Pallade Veneta - Ukraine und USA loben "produktive und konstruktive" Treffen in Miamibr.de

Ukraine und USA loben "produktive und konstruktive" Treffen in Miamibr.de


Ukraine und USA loben "produktive und konstruktive" Treffen in Miamibr.de
Ukraine und USA loben "produktive und konstruktive" Treffen in Miamibr.de / Foto: Mandel NGAN, ANDREW CABALLERO-REYNOLDS - AFP/Archiv

Die USA und die Ukraine haben ihre Gespräche in Miami über ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine als "produktiv und konstruktiv" gelobt. Eine entsprechende Erklärung zu den Beratungen im US-Bundesstaat Florida veröffentlichten die Delegationen Kiews und Washingtons jeweils am Sonntag. Auch das ebenfalls in Miami vertretene Russland nannte seine Treffen mit der US-Seite "konstruktiv".

Textgröße ändern:

"In den vergangenen drei Tagen in Florida hat die ukrainische Delegation eine Reihe produktiver und konstruktiver Treffen mit ihren amerikanischen und europäischen Partnern abgehalten", heißt es in der Erklärung, die von dem ukrainischen Chefunterhändler Rustem Umerow und dem Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, im Onlinedienst X geteilt wurde.

Demnach waren die bilateralen Treffen zwischen den USA und der Ukraine vor allem darauf ausgerichtet, Positionen zu entwickeln und abzustimmen zu "vier zentralen Dokumenten" - einem "20-Punkte-Plan", einem "multilateralen Rahmen für Sicherheitsgarantien", einem "US-Rahmen für Sicherheitsgarantien für die Ukraine" sowie einem "Plan für Wirtschaft und Wohlstand".

"Besondere Aufmerksamkeit galt der Erörterung von Zeitplänen und der Reihenfolge der nächsten Schritte", hieß es - weitere Treffen wurden jedoch nicht angekündigt.

Vertreter von europäischen Verbündeten Kiews hätten ebenfalls an den Gesprächen teilgenommen, "um einen gemeinsamen strategischen Ansatz zwischen der Ukraine, den Vereinigten Staaten und Europa abzustimmen", hieß es weiter.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte dem russischen Staatsfernsehen, der russische Gesandte Kirill Dmitrijew sei in Miami, um "Informationen zu erhalten, was von den Amerikanern und Europäern" an dem von den USA im November vorgelegten Plan geändert worden sei.

Dmitrijew, ein ehemaliger Mitarbeiter der US-Bank Goldman Sachs, habe keine neue Nachricht von Russlands Präsident Wladimir Putin im Gepäck, sagte Peskow weiter.

In einem Video des russischen Staatsfernsehens war zu sehen, wie Dmitrijew in einer Autokolonne am Golfclub Shell Bay eintraf, der Witkoff gehört. Dmitrijew traf Witkoff und den Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, am Wochenende mindestens zweimal. "Die Diskussionen laufen konstruktiv", sagte er.

Der ukrainische Unterhändler und Ex-Verteidigungsminister Umerow war am Freitag in Miami eingetroffen. Er führte die Gespräche zusammen mit dem ukrainischen Generalstabschef Andrij Hnatow.

Die Gesandten aus Moskau und aus Kiew sollen getrennt mit Witkoff und Kushner zusammengetroffen sein. Der Kreml hatte Angaben aus Kiew dementiert, wonach es in Miami direkte Gespräche zwischen Unterhändlern der Ukraine und Russlands geben könnte.

Die USA hatten vergangenen Monat einen 28-Punkte-Plan zur Beendigung des russischen Angriffskriegs vorgelegt. Der als sehr Moskau-freundlich geltende Text wurde dann auf Drängen Kiews und seiner europäischen Verbündeten überarbeitet.

Über die aktuell vorliegende Fassung des Plans ist wenig bekannt. Es wird jedoch vermutet, dass die Ukraine weiterhin zu Gebietsabtretungen aufgefordert wird - im Gegenzug für Sicherheitsgarantien durch die USA.

Der Kreml dürfte die Änderungen nicht akzeptieren, die öffentlich bekannten Details hatte ein Berater Putins als "überhaupt nicht konstruktiv" bezeichnet. Ähnlich äußerte sich Peskow am Sonntag im russischen Fernsehen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte am Sonntag, dass über das "Kriegsende, Sicherheitsgarantien und den Wiederaufbau" gesprochen werde. "Jeder Punkt wird eingehend geprüft, und die amerikanische Seite zeigt sich konstruktiv."

Selenskyj bezeichnete die zurückliegende Woche als "historisch" für die Ukraine. Er dankte der EU, die sich bei ihrem Gipfel in Brüssel in der Nacht zum Freitag auf eine weitere Unterstützung der Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro für die nächsten zwei Jahre geeinigt hatte. "Wir haben dafür sehr lange gekämpft", fügte er hinzu.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Ehepaar Clinton will in Epstein-Affäre nun doch vor US-Kongress aussagen

In der Affäre um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein haben sich der frühere US-Präsident Bill Clinton und seine Ehefrau, die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton, nun doch zu einer Aussage vor einem Kongressausschuss bereit erklärt. Das Ehepaar Clinton freue sich darauf, "einen Präzedenzfall zu schaffen, der für alle gilt", erklärte der Sprecher des Ex-Präsidenten am Montag (Ortszeit) im Onlinedienst X. Die "New York Times" berichtete derweil, Namen mutmaßlicher Opfer seien in den kürzlich freigegebenen Akten fahrlässiger Weise nicht geschwärzt worden.

Merz würdigt Rolle von Karnevalisten für den Zusammenhalt

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Rolle von Karnevalsvereinen für den Zusammenhalt in Deutschland gewürdigt. Beim Empfang von Delegationen aus allen 16 Bundesländern im Kanzleramt dankte Merz am Dienstag den Närrinnen und Jecken im ganzen Land für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Sie pflegten damit "ein Stück Kultur unseres Landes" und zeigten, "wie lebendig Traditionsvereine sind und wie ausgelassen wir feiern können", sagte der Kanzler.

Regierung sieht bei AfD-Jugend Kontinuität zu rechtsextremistischer Vorgängerin

Die Bundesregierung sieht bei der neuen AfD-Jugend Generation Deutschland eine starke inhaltliche und personelle Kontinuität zu der als rechtsextremistisch eingestuften Vorgängerorganisation. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Marlene Schönberger hervor. Diese forderte Bund und Länder zum Handeln auf und verwies dabei auch auf ein mögliches AfD-Verbotsverfahren.

Reformen: Kanzleramtschef Frei dämpft Erwartungen - Rente hat aber Priorität

Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) hat vor überzogenen Erwartungen an große Reformprojekte in diesem Jahr gewarnt. Die Bundesregierung wolle zwar bis Ende des Jahres "die ersten großen Sozialreformen umgesetzt haben", sagte Frei dem "Tagesspiegel" vom Dienstag. "Klar ist aber auch, dass bis Dezember nicht alles fertig werden kann", fügte er hinzu. Eine Rentenreform soll bis dahin allerdings schon auf den Weg gebracht werden, wie Kanzler Friedrich Merz (CDU) bekräftigte.

Textgröße ändern: