Pallade Veneta - "Washington Post": Pentagon will Europa-Kommando herabstufen

"Washington Post": Pentagon will Europa-Kommando herabstufen


"Washington Post": Pentagon will Europa-Kommando herabstufen
"Washington Post": Pentagon will Europa-Kommando herabstufen / Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS - AFP

Die USA stehen laut "Washington Post" vor einer umfassenden Neuordnung ihrer Verteidigungspolitik. Unter anderem solle das Europa-Kommando (Eucom) in Stuttgart herabgestuft und einem neuen "Internationalen Kommando" unterstellt werden, berichtete das Blatt am Dienstag unter Berufung auf Insider. Zudem solle auf Anordnung von Verteidigungsminister Pete Hegseth die Zahl der Vier-Sterne-Generäle deutlich reduziert werden.

Textgröße ändern:

Laut "Washington Post" will US-Generalstabschef Dan Caine in den kommenden Tagen an Hegseth berichten. Der Zeitung zufolge laufen die Pläne auf die größte Neuordnung an der US-Militärspitze seit Jahrzehnten hinaus.

Ziel ist es demnach, die internationale US-Kommandostruktur zu vereinheitlichen und zu verschlanken. So sollen das Europa-Kommando sowie das Afrika-Kommando (Africom) - beide mit Hauptquartieren in Stuttgart - wie auch das Zentralkommando (Centcom) in Tampa im US-Bundesstaat Florida künftig einem "Internationalen Kommando" unterstellt werden. Centcom ist für den Nahen Osten sowie Teile Asiens und Nordafrikas zuständig.

Zudem soll dem Bericht zufolge die Zahl der Generäle und Admiräle verringert werden, die direkt an Hegseth berichten. Der Pentagonchef, der sich inzwischen "Kriegsminister" nennt, hatte bereits im Mai eine Reduzierung um mindestens 20 Prozent angekündigt. Hegseth sowie US-Präsident Donald Trump als Oberbefehlshaber müssen der Neuordnung zustimmen.

Ein Pentagonsprecher kommentierte den Bericht auf Anfrage nicht. Was das Vorhaben für Deutschland und die Nato bedeuten würde, ist bisher unklar. Eine Anfang Dezember vorgestellte neue Sicherheitsstrategie stellt allerdings die gesamte US-Politik unter Trumps Motto "Amerika zuerst" (America first).

In der Nato wird bereits länger erwartet, dass die USA die Zahl ihrer Soldaten in Europa reduzieren, um sich stärker auf den Indopazifik und die Rivalität mit China zu konzentrieren. Der US-Senat dürfte in den kommenden Tagen ein Verteidigungsgesetz (NDAA) beschließen, das den Truppenabzug in Europa begrenzen würde. Der Entwurf sieht vor, dass die Trump-Regierung die Zahl der Kräfte in Europa nicht längerfristig unter 76.000 senken kann. Das Repräsentantenhaus hatte den Plänen bereits vergangene Woche zugestimmt.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

Urkunde bei UNO hinterlegt: Deutschland tritt UN-Hochseeschutzabkommen bei

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat eine Ratifizierungsurkunde für den Beitritt Deutschlands zum UN-Hochseeschutzabkommen bei den Vereinten Nationen hinterlegt und damit den deutschen Beitritt besiegelt. Schneider bezeichnete das Abkommen nach Angaben seines Ministeriums vom Dienstag als "den größten internationalen umweltpolitischen Erfolg der letzten Jahre". Die Hinterlegung der Urkunde erfolgte am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung, zu der Schneider nach New York gereist war.

Grüne fordern von Linkspartei "Klarheit" bei Antisemitismus und Rauswurf Kocaks

In der Debatte um Clan-Kontakte und Antisemitismus-Vorwürfe bei der Berliner Linken haben die Grünen die Linkspartei im Bund zu harten Konsequenzen aufgefordert. "Es braucht hier rote Linien, gerade beim Kampf gegen Antisemitismus", sagte Grünen-Parlamentsgeschäftsführerin Irene Mihalic am Mittwoch in Berlin. Wie zuvor schon Grünen-Fraktionschefin Katherina Dröge forderte sie von der Linken-Bundestagsfraktion den Ausschluss des Abgeordneten Ferat Kocak wegen dessen Kontakten ins Berliner Clan-Milieu.

Thüringer SPD-Chef Maier gibt Amt auf - Kritik an Bundespartei

Der Thüringer Innenminister Georg Maier hat seinen Rückzug als SPD-Landeschef angekündigt und gleichzeitig die Bundespartei kritisiert. Der 59-Jährige sagte dem Magazin "Stern" nach Angaben vom Mittwoch, er wolle die Mehrfachbelastung durch Partei, Regierung und Familie "etwas reduzieren". Landesinnenminister will der seit 2020 amtierende Thüringer SPD-Chef aber bleiben. "Das ist ausdrücklich kein Rückzug aus der Politik", sagte er. Als seine Nachfolgerin an der SPD-Spitze schlage er Sozialministerin Katharina Schenk vor.

Landtagswahlumfrage für Nordrhein-Westfalen: CDU weiter vorn - AfD legt zu

Sieben Monate vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen liegt die regierende CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst trotz Verlusten laut einer Umfrage weiter vor allen anderen Parteien. In der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Instituts Forsa für den "Kölner Stadt-Anzeiger" kommen die Christdemokraten auf 29 Prozent. Im Vergleich zu einer vorangegangenen Forsa-Befragung vom April verlieren sie damit drei Prozentpunkte.

Textgröße ändern: