Pallade Veneta - Pistorius rät im Fall Grönland zu Gelassenheit: Rechne nicht mit "dem Äußersten"

Pistorius rät im Fall Grönland zu Gelassenheit: Rechne nicht mit "dem Äußersten"


Pistorius rät im Fall Grönland zu Gelassenheit: Rechne nicht mit "dem Äußersten"
Pistorius rät im Fall Grönland zu Gelassenheit: Rechne nicht mit "dem Äußersten" / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Im Konflikt um Grönland hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zur Gelassenheit geraten. Er sei "sehr gespannt, aber auch ein Stück weit entspannt", weil er nicht glaube, "dass es hier zum Äußersten kommt", sagte Pistorius am Donnerstagabend in den ARD-"Tagesthemen". Er glaube eher, "dass wir es hier mit einem Machtspiel zu tun haben", sagte der Bundesminister auf ein mögliches Eingreifen der USA in Grönland angesprochen.

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US-Präsident Donald Trump hatte in der Vergangenheit immer wieder seinen Anspruch auf die zu Dänemark gehörende Insel bekräftigt. Ein Krisentreffen von USA, Dänemark und Grönland in Washington war am Mittwoch ergebnislos zu Ende gegangen. Trump hält nach dänischen Angaben an seinen Plänen zur Aneignung von Grönland fest.

Die USA bestünden indes nicht nur aus der Trump-Regierung, sagte Pistorius in der ARD weiter. "Kongress und Senat sind auch noch da." Auf die Frage, ob Trump seine Pläne aufgeben werde, antwortete der Verteidigungsminister, man nehme ihm sein Hauptargument weg, "indem wir sagen, wir sichern dieses Territorium, deine Sicherheitsbedenken, die teilen wir nicht nur, sondern wir setzen uns dafür ein, ihnen gemeinsam zu begegnen".

Am Donnerstag begann auf der Insel in der Arktis eine Erkundungsmission mehrerer Nato-Länder. Auch Soldaten der Bundeswehr sollen am Freitag in Grönland eintreffen. Zu der militärischen Präsenz der Streitkräfte sagte Pistorius, es gehe darum, "dass wir gemeinsam unseren Verpflichtungen nachkommen, Nato-Territorium zu schützen". Die Arktis habe sich zu einem Raum entwickelt, "in dem vor allem Russland und zunehmend auch China mit seiner wachsenden Marine eine wichtige Rolle spielen".

Bei der jetzigen Erkundung gehe es darum, zu schauen, "wie können wir dort üben im großen Stil", und zwar nicht nur wie bislang zu See, sondern auch zu Land. Es sei zudem ein rein "zeitlicher Zufall", dass die Soldaten gerade in der jetzigen Situation nach Grönland entsendet worden seien. Das sei lange geplant gewesen.

M.Jacobucci--PV

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