Pallade Veneta - Greta Thunberg bei pro-palästinensischer Demonstration in London festgenommen

Greta Thunberg bei pro-palästinensischer Demonstration in London festgenommen


Greta Thunberg bei pro-palästinensischer Demonstration in London festgenommen
Greta Thunberg bei pro-palästinensischer Demonstration in London festgenommen / Foto: - - Prisoners for Palestine/AFP

Die Londoner Polizei hat die schwedische Aktivistin Greta Thunberg bei einer Demonstration zur Unterstützung pro-palästinensischer Hungerstreikender festgenommen. Dies teilte die Aktivistengruppe Prisoners for Palestine am Dienstag mit. Thunberg hielt ein Schild mit der Aufschrift: "Ich unterstütze die Inhaftierten von Palestine Action. Ich lehne Völkermord ab." Die als terroristisch eingestufte Organisation Palestine Action ist in Großbritannien verboten.

Textgröße ändern:

Die Polizei teilte die Festnahme einer 22-Jährigen mit, die ein entsprechendes Pappschild gehalten habe. Den Namen der als Klimaaktivistin bekannt gewordenen Schwedin nannte sie nicht. Zudem seien zwei weitere Aktivisten festgenommen worden, die mit Hämmern und roter Farbe ein Gebäude im Finanzviertel der britischen Hauptstadt beschädigt hätten, erklärte die Polizei.

Die Gruppe Prisoners for Palestine erklärte, die Aktion habe sich gegen das Versicherungsunternehmen Aspen Insurance gerichtet, weil dieses Dienstleistungen für ein britisches Tochterunternehmen des israelischen Rüstungskonzerns Elbit erbracht habe.

Die britische Regierung hatte Palestine Action im Sommer nach mehreren Sabotageakten verboten. Darunter war eine Farbattacke auf einen Stützpunkt der britischen Luftwaffe, bei der ein Sachschaden von rund sieben Millionen Pfund (umgerechnet rund 8,1 Millionen Euro) entstand. Einige der acht in diesem Zusammenhang festgenommenen Aktivisten befinden sich im Hungerstreik. Thunberg bezeichnete sie in einem am Montag auf Instagram veröffentlichten Video als "politische Gefangene".

Die UNO und Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International hatten das britische Verbot von Palestine Action als Bedrohung für die Meinungsfreiheit kritisiert. Im Zusammenhang mit dem Verbot wurden Aktivisten zufolge bislang 2300 Demonstranten in Großbritannien festgenommen.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Wiedereröffnung des Grenzübergangs Rafah: Zwölf Menschen nach Ägypten eingereist

Am ersten Tag der offiziellen Wiederöffnung des Grenzübergangs Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten haben örtlichen Informationen zufolge jeweils zwölf Menschen die Grenze in beide Richtungen überschritten. "Fünf Verletzte und sieben Begleitpersonen" seien am Montag aus dem Gazastreifen nach Ägypten eingereist, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus informierten Kreisen an der Grenze. Das von der islamistischen Hamas kontrollierte Innenministerium des Gazastreifens bestätigte derweil ebenfalls den Grenzübertritt von zwölf Menschen, die am Montag in den Gazastreifen zurückkehrten.

Ministerin: Monumentales Weltkriegs-Mahnmal in Kiew bei russischem Angriff beschädigt

Bei einem nächtlichen russischen Angriff ist nach ukrainischen Angaben ein monumentales Weltkriegs-Mahnmal beschädigt worden. Kulturministerin Tetjana Bereschna bezeichnete die Beschädigung der "Mutter-Heimat"-Statue am Dienstag in Onlinenetzwerken als "symbolisch und zynisch".

Erneute russische Angriffe auf Kiew: 1100 Wohnhäuser ohne Heizung

Die russischen Streitkräfte haben ukrainischen Angaben zufolge in der Nacht zum Dienstag massive Luftangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sowie Charkiw im Osten des Landes geflogen. Infolge des Beschusses sei in über 1100 Wohnhäuser in Kiew die Heizung ausgefallen, erklärte der ukrainische Wiederaufbauminister Oleksij Kuleba in Onlinediensten. In Kiew und Charkiw wurden Behördenangaben zufolge mindestens fünf Menschen verletzt.

US-Repräsentantenhaus soll am Dienstag über Haushaltsentwurf abstimmen

Das US-Repräsentantenhaus soll am Dienstag über einen Haushaltsentwurf abstimmen, um damit die seit Samstag andauernde Teil-Haushaltssperre zu beenden. Am Montagabend (Ortszeit) stimmte der Geschäftsordnungsausschuss des Repräsentantenhauses für den Entwurf und brachte damit die Abstimmung in der gesamten Unterkammer auf den Weg. Hintergrund des Teil-Shutdowns ist der Streit um die Folgen der tödlichen Schüsse auf US-Bürger durch Bundesbedienstete in Minneapolis.

Textgröße ändern: