Pallade Veneta - "Vanity Fair": Stabschefin teilt gegen Trump aus - Wiles spricht von "Hetzstück"

"Vanity Fair": Stabschefin teilt gegen Trump aus - Wiles spricht von "Hetzstück"


"Vanity Fair": Stabschefin teilt gegen Trump aus - Wiles spricht von "Hetzstück"
"Vanity Fair": Stabschefin teilt gegen Trump aus - Wiles spricht von "Hetzstück" / Foto: TOM BRENNER - AFP

Ungeschönte Äußerungen der Stabschefin im Weißen Haus, Susie Wiles, haben in Washington Wellen geschlagen. Präsident Donald Trump habe "die Persönlichkeit eines Alkoholikers", zitierte die Zeitschrift "Vanity Fair" die 68-Jährige am Dienstag. Auch gegen andere Regierungsmitglieder teilte sie demnach aus. Wiles sprach von einem "Hetzstück", bestritt die Richtigkeit der Zitate allerdings nicht.

Textgröße ändern:

Der Artikel basiert auf elf Gesprächen, die der Autor Chris Whipple mit Wiles führte. In einem dieser Interviews verglich Wiles Trump demnach mit ihrem Vater, dem bekannten Football-Spieler und Sportmoderator Pat Summerall, der bis zu seinem Tod 2013 Alkoholiker war. Wiles sagte demnach, Alkohol verstärke die Persönlichkeitszüge von Trinkern. Obwohl Trump nach eigenen Angaben nicht trinkt, habe er "die Persönlichkeit eines Alkoholikers", wird die Stabschefin weiter zitiert. Denn er handele nach der Maxime, "dass es nichts gibt, was er nicht kann. Nichts, nullkomma nichts."

Auch in anderen Bereichen geht Wiles demnach mit Trump hart ins Gericht. Über seine als erratisch kritisierte Zollpolitik sagt sie, diese sei durch "lautes Nachdenken" entstanden.

Auch gegen andere Regierungsmitglieder teilte Wiles laut "Vanity Fair" aus. Über Vizepräsident JD Vance sagte sie demnach, dieser sei "seit einem Jahrzehnt ein Verschwörungstheoretiker" und sein Wandel vom früheren Trump-Kritiker zum engsten Vertrauten sei "politisch" motiviert. Zudem warf sie Justizministerin Pam Bondi vor, im Streit um die Veröffentlichung der Akten von Sexualstraftäter Jeffrey Epstein "komplett danebengehauen" zu haben. Den früheren Trump-Berater Elon Musk nennt sie "einen bekennenden Ketamin"-Konsumenten und einen "seltsamen Vogel".

Im Onlinedienst X wehrte sich Wiles gegen die Darstellung. Der Artikel sei "ein unredlich präsentiertes Hetzstück" gegen sie selbst und den "feinsten Präsidenten (...) der Geschichte", schrieb sie. Sie warf "Vanity Fair" vor, die Zitate aus dem Kontext gerissen zu haben, um eine "chaotische und negative Erzählung über den Präsidenten und unser Team zu verfassen".

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

US-Armee meldet Angriffe auf mehr als 80 iranische Ziele

Die US-Armee hat bei ihren neuen Angriffen auf den Iran nach eigenen Angaben mehr als 80 Ziele ins Visier genommen. Unter anderem seien in der Nacht zum Mittwoch iranische Luftverteidigungssysteme angegriffen worden, erklärte das für die Region zuständige Regionalkommando Centcom. Auch Kommando-Stützpunkte und Radaranlagen sowie dutzende Boote der iranischen Revolutionsgarden seien angegriffen worden.

IWF stellt Weltwirtschaftsausblick vor

Der Internationale Währungsfonds (IWF) stellt am Mittwoch in Washington (9.00 Uhr Ortszeit, 15.00 Uhr MESZ) seinen aktuellen Bericht zu den Perspektiven der Weltwirtschaft in diesem und im kommenden Jahr vor. Im April hatte der IWF für Deutschland nur noch ein Wachstum von 0,8 Prozent im laufenden Jahr vorhergesagt, das war eine deutliche Korrektur nach unten.

Bundestag berät über digitale Ermittlungsbefugnisse für Polizei

Der Bundestag befasst sich am Mittwoch in erster Lesung mit der Ausweitung digitaler Ermittlungsbefugnisse der deutschen Polizeibehörden (18.40 Uhr). Im Kampf gegen Terrorismus und Schwerkriminalität sollen sie technologisch aufgerüstet werden. Ein Gesetzespaket aus dem Bundesinnenministerium sieht unter anderem vor, dass die Behörden Daten künftig automatisiert und mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) analysieren können. Dabei werden die digitalen Ermittlungsbefugnisse erstmals auch auf eine gesetzliche Grundlage gestellt.

Nato-Gipfel in Ankara geht nach Trump-Kritik weiter

In Ankara setzen die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten am Mittwoch ihr Gipfeltreffen fort. Auf der Tagesordnung stehen die weitere Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland sowie die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit des Bündnisses. Überschattet wird das Treffen von der erneuten Kritik des US-Präsidenten Donald Trump an den Verbündeten.

Textgröße ändern: