Pallade Veneta - Honduras: Trump ruft zu Wahl von rechtsgerichtetem Präsidentschaftskandidaten auf

Honduras: Trump ruft zu Wahl von rechtsgerichtetem Präsidentschaftskandidaten auf


Honduras: Trump ruft zu Wahl von rechtsgerichtetem Präsidentschaftskandidaten auf
Honduras: Trump ruft zu Wahl von rechtsgerichtetem Präsidentschaftskandidaten auf / Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS, Orlando SIERRA - AFP/Archiv

US-Präsident Donald Trump hat sich in die am Sonntag stattfindende Präsidentschaftswahl in Honduras eingemischt und die Bürger des zentralamerikanischen Landes aufgerufen, für den rechtsgerichteten Kandidaten Nasry Asfura zu stimmen. Asfura sei "der einzig echte Freund der Freiheit in Honduras", erklärte Trump am Mittwoch (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social. Er könne mit Asfura zusammenarbeiten, "um die Narko-Kommunisten zu bekämpfen und die nötige Hilfe zu den Menschen in Honduras zu bringen".

Textgröße ändern:

Mit Asfuras Kontrahentin, der linksgerichteten Rixi Moncada, und den "Kommunisten", könne er hingegen nicht zusammenarbeiten, erklärte Trump. Der dritte Präsidentschaftskandidat, der rechtsgerichtete Salvador Nasralla, sei "kein vertrauenswürdiger Verbündeter für die Freiheit". Er tue nur so, als sei er ein "Antikommunist", um Asfuras Stimmen abzugreifen, schrieb der US-Präsident.

Der 67-jährige Asfura bedankte sich bei Trump für dessen Unterstützung. "Wir stehen fest zu der Verteidigung unserer Demokratie, unserer Freiheit und der Werte, die unser Land groß machen", erklärte der frühere Bürgermeister der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa in Onlinediensten.

Trump warnte zugleich vor der angeblichen Einflussnahme von Venezuelas linksnationalistischem Präsidenten Nicolás Maduro auf die Wahlen in Honduras. "Werden Maduro und seine Narko-Terroristen ein weiteres Land übernehmen, wie schon Kuba, Nicaragua und Venezuela?", schrieb er auf Truth Social.

Seit Monaten ist die Lage zwischen Venezuela und den USA angespannt. Washington wirft Caracas vor, Drogenbanden zu kontrollieren und gezielt gegen die USA einzusetzen und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. In den vergangenen Wochen hatte die US-Regierung mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in die Karibik entsandt - nach eigenen Angaben, um den Drogenhandel zu bekämpfen.

Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an. Dabei wurden nach US-Angaben bislang mehr als 80 Menschen getötet und mehr als 20 Schiffe versenkt. Maduro vermutet dagegen US-Pläne zu seinem Sturz.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Wadephul fordert Beteiligung Chinas an zukünftigem Atom-Abrüstungsabkommen

Angesichts des Auslaufens des "New Start"-Abkommens zwischen den USA und Russland hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) eine Beteiligung Chinas an einem zukünftigen Atomwaffen-Abrüstungsvertrag gefordert. "China muss einbezogen werden", sagte Wadephul bei einer gemeinsaamen Pressekonferenz mit seiner australischen Kollegin Penny Wong während seines Besuchs in Sydney am Donnerstag. Peking müsse im Bereich der Rüstungskontrolle zeigen, "dass es zur Zurückhaltung bereit ist", fügte Wadephul hinzu.

Oberstes US-Gericht erlaubt Kalifornien Neuzuschnitt von Wahlkreisen

Der Oberste Gerichtshof der USA hat dem Bundesstaat Kalifornien erlaubt, für die Zwischenwahlen im November einen neuen Zuschnitt der Wahlkreise anzuwenden. Das von konservativen Richtern dominierte Gericht erlaubte am Mittwoch den Neuzuschnitt, von dem die Demokraten sich fünf zusätzliche Sitze im US-Repräsentantenhaus erhoffen. Das von den Demokraten regierte Kalifornien hatte damit auf eine Neuordnung der Wahlkreise im Bundesstaat Texas durch die Republikaner reagiert.

Letztes Atom-Abrüstungsabkommen zwischen Russland und den USA ausgelaufen

Der letzte Atomwaffen-Abrüstungsvertrag zwischen den USA und Russland, das "New Start"-Abkommen, ist am Donnerstag ausgelaufen. Das Ende des Abkommens sei "ein schwerwiegender Moment für den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit", erklärte UN-Generalsekretär António Guterres. Er rief Moskau und Washington auf, sich "unverzüglich" auf einen "Nachfolgevertrag" zu einigen.

JU-Chef Winkel sieht Einsparpotenzial von "Dutzenden Milliarden" im Sozialetat

Der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, sieht deutliches Einsparpotenzial im Sozialetat. Der Sozialstaat müsse "effizienter gemacht werden", sagte der JU-Chef der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstagsausgabe). Allein mit der Wiedereinführung des sogenannten Nachhaltigkeitsfaktors zur Dämpfung von Rentenerhöhungen "und klaren Prioritäten" ließen sich "Dutzende Milliarden im Jahr sparen für Sozialleistungen, die teilweise keiner braucht und die die Leute teilweise gar nicht wollen."

Textgröße ändern: