Pallade Veneta - Proteste im Iran gehen weiter - Trump will Demonstrierenden "helfen"

Proteste im Iran gehen weiter - Trump will Demonstrierenden "helfen"


Proteste im Iran gehen weiter - Trump will Demonstrierenden "helfen"
Proteste im Iran gehen weiter - Trump will Demonstrierenden "helfen" / Foto: - - UGC/AFP

In Irans Hauptstadt Teheran sind am Samstagabend erneut zahlreiche Menschen gegen die Führung des Landes auf die Straße gegangen. Im Norden der Hauptstadt schlugen die Demonstrierenden auf Töpfe und riefen Slogans zur Unterstützung der Familie des 1979 gestürzten Schahs, wie ein von der Nachrichtenagentur AFP verifiziertes Video zeigte. Über dem Punak-Platz wurde Feuerwerk abgebrannt.

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Reza Pahlavi, der in den USA lebende Sohn des früheren Schahs, hatte die Demonstranten aufgerufen, die Stadtzentren des Landes zu besetzen. Im Onlinedienst X appellierte der Exil-Oppositionelle an die Iraner, am Samstag und Sonntag abends "alle auf die Straße zu gehen". Er bereite sich darauf vor, "sehr bald" in sein Land zurückzukehren.

US-Präsident Donald Trump schrieb unterdessen in seinem Onlinedienst Truth Social: "Iran blickt möglicherweise wie nie zuvor auf Freiheit." Die USA seien bereit, den Demonstrierenden zu "helfen". Einen Tag zuvor hatte Trump gesagt, der Iran stecke in "großen Schwierigkeiten" und drohte erneut mit einem Militäreinsatz.

Einem Bericht der "New York Times" zufolge wurde Trump kürzlich über Optionen für mögliche militärische Angriffe auf den Iran informiert. Wie die Zeitung am Samstag unter Berufung auf US-Regierungsvertreter berichtete, hat Trump noch keine endgültige Entscheidung über eine weitere Intervention getroffen.

Im Juni hatten die USA bereits Atomanlagen im Iran angegriffen. Am Sonntag vergangener Woche hatte Trump der Führung in Teheran dann erneut gedroht, weil sie Proteste gewaltsam unterdrückt.

Derweil wuchs die Angst vor einer brutalen Unterdrückung der Protestbewegung durch die Führung in Teheran. Menschenrechtsorganisationen meldeten Dutzende Todesopfer im Zuge der Proteste. Sie äußerten am Samstag ihre Besorgnis über verstärkte Razzien der Behörden.

Nach einer Internetsperre dringen nur wenige Informationen nach außen. Nach Angaben der Organisation Netblocks gibt es seit Donnerstag praktisch keine Internetverbindung mehr.

D.Vanacore--PV

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