Pallade Veneta - US-Richter stoppt Auswertung beschlagnahmter Datenträger von US-Journalistin

US-Richter stoppt Auswertung beschlagnahmter Datenträger von US-Journalistin


US-Richter stoppt Auswertung beschlagnahmter Datenträger von US-Journalistin
US-Richter stoppt Auswertung beschlagnahmter Datenträger von US-Journalistin / Foto: Eric BARADAT - AFP/Archiv

Ein US-Bundesrichter hat die Auswertung der vor knapp einer Woche bei einer US-Journalistin der "Washington Post" beschlagnahmten Datenträger gestoppt. Bis zu einer Entscheidung in einem anhängigen Rechtsstreit über die Rechtmäßigkeit der Durchsuchung der Wohnung der Journalistin Hannah Natanson müsse die US-Regierung die Materialien "aufbewahren, darf sie jedoch nicht prüfen", erklärte US-Bundesrichter William Porter am Mittwoch (Ortszeit) in seinem Urteil. Das US-Justizministerium wirft Natanson vor, über Informationen, die sie wegen einer undichten Stelle im Pentagon erhalten habe, berichtet zu haben.

Textgröße ändern:

Natanson hatte im Dezember über den massiven Stellenabbau in Bundesbehörden und die inhaltliche Neuausrichtung unter Präsident Donald Trump berichtet. Der "Washington Post" zufolge hatten Beamte der Bundespolizei FBI vergangene Woche im Haus der Reporterin ihr privates sowie ihr Arbeits-Laptop, ihr Telefon und eine datenfähige Uhr beschlagnahmt.

Das FBI teilte Natanson mit, dass ihr vorerst kein Verfahren drohe. Kritiker fürchten jedoch, dass die Durchsuchungen einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen könnten, der die Pressefreiheit in den USA einschränken würde.

Die "Washington Post" erklärte, die Beschlagnahmung der vertraulichen Materialien der Journalistin schränke die Meinungsfreiheit ein und behindere die Berichterstattung. "Jeder weitere Tag, an dem die Regierung diese Materialien in ihrem Besitz hält, richtet irreparablen Schaden an."

Die renommierte Zeitung erklärte, sie habe darum das US-Gericht angerufen, "die sofortige Rückgabe aller beschlagnahmten Materialien anzuordnen und deren Verwendung zu verhindern". Ansonsten würden "künftige Razzien in Redaktionsräumen ermöglicht und Zensur durch Durchsuchungsbefehle normalisiert" werden.

US-Justizministerin Pam Bondi hatte vergangene Woche erklärt, der mutmaßlich für die Weitergabe geheimer Informationen verantwortliche Pentagon-Mitarbeiter sitze "derzeit hinter Gittern". Er habe die Sicherheit der USA aufs Spiel gesetzt. Bei dem Festgenommenen handelt es sich nach Angaben der "Washington Post" um den Systemadministrator Aurelio Perez-Lugones, der vom Pentagon eine Freigabe für die höchste Geheimhaltungsstufe gehabt haben soll.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Verfechterin von Frauenrechten: Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth gestorben

Die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) ist tot. Sie starb am Sonntag im Alter von 88 Jahren, wie der Deutsche Bundestag mitteilte. Die CDU-Politikerin galt als engagierte Katholikin und Verfechterin von Frauenrechten. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) würdigte sie als "eine der bedeutendsten Politikerinnen der Bundesrepublik". Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nannte Süssmuth eine "große Politikerin" und einen "Leitstern für unser demokratisches Gemeinwesen".

Wadephul weist Irans Erklärung zu europäischen Streitkräften als "haltlos" zurück

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat die Ankündigung des Iran, die Streitkräfte der EU-Mitgliedstaaten zu "terroristischen Gruppen" zu erklären, mit scharfen Worten zurückgewiesen. Dies sei "haltlos und propagandistisch", sagte Wadephul am Sonntag in Berlin. Die Erklärung des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf ändere "nichts an der Realität: Die iranischen Revolutionsgarden sind eine Terrororganisation", fügte Wadephul hinzu.

Israel öffnet Grenzübergang Rafah - aber zunächst nur in sehr eingeschränktem Umfang

Nach fast zwei Jahren der Schließung hat Israel den wichtigen Grenzübergang Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten am Sonntag wieder geöffnet - zunächst allerdings in sehr eingeschränktem Umfang. Es handle sich noch um eine "erste Probephase" für die Öffnung des Grenzpostens, die mit der EU abgestimmt sei, erklärte die israelische Behörde Cogat. Vorbereitungen für eine vollständige Wiedereröffnung des Übergangs würden getroffen.

Ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth gestorben

Die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) ist tot. Sie starb am Sonntag im Alter von 88 Jahren, wie der Deutsche Bundestag mitteilte. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) würdigte sie als "eine der bedeutendsten Politikerinnen der Bundesrepublik".

Textgröße ändern: