Pallade Veneta - Delcy Rodríguez als venezolanische Interimspräsidentin vereidigt

Delcy Rodríguez als venezolanische Interimspräsidentin vereidigt


Delcy Rodríguez als venezolanische Interimspräsidentin vereidigt
Delcy Rodríguez als venezolanische Interimspräsidentin vereidigt / Foto: Federico PARRA - AFP

Zwei Tage nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA ist dessen bisherige Stellvertreterin Delcy Rodríguez als Übergangspräsidentin des südamerikanischen Landes vereidigt worden. Sie legte am Montag im Parlament in Caracas ihren Amtseid ab. Sie tue dies "im Namen aller Venezolaner", sagte die 56-Jährige. Rodríguez verurteilte erneut die "Entführung" Maduros und seiner Ehefrau Cilia Flores, die von den USA als "Geiseln" festgehalten würden.

Textgröße ändern:

Die USA hatten in der Nacht zum Samstag einen groß angelegten Militärangriff gegen Venezuela ausgeführt und Maduro und dessen Frau gefangen genommen. Dem linksgerichteten langjährigen Staatschef soll in den USA wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden. Bei einem ersten Gerichtstermin am Montag in New York plädierten Maduro und Flores auf nicht schuldig.

Rodríguez war nach Maduros Gefangennahme vom Obersten Gericht Venezuelas für zunächst 90 Tage zur Interimspräsidentin ernannt worden. Die Maduro nahestehende Armee des Landes stellte sich am Sonntag hinter Rodríguez.

Die US-Regierung erklärte sich grundsätzlich zur Zusammenarbeit mit der langjährigen Maduro-Vertrauten bereit, drohte ihr aber zugleich massiv: "Wenn sie nicht das Richtige tut, wird sie einen sehr hohen Preis zahlen müssen, wahrscheinlich einen höheren als Maduro", sagte US-Präsident Donald Trump am Sonntag. Er verlangte von Rodríguez "totalen Zugang", unter anderem zum Erdöl des Landes.

Am späten Sonntagabend zeigte Rodríguez erstmals die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Washington. Nach ihrer ersten Kabinettssitzung drängte sie auf eine "ausgewogene und respektvolle" Beziehung zwischen den USA und Venezuela. "Wir laden die US-Regierung dazu ein, gemeinsam an einem Programm für die Zusammenarbeit zu arbeiten", erklärte Rodríguez.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

UN-Generaldebatte: Israel weist Macron-Äußerungen über Westjordanland als "grotesk" zurück

Israel hat empört auf die Rede von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron vor der UN-Vollversammlung reagiert, in der er die Lage im Westjordanland angeprangert hatte. Die "groteske Absurdität" von Macrons Äußerungen sei "schockierend", teilte das Büro von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu am Dienstag mit. Es bezog sich insbesondere auf Macrons Äußerung, dass die islamistische Palästinenserorganisation Hamas dort "nie" aktiv gewesen sei.

UN-Generaldebatte: Reden von Irans Präsident Peseschkian und Selenskyj erwartet

Bei den Vereinten Nationen in New York wird am Mittwoch die Generaldebatte der Staats- und Regierungschefs fortgesetzt (15.00 Uhr MESZ). Als Redner werden unter anderem der iranische Staatschef Massud Peseschkian erwartet sowie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Den Auftakt macht der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa.

Marokkaner wählen neues Parlament

Nach einem Wahlkampf mit den zentralen Themen Kaufkraft, Arbeit und soziale Ungleichheit wird in Marokko am Mittwoch ein neues Parlament gewählt. Nach der Wahl der 395 Mitglieder des Repräsentantenhauses kann die stärkste Partei den Regierungschef bestimmen, der von König Mohammed VI. ernannt wird. Der Monarch des nordafrikanischen Landes gibt in strategischen Bereichen den Kurs vor.

Trump gibt neue Gespräche zwischen USA und Iran bekannt - Witkoff "zuversichtlich"

Zwischen Zuckerbrot und Peitsche: US-Präsident Donald Trump hat einen neuen Gesprächsanlauf mit dem Iran bekanntgegeben - nachdem er der Islamischen Republik zuvor erneut mit "Vernichtung" gedroht hatte. Trump sprach am Dienstag in New York von einem "sehr produktiven Treffen". In seiner Rede bei der UN-Generaldebatte hatte er gesagt, der Iran habe die Wahl zwischen "Größe" und "Auslöschung". Am Mittwochvormittag (Ortszeit) soll Irans Präsident Massud Peseschkian vor der UN-Vollversammlung sprechen.

Textgröße ändern: