Pallade Veneta - Rutte blickt "zuversichtlich" auf US-Bemühungen um Ukraine-Abkommen

Rutte blickt "zuversichtlich" auf US-Bemühungen um Ukraine-Abkommen


Rutte blickt "zuversichtlich" auf US-Bemühungen um Ukraine-Abkommen
Rutte blickt "zuversichtlich" auf US-Bemühungen um Ukraine-Abkommen / Foto: Pau Barrena - AFP/Archiv

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat sich optimistisch über die Bemühungen der USA geäußert, den Ukraine-Krieg zu beenden. "Ich bin zuversichtlich, dass diese anhaltenden Bemühungen letztlich den Frieden in Europa wiederherstellen werden", sagte Rutte am Dienstag in Brüssel. Am Mittwoch empfängt der Generalsekretär die Nato-Außenminister zu Gesprächen über die Ukraine und die Verteidigungsfähigkeit der Allianz.

Textgröße ändern:

Die USA hatten kürzlich einen Plan zur Beendigung des Ukraine-Kriegs vorgelegt, der Moskau in zentralen Forderungen weit entgegengekommen war. Der Plan wurde auf Druck der Ukraine und ihrer europäischen Verbündeten abgemildert und durch einen Vorschlag ersetzt, der die Interessen Kiews stärker berücksichtigt. Nach Gesprächen zwischen Vertretern der USA und der Ukraine in Florida stand am Dienstag ein Treffen des US-Sondergesandten Steve Witkoff mit Kreml-Chef Wladimir Putin in Moskau auf dem Programm.

Dieses Treffen werde zeigen, "ob die Russen auch bereit sind", sich auf Friedensverhandlungen einzulassen, sagte Rutte. Die Ukrainer hätten gezeigt, dass sie den Krieg beenden wollten und "sie schätzen die amerikanischen Friedensbemühungen sehr", fügte er hinzu.

Rutte sagte, er teile die Befürchtungen der EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nicht, dass in den Verhandlungen "der gesamte Druck" auf die Ukraine ausgeübt werden könnte. Die USA stimmten sich "ständig mit den Europäern und der Nato ab, um sicherzustellen, dass wir alle auf derselben Seite stehen", sagte er. Er könne "diesen Prozess überhaupt nicht kritisieren", fügte der Nato-Generalsekretär hinzu.

Kallas hatte am Montag angesichts der aktuellen Gespräche um ein Ende des russischen Angriffskriegs ihrer Sorge Ausdruck verliehen, dass die Ukraine "Zugeständnisse machen und Verpflichtungen eingehen" müsse.

Kallas wird ebenso wie der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha zum Nato-Außenminstertreffen am Mittwoch erwartet. US-Außenminister Marco Rubio hat in einem äußerst ungewöhnlichen Schritt seine Teilnahme hingegen abgesagt. Rutte sagte, er akzeptiere angesichts von Rubios vielen Verpflichtungen "vollkommen", dass dieser nicht in Brüssel sein werde. "Ich würde da nichts weiter hineininterpretieren", sagte der Nato-Generalsekretär.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Oberstes US-Gericht berät über Staatsbürgerschaft per Geburt - Trump im Publikum

Am Obersten Gerichtshof der USA hat am Mittwoch eine Anhörung zum Geburtsrecht auf Staatsbürgerschaft begonnen. Dabei geht es um den Plan von Präsident Donald Trump, das in der Verfassung verankerte Recht auf die US-Staatsbürgerschaft unter anderem für die Kinder von Menschen ohne gültigem Aufenthaltsstatus abzuschaffen. Trump nahm an der Verhandlung des Supreme Court persönlich teil, laut US-Medien als erster amtierender Präsident. Vor dem Gericht demonstrierten dutzende Menschen gegen seine Pläne.

Mindestens 40 Migranten sterben bei Bootsunglücken in Mittelmeer und Ärmelkanal

Bei Vorfällen mit Booten im Mittelmeer und im Ärmelkanal sind mindestens 40 Migranten ums Leben gekommen. Vor der türkischen Ägäisküste wurden mindestens 19 Menschen aus Afghanistan tot aus dem Wasser geborgen, darunter ein Baby, wie die türkische Küstenwache am Mittwoch mitteilte. Italiens Küstenwache meldete derweil den Fund von 19 toten Migranten auf einem Boot vor der italienischen Insel Lampedusa. Beim Versuch, den Ärmelkanal zu überqueren, starben zwei weitere Menschen.

Nach Ankunft von Öltanker: Russland sichert Kuba weitere Hilfe zu

Nach der Ankunft eines russischen Öltankers in Kuba hat Moskau dem Karibikstaat weitere Unterstützung zugesichert. "Kuba ist unser Freund und engster Partner in der Karibik", sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Mittwoch in Moskau. "Wir haben nicht das Recht, es fallenzulassen, und deshalb wird unsere Hilfe weiter andauern."

Rückkehr von Syrern: Merz sorgt weiter für Unverständnis

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sorgt mit seinen Äußerungen zur Rückkehr von Syrern weiter für Unverständnis. Die Grünen warfen Merz am Mittwoch vor, das Vertrauen in die Politik zu beschädigen, indem er die Realität verkenne, dass viele geflüchtete Syrerinnen und Syrer "in systemrelevanten Berufen" arbeiten. Die führenden Wirtschaftsinstitute warnten vor erheblichen Folgen, sollte tatsächlich binnen drei Jahren ein Großteil der Syrer in ihre Heimat zurückkehren.

Textgröße ändern: