Pallade Veneta - Documenta-Chefin Schormann legt Amt nieder

Documenta-Chefin Schormann legt Amt nieder


Documenta-Chefin Schormann legt Amt nieder
Documenta-Chefin Schormann legt Amt nieder / Foto: Anton Roland LAUB - AFP/Archiv

Die Generaldirektorin der Documenta, Sabine Schormann, legt ihr Amt nieder. Der Aufsichtsrat, die Gesellschafter und Schormann selbst verständigten sich darauf, ihren Geschäftsführerdienstvertrag kurzfristig aufzulösen, hieß es in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung. Schormann war wegen der Antisemitismus-Vorwürfe um die Kasseler Kunstausstellung in die Kritik geraten, für ihre Nachfolge wird zunächst eine Interimslösung angestrebt.

Textgröße ändern:

Der Aufsichtsrat äußerte seine "tiefe Betroffenheit" darüber, dass am Eröffnungswochenende der documenta fifteen "eindeutig antisemitische Motive" zu sehen gewesen seien. Die Präsentation des Banners "People's Justice" des Künstlerkollektivs Taring Padi sei in "seiner antisemitischen Bildsprache" eine "klare Grenzüberschreitung" gewesen. "Der Documenta wurde damit ein erheblicher Schaden zugefügt." Es sei essenziell, diesen Vorfall zeitnah aufzuklären und Schlussfolgerungen zu ziehen.

Der Aufsichtsrat empfahl der Gesellschafterversammlung zudem, die Organisation der Documenta sowie des Museums Fridericianum zu überprüfen. Eine solche Überprüfung solle sich sowohl auf "die Strukturen inklusive Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten als auch die Abläufe" erstrecken.

Das Werk des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi war zunächst abgedeckt und dann entfernt worden. Die Aufstellung auf der Documenta hatte aber für breite Empörung gesorgt, deshalb waren die Rufe nach Konsequenzen immer lauter geworden.

A.Fallone--PV

Empfohlen

Israel wird Partner des Pazifischen Inselforums

Israel ist neuer Partner des Pazifischen Inselforums (PIF). Die Zusammenarbeit mit der 18 Mitglieder zählenden ozeanischen Regionalorganisation werde sich insbesondere auf Wasserwirtschaft, Meerwasserentsalzung, Landwirtschaft und die Anpassung an den Klimawandel konzentrieren, teilte das israelische Außenministerium am Mittwoch mit. Israel erhält demnach den Status eines sektoralen Partners des Forums.

Berichte: Deutscher in Russland wegen "Söldnertums" für Ukraine festgenommen

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat laut Medienberichten einen Deutschen wegen des Vorwurfs des "Söldnertums" für die Ukraine festgenommen. Der FSB habe "einen deutschen Staatsbürger festgenommen, der aktives Mitglied der ukrainischen Streitkräfte ist", hieß es in einer von mehreren russischen Nachrichtenagenturen am Mittwoch verbreiteten Erklärung des FSB. Demnach soll sich der Mann, dessen Name zunächst nicht bekanntgegeben wurde, für drei Jahre den ukrainischen Streitkräften verpflichtet haben.

Formulierungspanne lässt Tabaksteuer auf dem Papier vorzeitig steigen

Aufgrund einer Formulierungspanne im Gesetzestext ist die Tabaksteuer zumindest auf dem Papier schon vorzeitig massiv angestiegen. "Es ist ein technischer Fehler in Bezug auf das Datum des Inkrafttretens in den Unterlagen passiert", erklärte dazu am Mittwoch auf AFP-Anfrage ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums. Eine Berichtigung sei bereits angestoßen worden.

Bericht: Bundeswehr sieht sich durch russische Sabotage direkt bedroht

Die Bundeswehr sieht sich laut einem Medienbericht direkt bedroht durch mögliche russische Sabotageakte. In einem internen Papier, aus dem am Mittwoch die "Süddeutsche Zeitung" zitierte, werde diese Gefahr erstmals als "erheblich" eingestuft, heiße es in dem Text, der demnach auch dem WDR vorliegt. Dies ist die zweithöchste Gefahren-Kategorie der Streitkräfte.

Textgröße ändern: