Pallade Veneta - Venezuela plant Öffnung des Erdölsektors für private Unternehmen

Venezuela plant Öffnung des Erdölsektors für private Unternehmen


Venezuela plant Öffnung des Erdölsektors für private Unternehmen
Venezuela plant Öffnung des Erdölsektors für private Unternehmen / Foto: Ronaldo SCHEMIDT - AFP

Knapp drei Wochen nach dem US-Militäreinsatz und der Entführung von Präsident Nicolás Maduro hat Venezuela eine Öffnung des Erdölsektors für private Unternehmen auf den Weg gebracht. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde am Donnerstag vom Parlament in Caracas in erster Lesung gebilligt. Mit ihm soll "privaten Unternehmen mit Sitz in Venezuela" die Erschließung von Ölvorkommen gestatten werden.

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Bislang durften lediglich Gemeinschaftsunternehmen mit dem staatlichen Ölkonzern PDVSA im Erdölsektor des Landes tätig werden, wobei PDVSA stets die Mehrheit behielt.

Der Gesetzesentwurf muss in zweiter Lesung verabschiedet werden, ehe er in Kraft tritt. Maduros frühere Stellvertreterin, Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez, hat sich für die Reform ausgesprochen.

Der Sprecher des venezolanischen Parlaments, Rodríguez' Bruder Jorge Rodríguez, drängte Abgeordnete, das Gesetzesvorhaben zu unterstützen. "Erdöl unter der Erde zu haben, hat keinen Sinn", sagte er. "Jeder Tag, der verstreicht, ist ein verlorener Tag und ein Tag, an dem wir (die Ölreserven) nicht nutzen können."

Die USA ernannten derweil eine neue diplomatische Leiterin der US-Botschaft in Caracas. Auf der Website der Botschaft wurde Laura F. Dogu, die ehemalige Botschafterin für Nicaragua und Honduras, als neue Geschäftsträgerin Venezuelas aufgeführt.

Nach der Entführung des linksnationalistischen Präsidenten Maduro bei einem US-Militäreinsatz in Caracas Anfang Januar war Rodríguez zur Übergangspräsidentin ernannt worden. Maduro wurde in New York inhaftiert, ihm soll dort wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden.

Seit dem Einsatz seiner Truppen in Venezuela hat Präsident Donald Trump immer wieder sein Interesse an den großen Ölvorkommen des Landes betont und auf eine Wiedereröffnung der diplomatischen US-Vertretung vor Ort gedrungen. Die diplomatischen Beziehungen waren seit 2019 unterbrochen.

Rodríguez erlaubt inzwischen den USA, die immer noch Kriegsschiffe vor der Küste Venezuelas stationiert haben, venezolanisches Öl zu verkaufen, erleichtert ausländische Investitionen und hat Dutzende politische Gefangene freigelassen.

N.Tartaglione--PV

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