Pallade Veneta - Trump verschärft Drohungen gegen Kuba - Präsident der Karibikinsel will kämpfen

Trump verschärft Drohungen gegen Kuba - Präsident der Karibikinsel will kämpfen


Trump verschärft Drohungen gegen Kuba - Präsident der Karibikinsel will kämpfen
Trump verschärft Drohungen gegen Kuba - Präsident der Karibikinsel will kämpfen / Foto: Pablo PORCIUNCULA, SAUL LOEB - AFP

Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela gerät Kuba zunehmend ins Visier von US-Präsident Donald Trump. Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro werde "kein weiteres Öl oder Geld nach Kuba gehen", schrieb Trump am Sonntag auf seiner Onlineplattform Truth Social. "Ich rate ihnen dringend, einen Deal abzuschließen, bevor es zu spät ist." Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel kündigte an, sein Land "bis zum letzten Tropfen Blut" zu verteidigen.

Textgröße ändern:

Worin genau eine Vereinbarung mit der Führung in Havanna bestehen sollte oder was bei einem Nichtzustandekommen passieren würde, erläuterte Trump nicht. In einer weiteren Nachricht bei Truth Social kurz darauf schrieb der US-Präsident, dass Kuba "viele Jahre lang von großen Mengen Öl und Geld" aus Venezuela gelebt habe. "Im Gegenzug stellte Kuba 'Sicherheitsdienste' für die letzten beiden venezolanischen Diktatoren, aber nun nicht mehr."

Die meisten dieser Kubaner seien bei dem US-Militäreinsatz zur Gefangennahme Maduros vor gut einer Woche getötet worden, betonte Trump. "Venezuela braucht keinen Schutz mehr vor den Schlägern und Erpressern, die sie so viele Jahre als Geiseln hielten."

Die kommunistische Regierung Kubas wies die Vorwürfe zurück. Sein Land habe "niemals monetäre oder materielle Entschädigung für die Sicherheitsdienste erhalten, die es irgendeinem Land zur Verfügung gestellt hat", schrieb Außenminister Bruno Rodríguez im Onlinedienst X.

Der kubanische Präsident Díaz-Canel wies die Drohungen Trumps ebenfalls bei X zurück. "Kuba ist eine freie, unabhängige und souveräne Nation. Niemand schreibt uns vor, was wir zu tun haben", betonte er. Die Kubaner seien "bereit, die Heimat bis zum letzten Tropfen Blut zu verteidigen".

Kuba ist seit Jahrzehnten ein enger Verbündeter Venezuelas und ein Feind der Vereinigten Staaten. Auch Kuba werde bald "fallen", hatte Trump vor einer Woche gesagt. Ein militärisches Eingreifen sei nicht nötig. Ohne Öl aus Venezuela würde die kommunistische Herrschaft in Havanna ohnehin zusammenbrechen.

Die USA verhielten sich "wie ein außer Kontrolle geratener krimineller Hegemon, der Frieden und Sicherheit bedroht – nicht nur in Kuba und dieser Hemisphäre, sondern auf der ganzen Welt", schrieb Rodríguez am Sonntag.

Havanna habe das Recht, Treibstoff von jedem willigen Exporteur zu importieren, "ohne Einmischung oder Unterordnung unter die einseitigen Zwangsmaßnahmen der Vereinigten Staaten", betonte der Außenminister. Das mit einem US-Handelsembargo belegte Kuba hat sich seit 2000 zunehmend auf venezolanisches Öl verlassen, das im Rahmen eines mit Maduros Vorgänger Hugo Chávez geschlossenen Abkommens geliefert wurde.

Die kommunistisch regierte Insel vor der Küste des US-Bundesstaats Florida steht seit Langem auch im Visier des heutigen US-Außenministers Marco Rubio, der Sohn kubanischer Einwanderer ist.

Trump teilte am Sonntag bei Truth Social einen Beitrag eines gewissen Cliff Smith vom 8. Januar auf der Onlineplattform X, der schrieb: "Marco Rubio wird Präsident von Kuba." Trumps Kommentar dazu lautete: "Klingt gut für mich!"

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

American University in Beirut setzt nach Drohungen Teherans Präsenzunterricht aus

Nach Drohungen Teherans gegen US-Universitäten in der Golfregion hat die American University in der libanesischen Hauptstadt Beirut den Präsenzunterricht für zwei Tage ausgesetzt. Auch wenn "derzeit keine Hinweise auf direkte Drohungen gegen unsere Universität, ihre Campusgelände oder medizinischen Zentren" vorlägen, werde die Arbeit an der Hochschule "aus größter Vorsicht am Montag und Dienstag vollständig online" stattfinden, erklärte der Präsident der US-Universität, Fadlo Khouri, am Sonntag mit. Lehrveranstaltungen und Prüfungen würden ebenfalls online abgehalten werden.

Iranische Führung veröffentlicht neue Botschaft von Modschtaba Chamenei

Einen Monat nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei hat sich dessen Sohn und Nachfolger Modschtaba Chamenei mit einer weiteren schriftlichen Botschaft an die Bevölkerung gewandt. Darin danke der neue oberste Führer den Iranern für ihre Unterstützung im Krieg gegen die USA und Israel, berichteten die Staatsmedien am Sonntag.

Berlin, Paris, Rom und London besorgt über israelische Pläne für Todesstrafe

Die Bundesregierung und die Regierungen von Großbritannien, Frankreich und Italien haben sich "zutiefst besorgt" über ein israelisches Gesetzesvorhaben zur Ausweitung der Todesstrafe geäußert. Besonders beunruhigend sei der "faktisch diskriminierende Charakter" des Gesetzentwurfs, betonten die Außenminister der vier Staaten in einer am Sonntagabend veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. Die für Montag geplante Verabschiedung des Gesetzes im Parlament drohe "Israels Bekenntnis zu demokratischen Prinzipien zu untergraben".

Chiles ultrarechte Regierung will Colonia Dignidad nicht mehr enteignen

Die neue ultrarechte Regierung in Chile will eine Entscheidung zur Enteignung der früheren deutschen Siedlung Colonia Dignidad rückgängig machen. Die Regierung unter dem ultrarechten Präsidenten José Antonio Kast werde eine entsprechende Anordnung erlassen, sagte Wohnungsminister Iván Poduje am Sonntag der Zeitung "La Tercera".

Textgröße ändern: