Pallade Veneta - Schlechte Umfragewerte: Trump droht "New York Times" mit verschärfter Klage

Schlechte Umfragewerte: Trump droht "New York Times" mit verschärfter Klage


Schlechte Umfragewerte: Trump droht "New York Times" mit verschärfter Klage
Schlechte Umfragewerte: Trump droht "New York Times" mit verschärfter Klage / Foto: ANGELA WEISS - AFP/Archiv

US-Präsident Donald Trump hat der "New York Times" mit verschärften juristischen Schritten gedroht, weil die Zeitung für ihn schlechte Umfragewerte veröffentlichte. Die Umfrage werde in seine laufende Klage gegen das Blatt aufgenommen, schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Der Präsident verlangte überdies, "gefälschte und betrügerische Meinungsumfragen" zur "Straftat" zu erklären.

Textgröße ändern:

Trump hatte die renommierte Tageszeitung im September wegen drei kritischer Artikel und eines missliebigen Buchs von Journalisten auf Schadenersatz in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar (rund 12,8 Milliarden Euro) verklagt. Die "New York Times" spricht von einem "Versuch, die unabhängige Berichterstattung zu unterdrücken". Trumps Anwälte hatten die Klageschrift im Oktober neu formuliert, nachdem ein Bundesgericht die Angaben formell beanstandet hatte.

Die nun von der Zeitung veröffentlichte Umfrage des Institutes Siena bescheinigt Trump nach gut einem Jahr im Amt schlechte Umfragewerte. Danach sagen 49 Prozent der Befragten, die USA stünden unter dem Rechtspopulisten schlechter da. Nur 32 Prozent sehen eine Verbesserung. Besonders negativ äußerten sich Wähler der Demokraten (86 Prozent) und unabhängige Wähler (52 Prozent).

Unter Wählern der Republikaner waren dagegen 73 Prozent der Meinung, den USA gehe es unter Trump besser - lediglich elf Prozent sahen das Land schlechter aufgestellt. Siena befragte im Auftrag der "New York Times" vom 12. bis 17. Januar insgesamt 1625 registrierte US-Wähler.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Konflikt zwischen USA und Iran: Drohungen und auch Signale der Gesprächsbereitschaft

Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran haben beide Seiten ihre Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Zugleich sandten US-Präsident Donald Trump und die iranische Führung am Wochenende aber auch erneut Drohungen aus. Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, warnte für den Fall eines US-Angriffs vor einem "regionalen Krieg". Trump hatte zuvor erneut mit militärischer Gewalt gedroht, sollte Teheran sich nicht auf Verhandlungen über sein Atomprogramm einlassen.

Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Costa Rica begonnen

In Costa Rica haben am Sonntagmorgen (Ortszeit) Präsidentschafts- und Parlamentswahlen begonnen. Zu dem Urnengang aufgerufen waren rund 3,7 Millionen Wahlberechtigte. Favoritin für das höchste Staatsamt ist die rechtsgerichtete Ex-Ministerin Laura Fernández, die ein rigoroses Vorgehen gegen die Drogenkriminalität angekündigt hat. Die 39-jährige Politologin bezeichnet den Präsidenten von El Salvador, Nayib Bukele, als ihr Vorbild. Bukele geht mit eiserner Faust gegen kriminelle Banden vor.

US-Bundesstaat Minnesota scheitert vorerst im Streit um Abschiebe-Razzien vor Gericht

Der US-Bundesstaat Minnesota ist mit einem Eilantrag gegen die rabiaten Abschiebe-Razzien der Einwanderungsbehörde ICE vorerst vor Gericht gescheitert. Eine Bundesrichterin lehnte es am Samstag ab, den ICE-Einsatz per einstweiliger Verfügung zu stoppen - Justizministerin Pam Bondi wertete dies als Bestätigung für die Abschiebepolitik der Regierung. In einem anderen Fall verfügte ein Bundesrichter jedoch, dass ein fünfjähriger Junge und sein aus Ecuador stammender Vater freizulassen sind.

Diplomatische Annäherung: Neue Geschäftsträgerin der USA in Venezuela angekommen

Weniger als einen Monat nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela und der Gefangennahme des linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro haben Washington und Caracas einen weiteren Schritt in ihrer diplomatischen Annäherung getan: Am Samstag traf die neue Geschäftsträgerin der USA in Venezuela, Laura Dogu, in der Hauptstadt Caracas ein. Sie wurde vom venezolanischen Außenminister Yván Gil empfangen. Am Freitag hatte Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez eine großangelegte Amnestierung politischer Häftlinge angekündigt.

Textgröße ändern: