Extremisten" im Westjordanland


Netanjahu verurteilt Gewalt durch "Handvoll Extremisten" im Westjordanland
Netanjahu verurteilt Gewalt durch "Handvoll Extremisten" im Westjordanland / Foto: Menahem KAHANA - AFP

Angesichts der vermehrten Angriffe auf palästinensische Dörfer im Westjordanland hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu die Gewalt extremistischer jüdischer Siedler angeprangert. Er verurteile "aufs Schärfste" die "gewalttätigen Ausschreitungen und den Versuch einer kleinen extremistischen Gruppe, das Gesetz in die eigene Hand zu nehmen", erklärte Netanjahu am Montag in einer Mitteilung seines Büros.

Textgröße ändern:

Diese Extremisten repräsentierten "nicht die Siedler in Judäa und Samaria", sagte Netanjahu unter Verwendung des biblischen Begriffs für das Westjordanland. Netanjahu äußerte sich nach einem erneuten Angriff auf ein palästinensisches Dorf am Montagabend.

Nach Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften bei der Räumung eines illegalen Siedler-Außenpostens im besetzten Westjordanland waren Häuser und Fahrzeuge in dem Dorf in Brand gesteckt und verwüstet worden. Netanjahu forderte die israelischen Strafverfolgungsbehörden daraufhin auf, "gegen die Randalierer mit aller Härte des Gesetzes vorzugehen".

Weiter erklärte er, er werde sich "persönlich mit dieser Angelegenheit befassen und so bald wie möglich die zuständigen Minister einberufen". Die israelische Armee und die Sicherheitskräfte würden weiterhin entschieden vorgehen, um die Ordnung aufrechtzuerhalten.

Am Montagmorgen waren hunderte israelische Sicherheitskräfte bei dem Abriss des Außenpostens Zur Misgavi südlich von Jerusalem eingesetzt worden, wo sie auf den Widerstand gewaltbereiter Siedler stießen. Bei den Zusammenstößen mit den Extremisten setzten sie Tränengas und Blendgranaten ein.

Demonstranten kletterten auf einen Bagger und stellten sich auf eines der Gebäude, das von einem Bulldozer gerammt wurde. Mindestens zehn der von den Siedlern errichteten Häuser wurden abgerissen.

Wenige Stunden später teilte die israelische Armee mit, dass sie gemeinsam mit der Polizei in das nahe gelegene palästinensische Dorf Jab'a entsandt worden sei. Zuvor waren demnach Berichte über "Dutzende israelische Zivilisten" eingegangen, die in der Gegend Häuser und Fahrzeuge angezündet hätten.

Der israelische Oppositionschef Jair Lapid brandmarkte die erneuten Ausschreitungen der radikalen Siedler-Jugendorganisation Hilltop Youth als "eine weitere Eskalationsstufe der Gewalt".

Die israelische Armee verurteilte die Siedlergewalt ebenfalls. Diese gewalttätigen Vorfälle lenkten die Aufmerksamkeit der Kommandeure und Soldaten "von ihrer Hauptaufgabe" ab, die in der "Verteidigung und Terrorismusbekämpfung" bestehe, hieß es in einer Erklärung. Weiter hieß es, der Vorfall dauere noch an. Die Sicherheitskräfte führten vor Ort Durchsuchungen nach den Beteiligten aus.

In den vergangenen Wochen hatten sich wiederholt gewalttätige Angriffe im Westjordanland ereignet, die israelischen Siedlern zugeschrieben wurden. Ein mutmaßlich von radikalen Siedlern verübter Brandanschlag auf eine Moschee im Westjordanland am Donnerstag war international scharf verurteilt worden.

Seit dem Überfall der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem dadurch ausgelösten Krieg im Gazastreifen ist auch die Gewalt im Westjordanland eskaliert. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Ramallah wurden seitdem mindestens 1003 Palästinenser im Westjordanland getötet, dazu werden demnach auch bewaffnete Angreifer gezählt. Im gleichen Zeitraum wurden nach israelischen Angaben mindestens 43 Israelis bei palästinensischen Anschlägen getötet.

E.Magrini--PV

Empfohlen

UN-Generaldebatte: Venezuelas Übergangspräsidentin dankt Trump und verspricht Wahlen

Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez hat vor den Vereinten Nationen US-Präsident Donald Trump für die Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen zwischen ihren Ländern gedankt. In ihrer Rede vor der UN-Generalversammlung am Mittwoch in New York dankte sie der Trump-Regierung "für ihre Bereitschaft, den Weg diplomatischer Beziehungen und der Zusammenarbeit mit Venezuela wieder aufzunehmen". Zudem kündigte sie Wahlen in Venezuela an.

Chinas Präsident Xi persönlich von Trump zu Staatsbesuch empfangen

Chinas Staatschef Xi Jinping ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in den USA eingetroffen. Bei seiner Ankunft auf dem Militärflughafen Joint Base Andrews südöstlich von Washington wurde er am Mittwoch von US-Präsident Donald Trump persönlich empfangen, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP feststellten. Trump schüttelte zur Begrüßung Xis Hand.

Chinas Präsident Xi zu Staatsbesuch in den USA eingetroffen

Chinas Staatschef Xi Jinping ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in den USA eingetroffen. Xis Flugzeug landete am Mittwoch gegen 23.40 Uhr MESZ auf dem Militärflughafen Joint Base Andrews südöstlich von Washington, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP feststellte. US-Präsident Donald Trump wartete am Flughafen, um Xi als Zeichen der besonderen Ehrerbietung persönlich zu empfangen. Dass der US-Präsident einen ausländischen Staats- oder Regierungschef persönlich am Flughafen empfängt, ist äußerst selten.

USA laden Putin zum G20-Gipfel ein - Russland lehnt Kampfpause in der Ukraine ab

Die USA haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum G20-Gipfel in Miami im Dezember eingeladen. "Wir hoffen, dass er die Einladung annimmt", sagte US-Außenminister Marco Rubio am Mittwoch am Rande der UN-Generaldebatte in New York. Der russische Außenminister Sergej Lawrow wies nach einem Treffen mit Rubio indes Forderungen nach einer Kampfpause gegen die Ukraine zurück.

Textgröße ändern: