Pallade Veneta - Grüne fordern mit Blick auf Ukraine-Gespräche mehr Druck auf Putin

Grüne fordern mit Blick auf Ukraine-Gespräche mehr Druck auf Putin


Grüne fordern mit Blick auf Ukraine-Gespräche mehr Druck auf Putin
Grüne fordern mit Blick auf Ukraine-Gespräche mehr Druck auf Putin / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Die Grünen haben mit Blick auf die Gespräche über ein Ende des Kriegs in der Ukraine mehr internationalen Druck auf Russlands Präsident Wladimir Putin gefordert. "Er ist der Aggressor. Er führt diesen Krieg und fügt den Menschen in der Ukraine unendliches Leid zu", sagte Bundestags-Fraktionschefin Britta Haßelmann am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Es brauche daher jetzt "mehr Druck auf Putin".

Textgröße ändern:

"Die Ukraine ist es, die ein Ende des Krieges will. Sie ist es, die zu Verhandlungen bereit ist, die bereit ist, Verantwortung zu übernehmen", sagte Haßelmann weiter. Dies habe der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zum wiederholten Mal bei seinem aktuellen Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Mar-a-Lago deutlich gemacht. Die Ukraine habe als angegriffener Staat zudem "für sich schmerzliche Angebote gemacht".

Hingegen bombardiere Putin die Ukraine mit unverminderter Härte weiter, warf Haßelmann dem russischen Präsidenten vor. Dieser sei "nicht zu einem Waffenstillstand bereit, geschweige denn zu ernsthaften Friedensverhandlungen". Nur Putin sei es aber, der den von Russland begonnenen Krieg stoppen könne.

Konkret forderte die Grünen-Fraktionschefin weitere Sanktionen gegen Russland sowie ein härteres Vorgehen gegen die sogenannte russische Schattenflotte. "Zögerliche Uneinigkeit", wie sie die EU zuletzt bei den eingefrorenen Vermögenswerten gezeigt habe, müsse hingegen vermieden werden.

"Wir müssen uns immer vergegenwärtigen, es geht Putin nicht nur um die Ukraine", warnte Haßelmann zudem. "Es geht auch um unseren Frieden, unsere Sicherheit und unsere Freiheit in Europa, die es zu schützen gilt." Dafür sei ein "entschlossenes und gemeinsames Handeln Europas" notwendig.

Nach den Gesprächen mit Selenskyj in Mar-a-Lago hatte Trump von "Fortschritten" gesprochen. Allerdings sind offensichtlich weiterhin noch zentrale Fragen ungeklärt. Für Irritationen sorgten zudem lobende Worte des US-Präsidenten über Putin, mit dem Trump vor dem Treffen mit Selenskyj telefoniert hatte.

"Fest steht: Nichts geht ohne die Ukraine und über den Kopf der Ukraine hinweg", sagte dazu Haßelmann. Sie äußerte sich auch zurückhaltend zu der Frage, wie belastbar mögliche Absprachen zwischen Trump und Selenskyj sind. Das "bleibt offen", sagte die Grünen-Fraktionschefin.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

UN-Mission: Zwei Blauhelmsoldaten bei Explosion im Südlibanon getötet

Bei einer Explosion im Südlibanon sind am Montag nach Angaben der UN-Mission Unifil zwei Blauhelmsoldaten getötet worden. Ihr Fahrzeug sei in Bani Hajjan durch eine Detonation, deren Ursache unbekannt sei, zerstört worden, teilte Unifil mit. Zwei weitere Soldaten der UN-Friedenstruppe seien verletzt worden, einer von ihnen schwer. Am Sonntag war ein weiterer Blauhelmsoldat bei der Explosion eines Geschosses im Süden des Libanon getötet worden.

Kommission stellt Empfehlungen vor: Milliarden-Einsparungen für Krankenkassen

Auf die rund 75 Millionen gesetzlich Versicherten in Deutschland kommen Veränderungen zu. Eine von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission hat am Montag in Berlin ihre Reformvorschläge für die gesetzlichen Krankenversicherung vorgestellt. Ziel ist eine Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge, die von den Versicherten und Arbeitgebern gezahlt werden müssen. Die Fachleute präsentierten 66 konkrete Empfehlungen, deren Umsetzung die Gesundheitskosten allein im kommenden Jahr um 42 Milliarden Euro sinken lassen könnten - eine Summe, die deutlich über dem erwarteten Fehlbetrag liegt.

Trump droht mit "Vernichtung" der Ölinsel Charg und aller Kraftwerke im Iran

US-Präsident Donald Trump hat Teheran mit der Zerstörung der iranischen Öl- und Energieinfrastruktur gedroht. Falls die iranische Führung nicht bald einem Abkommen zur Beendigung des Krieges zustimme, würden die USA alle Kraftwerke, Ölfelder und die für den Ölexport wichtige Insel Charg "in die Luft jagen und vollständig vernichten", erklärte Trump am Montag. Zugleich äußerte er aber erneut die Hoffnung auf eine baldige Verhandlungslösung.

US-Botschaft in Venezuela nach sieben Jahren wieder geöffnet

Nach rund siebenjähriger Schließung hat die US-Botschaft in Venezuela ihre Arbeit wiederaufgenommen. Das US-Außenministerium erklärte am Montag in Washington, damit werde ein neues Kapitel der diplomatischen Präsenz in Venezuela aufgeschlagen. Die Wiedereröffnung stärke die Fähigkeit der USA, "direkt mit der Übergangsregierung Venezuelas, der Zivilgesellschaft und dem Privatsektor zusammenzuarbeiten".

Textgröße ändern: