Pallade Veneta - Boliviens Präsident Paz löst Justizministerium auf

Boliviens Präsident Paz löst Justizministerium auf


Boliviens Präsident Paz löst Justizministerium auf
Boliviens Präsident Paz löst Justizministerium auf / Foto: Aizar RALDES - AFP

Boliviens neuer Präsident Rodrigo Paz hat das Justizministerium seines Landes aufgelöst. In einer Presserklärung berief sich der Christdemokrat am Donnerstag (Ortszeit) auf sein Wahlversprechen, das Ressort abzuschaffen. Paz begründete den Schritt damit, dass die 20 Jahre lang regierenden linksgerichteten Vorgänger-Regierungen das Justizministerium angeblich zur Verfolgung der Opposition benutzt hätten.

Textgröße ändern:

Die Ankündigung erfolgte wenige Stunden, nachdem Paz seinen erst vor zwei Wochen vereidigten Justizminister Freddy Vidovic gefeuert hatte. Am Tag zuvor war ans Licht gekommen, dass Vidovic 2015 wegen Bestechung und Beihilfe zur Flucht eines Geschäftsmannes zu drei Jahren Haft verurteilt worden war.

Vidovic hatte die Haftstrafe bei seiner Vereidigung verschwiegen. Ob er sie verbüßt hat, verlautete zunächst nicht. Bei einer strafrechtlichen Verurteilung darf er jedoch kein öffentliches Amt ausüben.

Vidovic sollte am Donnerstag eigentlich per Dekret durch Jorge Franz García als Justizminister ersetzt werden, doch dann löste Paz das Ministerium gleich ganz auf. "Heute halte ich mein Wort", hieß es in seiner Mitteilung. "Schluss mit dem Ministerium der Verfolgung, Schluss mit dem Ministerium der Ungerechtigkeit", erklärte der 58-Jährige, der sein Amt Anfang November angetreten hatte.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

Auswärtiges Amt nennt Einbestellung deutschen Botschafters in Moskau "haltlose Maßnahme"

Die Bundesregierung hat die Einbestellung des deutschen Botschafters in Moskau durch das russische Außenministerium als "haltlose Maßnahme" kritisiert. Die Sprecherin des Auswärtigen Amts, Kathrin Deschauer, nannte am Montag die von Moskau erhobenen Vorwürfe "unbegründet". Das Außenministerium in Moskau hatte die Einbestellung von Botschafter Alexander Graf Lambsdorff mit der angeblichen Unterstützung einer tschetschenischen "Terrororganisation" durch den CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter begründet.

Prozess wegen Anschlagsplänen in Berlin - 23-jähriger Syrer legt Geständnis ab

Wegen der Planung eines islamistischen Anschlags in Berlin muss sich seit Montag ein 23-jähriger Syrer vor dem Landgericht der Hauptstadt verantworten. Der Angeklagte habe sich zu Beginn des Prozesses eingelassen und ein umfassendes Geständnis abgelegt, sagte eine Gerichtssprecherin. Er habe für seine Taten um Entschuldigung gebeten und von "Glück" gesprochen, dass er vor der Umsetzung seiner Pläne festgenommen wurde.

Nach Schüssen bei Korrespondenten-Dinner mit Trump: Angreifer soll formell beschuldigt werden

Nach dem Schusswaffenvorfall während des Korrespondenten-Dinners mit US-Präsident Donald Trump soll der mutmaßliche Angreifer am Montag einem Bundesgericht vorgeführt werden. Er erwarte, dass der 31-Jährige formell beschuldigt werde, sagte US-Justizminister Todd Blanche dem Fernsehsender CBS. Der Mann kooperiere nicht mit den Ermittlern, fügte er an. Der Schütze war noch vor Ort von Sicherheitsbeamten überwältigt und festgenommen worden. Trump und alle anderen Gäste des Dinners blieben unverletzt.

Urteil: Kontrolle an deutscher Grenze zu Luxemburg rechtswidrig

Eine Identitätskontrolle an der deutsch-luxemburgischen Grenze im Juni 2025 ist laut einem Urteil rechtswidrig gewesen. Die Verlängerung der Grenzkontrollen in diesem Zeitraum verstieß gegen EU-Recht, wie das Verwaltungsgericht im rheinland-pfälzischen Koblenz am Montag mitteilte. Die Bundespolizei könne zwar die Identität eines Menschen feststellen - das gilt aber nur, wenn die Binnengrenzkontrollen innerhalb der EU rechtskonform wiedereingeführt oder verlängert wurden. (Az.: 3 K 650/25.KO).

Textgröße ändern: