Pallade Veneta - Ruanda und DR Kongo vereinbaren Aussöhnung - Kämpfe halten an

Ruanda und DR Kongo vereinbaren Aussöhnung - Kämpfe halten an


Ruanda und DR Kongo vereinbaren Aussöhnung - Kämpfe halten an
Ruanda und DR Kongo vereinbaren Aussöhnung - Kämpfe halten an / Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS - AFP

Neuer Anlauf zur Aussöhnung: Gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump haben Ruanda und die Demokratische Republik (DR) Kongo ein "Friedensabkommen" unterzeichnet. Damit werde der Weg für einen "dauerhaften Frieden" geebnet, verkündete Trump am Donnerstag bei der Zeremonie in Washington. Deutlich zurückhaltender äußerten sich der Staatschef von Ruanda, Paul Kagame, sowie der Präsident der Demokratischen Republik Kongo, Félix Tshisekedi. Denn die Kämpfe halten an.

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Trump sprach von einem "Wunder". Die Menschen beider Länder hätten "viel Zeit damit verbracht, sich gegenseitig zu töten, und jetzt werden sie viel Zeit damit verbringen, sich zu umarmen und Händchen zu halten". Zudem würden sie "die Vereinigten Staaten von Amerika wirtschaftlich auszunutzen, wie es jedes andere Land tut", fügte der US-Präsident unter dem Gelächter des Publikums hinzu.

Ruandas Staatschef Kagame warnte angesichts der brüchigen Waffenruhe vor "Höhen und Tiefen" bei der Umsetzung der sogenannten Verträge von Washington. Tshisekedi nannte den Weg zur Aussöhnung "herausfordernd" und "eher schwierig".

Noch kurz vor der Zeremonie hatten sich beide Länder vorgeworfen, die Spannungen anzuheizen. Die beiden Länder hatten bereits Ende Juni nach Vermittlung der USA, Katars und der Afrikanischen Union eine Waffenruhe in Washington vereinbart. Die Kämpfe halten aber an, wie AFP-Reporter vor Ort berichten.

Zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda schwellt seit Jahrzehnten ein blutiger Konflikt um den an Bodenschätzen reichen Osten der DR Kongo. Anfang des Jahres war dort die Miliz M23 eingefallen, wodurch sich die Lage nochmals verschärft hatte. Ruanda bestreitet, die M23 zu unterstützen. Experten der Vereinten Nationen gehen jedoch davon aus, dass die ruandische Armee eine "entscheidende" Rolle in der Offensive der Miliz gespielt habe.

Trump hatte unter anderem wegen seiner Vermittlung zwischen den beiden zentralafrikanischen Ländern den Friedensnobelpreis gefordert. Bei der Vergabe im Oktober in Oslo ging er jedoch leer aus.

Dafür könnte Trump am Freitag am Rande der Fifa-WM-Gruppenauslosung in Washington einen neuen "Friedenspreis" des Weltfußballverbands erhalten. Fifa-Chef Gianni Infantino hatte Trump als würdigen Kandidaten bezeichnet. Infantino nahm nun auch an der Unterzeichnung mit Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo teil. Trump lobte ihn als "großartigen Anführer im Sport und großartigen Gentleman". Die Fußball-WM 2026 läuft vom 11. Juni bis zum 19. Juli und wird gemeinsam von den USA, Mexiko und Kanada ausgerichtet

D.Bruno--PV

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