Pallade Veneta - Coronamittel illegal verkauft: Apothekerin in Nürnberg zu Haftstrafe verurteilt

Coronamittel illegal verkauft: Apothekerin in Nürnberg zu Haftstrafe verurteilt


Coronamittel illegal verkauft: Apothekerin in Nürnberg zu Haftstrafe verurteilt
Coronamittel illegal verkauft: Apothekerin in Nürnberg zu Haftstrafe verurteilt / Foto: Patrick T. Fallon - AFP/Archiv

Weil sie in der Pandemiezeit im Januar 2023 verbotenerweise mit dem Coronamedikament Paxlovid handelte, soll eine Apothekerin aus München ins Gefängnis. Das Landgericht Nürnberg-Fürth verurteilte die 60-Jährige am Donnerstagabend zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren, wie eine Sprecherin mitteilte. Außerdem darf sie ihren Beruf vier Jahre lang nicht mehr ausüben.

Textgröße ändern:

Auch ein bei der Apotheke angestellter Mitarbeiter wurde verurteilt. Gegen den 46-Jährigen verhängte das Landgericht eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Beide Angeklagte verstießen demnach gegen das Arzneimittelgesetz, die Apothekerin wurde auch wegen Untreue verurteilt.

Das antivirale Mittel Paxlovid durfte damals nur an Menschen abgegeben werden, die ein ärztliches Rezept hatten. Organisiert wurde die Abgabe durch den Staat, welcher der Anklage zufolge große Mengen für 665 Euro netto pro Packung kaufte. Sie wurden bei Großhändlern zwischengelagert.

Apotheken bestellten das Mittel dort und gaben es kostenlos an die Patienten weiter, die eine ärztliche Verordnung vorlegten. Dafür bekamen sie eine Aufwandsentschädigung, die der Bund finanzierte. Gehandelt werden durfte mit Paxlovid nicht.

Das Gericht stellte nun fest, dass die Angeklagten achtmal Paxlovid rechtswidrig verkauft hatten, insgesamt eine Menge von 4730 Stück. So sollen sie etwa 280.000 Euro erlangt haben, die eingezogen werden.

Das Gericht ging davon aus, dass die Apothekerin den Einkaufspreis des Medikaments nicht kannte, sondern einen niedrigeren Preis ansetzte. Es war aber davon überzeugt, dass die Frau die wesentlichen Vorgaben zur Abgabe von Paxlovid aus der Allgemeinverfügung des Bundes damals kannte.

Beide Angeklagten kamen Mitte Juli in Untersuchungshaft. Der Prozess gegen sie begann Mitte November. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Netanjahu: Lateinischer Patriarch soll "sofortigen" Zugang zu Grabeskirche erhalten

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat dem Lateinischen Patriarchen von Jerusalem den "vollständigen und sofortigen Zugang" zur Grabeskirche zugesichert. Er habe die zuständigen Behörden angewiesen, Kardinal Pierbattista Pizzaballa den Zutritt zu gewähren, erklärte Netanjahu am Montagmorgen im Onlinedienst X. Am Sonntag hatte die Polizei in Israel Pizzaballa am Betreten der Grabeskirche gehindert, wo er zum Beginn der Karwoche die traditionelle Palmsonntagsmesse abhalten wollte.

Unifil: UN-Blauhelmsoldat bei Angriff im Südlibanon getötet

Ein Blauhelmsoldat der UN-Mission im Libanon (Unifil) ist nach UN-Angaben bei einem Angriff auf die Friedenstruppe im Süden des Landes getötet worden. Der UN-Soldat sei am Sonntagabend getötet worden, als "ein Geschoss in einer Unifil-Stellung in der Nähe von Adtschit al-Kusayr explodierte", erklärte Unifil am Montagmorgen. Ein weiterer UN-Soldat sei lebensgefährlich verletzt worden.

American University in Beirut setzt nach Drohungen Teherans Präsenzunterricht aus

Nach Drohungen Teherans gegen US-Universitäten in der Golfregion hat die American University in der libanesischen Hauptstadt Beirut den Präsenzunterricht für zwei Tage ausgesetzt. Auch wenn "derzeit keine Hinweise auf direkte Drohungen gegen unsere Universität, ihre Campusgelände oder medizinischen Zentren" vorlägen, werde die Arbeit an der Hochschule "aus größter Vorsicht am Montag und Dienstag vollständig online" stattfinden, erklärte der Präsident der US-Universität, Fadlo Khouri, am Sonntag mit. Lehrveranstaltungen und Prüfungen würden ebenfalls online abgehalten werden.

Iranische Führung veröffentlicht neue Botschaft von Modschtaba Chamenei

Einen Monat nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei hat sich dessen Sohn und Nachfolger Modschtaba Chamenei mit einer weiteren schriftlichen Botschaft an die Bevölkerung gewandt. Darin danke der neue oberste Führer den Iranern für ihre Unterstützung im Krieg gegen die USA und Israel, berichteten die Staatsmedien am Sonntag.

Textgröße ändern: