Pallade Veneta - US-Heimatschutzministerium: Autofahrerin bei angeblichem Angriff auf ICE-Mitarbeiter erschossen

US-Heimatschutzministerium: Autofahrerin bei angeblichem Angriff auf ICE-Mitarbeiter erschossen


US-Heimatschutzministerium: Autofahrerin bei angeblichem Angriff auf ICE-Mitarbeiter erschossen
US-Heimatschutzministerium: Autofahrerin bei angeblichem Angriff auf ICE-Mitarbeiter erschossen / Foto: CHARLY TRIBALLEAU - AFP/Archiv

In der US-Metropole Minneapolis hat am Mittwoch ein Polizist eine Autofahrerin erschossen, die nach Angaben der US-Behörden auf Mitarbeiter der US-Einwanderungsbehörde ICE zugefahren sein soll. Bei dem "Versuch, unsere Polizisten zu überfahren, um sie zu töten", sei die mutmaßliche Täterin am Mittwoch durch "Verteidigungsschüsse" getötet worden, erklärte das US-Heimatschutzministerium im Onlinedienst X. Medienberichten zufolge ereignete sich der Vorfall während einer Protestaktion gegen Migrationskontrollen im Bundesstaat Minnesota.

Textgröße ändern:

Der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, forderte die Öffentlichkeit zur Ruhe auf, während eine Untersuchung des Vorfalls laufe. Das Weiße Haus bezeichnete den Bürgermeister von Minneapolis wegen dessen Äußerungen nach der Schießerei derweil als "Dreckskerl".

Auch US-Präsident Donald Trump persönlich ergriff wenige Stunden nach dem Vorfall Partei für die ICE-Mitarbeiter. "Die Frau, die das Auto fuhr, verhielt sich sehr auffällig, störte und leistete Widerstand", schrieb Trump in seinem Online-Netzwerk Truth Social und ergänzte: "Dann überfuhr sie gewaltsam, vorsätzlich und böswillig den ICE-Mitarbeiter, der offenbar in Notwehr auf sie geschossen hat."

Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, wies die Schilderung, die Beamten hätten in Notwehr gehandelt, als "Blödsinn" zurück. "Wir haben diesen Moment seit den Anfängen der ICE-Präsenz in Minneapolis gefürchtet", fügte er hinzu. Bei der Getöteten handele es sich um eine 37-Jährige.

"Ein ICE-Angestellter, der um sein Leben, das Leben seiner Kollegen und die Sicherheit der Öffentlichkeit fürchtete, gab Verteidigungsschüsse ab", erklärte dagegen das US-Heimatschutzministerium. "Die mutmaßliche Täterin wurde getroffen und ist verstorben."

Ein bislang nicht unabhängig überprüftes Video des Vorfalls zeigt einen Honda-SUV, der nicht gekennzeichneten Polizeifahrzeugen den Weg versperrt. Als Polizisten auf das Auto zugehen und versuchen, die Tür zu öffnen, versucht die Fahrerin wegzufahren. Ein Beamter feuert daraufhin drei Schüsse ab.

US-Präsident Donald Trump hatte bereits im Wahlkampf angekündigt, hart gegen Einwanderer ohne gültige Aufenthaltserlaubnis vorzugehen und Millionen Ausländer ohne Papiere abzuschieben. Seit seinem Amtsantritt im Januar nehmen ICE-Beamte im ganzen Land Razzien vor. Der Einsatz schwer bewaffneter, maskierter ICE-Beamter an öffentlichen Orten gegen mutmaßlich illegale Einwanderer löste eine erbitterte Debatte in den USA aus.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Kreml bestätigt Gespräche zwischen Russland, Ukraine und USA ab Mittwoch in Abu Dhabi

Russland hat den neuen Termin einer Gesprächsrunde zwischen Kiew, Moskau und Washington über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs ab Mittwoch bestätigt. Aufgrund von "erforderlichen Terminabstimmungen zwischen den drei Parteien" sei der ursprünglich für Sonntag in Abu Dhabi geplante Termin auf "Mittwoch bis Donnerstag" verschoben worden, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag vor Journalisten. Im Januar hatten die russischen Truppen einer AFP-Analyse zufolge ihren Vormarsch in der Ukraine beschleunigt.

Deutlich mehr Geflüchtete nutzen staatliches Rückkehrprogramm - Syrer weit vorne

Im vergangenen Jahr sind deutlich mehr Geflüchtete mit finanzieller Hilfe aus Deutschland freiwillig in ihr Heimatland zurückgekehrt. Insgesamt 16.576 Menschen nutzen 2025 eine entsprechende Ausreise-Förderung, wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) am Montag mitteilte. Im Vorjahr waren es noch 10.358. Mit weit vorne bei den Rückreise-Ländern liegt nun Syrien - nachdem das Programm für das bisherige Bürgerkriegsland 2024 noch ausgesetzt war.

Linke zu Forderungen von Wirtschaftsrat der CDU: "Großangriff auf Menschen im Land"

Die Linke hat die Sparvorschläge des CDU-nahen Wirtschaftsrats scharf zurückgewiesen. Die Forderungen seien "ein Großangriff auf unsere Daseinsvorsorge und damit auf fast alle Menschen im Land", sagte Bundestags-Fraktionschef Sören Pellmann am Montag der Nachrichtenagentur AFP. "Von früheren Generationen schwer erkämpfte Sicherheitsnetze sollen völlig zerlöchert werden." Dabei würden Kranken- und Pflegeversicherung schon jetzt oft nur das Nötigste abdecken, kritisierte Pellmann.

Iran-USA-Konflikt: Irans Präsident ordnet Aufnahme von Atomgesprächen an

Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran scheint eine baldige Aufnahme von Atomgesprächen näher zu rücken: Irans Präsident Massud Peseschkian ordnete am Montag die Aufnahme von Gesprächen über das iranische Atomprogramm mit den USA an, wie die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete. US-Präsident Donald Trump hatte sich zuletzt zuversichtlich geäußert, dass ein "Deal" mit Teheran zustande komme. Unterdessen bestellte Teheran wegen der Einstufung der Iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation durch die Europäische Union Botschaftsvertreter von EU-Mitgliedstaaten ein.

Textgröße ändern: