Pallade Veneta - Opferbeauftragte will bessere Unterstützung von Betroffenen von DDR-Staatsdoping

Opferbeauftragte will bessere Unterstützung von Betroffenen von DDR-Staatsdoping


Opferbeauftragte will bessere Unterstützung von Betroffenen von DDR-Staatsdoping
Opferbeauftragte will bessere Unterstützung von Betroffenen von DDR-Staatsdoping / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP

Die SED-Opferbeauftragte des Bundestags, Evelyn Zupke, hat eine bessere Unterstützung der Opfer des DDR-Staatsdopingsystems gefordert. Deren aktuelle Lage sei "dramatisch", erklärte Zupke am Donnerstag anlässlich der Veröffentlichung eines Sonderberichts. Das DDR-Sportsystem habe nicht nur Medaillen und Weltmeister hervorgebracht. Es sei "ebenso verantwortlich für tausende Menschen, die bis heute an den gravierenden körperlichen und seelischen Folgen des Zwangsdopings leiden".

Textgröße ändern:

Hier müssten "dringend geeignete Instrumente zur dauerhaften Unterstützung" geschaffen werden, forderte Zupke. Die Opferbeauftragte schlug entweder die Erweiterung bestehender Gesetze oder eine neue, auf die Dopingopfer zugeschnittene, gesetzliche Regelung vor. "Wichtig ist vor allem eine zeitnahe und praktikable Lösung im Sinne der Betroffenen."

Der Bundestags hatte den Sonderbericht Zupkes angefordert. Dieser beleuchtet unter anderem, wie die Opfer des DDR-Zwangsdopings besser unterstützt werden können. Laut Bericht führte das SED-Regime 1974 ein staatlich organisiertes und flächendeckendes Dopingprogramm ein.

Zwischen 1974 und 1989 seien dabei nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen in mindestens zwölf Sportarten schätzungsweise 10.000 bis 15.000 Athletinnen und Athleten gedopt worden, vorzugsweise mit anabolen Steroiden. Dies sei zumeist ohne ihr Wissen oder ausreichende Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen geschehen. Betroffen waren demnach nicht nur Erwachsene, sondern vor allem minderjährige Sportlerinnen und Sportler.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

Renovierungsarbeiten: Kulturzentrum in Washington wird für zwei Jahre geschlossen

US-Präsident Donald Trump hat die Schließung der angesehensten Kultureinrichtung in Washington für eine Dauer von zwei Jahren für Renovierungsarbeiten bekannt gegeben. Dies sei "der schnellste Weg, um das Trump Kennedy Center auf das höchste Niveau an Erfolg, Schönheit und Pracht zu bringen", erklärte Trump am Sonntag (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social. Das von Trump angeführte Direktorium hatte das Kennedy Center im vergangenen Dezember in "Trump Kennedy Center" umbenannt.

Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Costa Rica beendet

In Costa Rica sind am Sonntagabend (Ortszeit) die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen beendet worden. Um 18.00 Uhr (Ortszeit, Montag 00.00 Uhr MEZ) schlossen die Wahllokale in dem zentralamerikanischen Land. Favoritin für das höchste Staatsamt ist die rechtsgerichtete Ex-Ministerin Laura Fernández, die ein rigoroses Vorgehen gegen die Drogenkriminalität angekündigt hat. Die 39-jährige Politologin bezeichnet den Präsidenten von El Salvador, Nayib Bukele, als ihr Vorbild. Bukele geht mit eiserner Faust gegen kriminelle Banden vor.

Verbindungen zu Epstein: Britischer Ex-Botschafter Mandelson verlässt Labour-Partei

Nach seiner Absetzung vom Posten des britischen Botschafters in den USA wegen seiner Verbindungen zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein im vergangenen September ist Peter Mandelson aus der Labour-Partei ausgetreten. Er wolle die Partei "nicht weiter in Verlegenheit bringen" und gebe daher seine Mitgliedschaft auf, schrieb Mandelson am Sonntagabend gemäß der britischen Nachrichtenagentur PA in einem Brief an die Labour-Generalsekretärin Hollie Ridley.

Erstmals seit knapp drei Jahren landet wieder Linienflug in Khartum

Im Bürgerkriegsland Sudan ist erstmals seit knapp drei Jahren wieder ein Linienflug in der Hauptstadt Khartum gelandet. Die Luftfahrtbehörde des Landes sprach am Sonntag von einem "historischen Flug". Die Maschine von Sudan Airways kam den Angaben zufolge aus Port Sudan am Roten Meer, an Bord war auch Regierungschef Kamil Idriss. Wie viele Passagiere in dem Flugzeug saßen, wurde nicht mitgeteilt.

Textgröße ändern: