Pallade Veneta - Kiew: Erneute Angriffe auf die Ukraine treffen auch Verhandlungstisch in Abu Dhabi

Kiew: Erneute Angriffe auf die Ukraine treffen auch Verhandlungstisch in Abu Dhabi


Kiew: Erneute Angriffe auf die Ukraine treffen auch Verhandlungstisch in Abu Dhabi
Kiew: Erneute Angriffe auf die Ukraine treffen auch Verhandlungstisch in Abu Dhabi / Foto: Oleksandr Magula - AFP

Kiew hat die massiven russischen Angriffe auf die Ukraine inmitten der Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges in Abu Dhabi scharf kritisiert. "Friedensbemühungen? Trilaterales Treffen in den Vereinigten Arabischen Emiraten? Diplomatie? Für die Ukrainer war es eine weitere Nacht russischen Terrors", erklärte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha am Samstag im Onlinedienst X. Er machte den russischen Präsidenten Wladimir Putin persönlich dafür verantwortlich.

Textgröße ändern:

"Zynischerweise hat Putin einen brutalen massiven Raketenangriff gegen die Ukraine angeordnet, während sich Delegationen in Abu Dhabi treffen, um den US-geführten Friedensprozess voranzubringen", kritisierte Sybiha. "Seine Raketen haben nicht nur unser Volk, sondern auch den Verhandlungstisch getroffen."

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte auf X, Russland habe sein Land in der Nacht mit "mehr als 370 Angriffsdrohnen und 21 Raketen unterschiedlichen Typs" beschossen. Neben der Hauptstadt Kiew und deren Umland, wo insbesondere Energieinfrastruktur angegriffen worden sei, seien auch die Regionen Sumy, Charkiw und Tschernihiw betroffen gewesen. Ein Todesopfer und Dutzende Verletzte, darunter ein Kind, seien zu beklagen.

Selenskyj forderte von allen Partnern der Ukraine eine "starke Antwort" auf diese Angriffe. Dazu gehörten Lieferungen an die ukrainische Luftabwehr.

Am Freitag hatten in Abu Dhabi die ersten bekannten Dreier-Gespräche zwischen Vertretern der Ukraine, Russlands und der USA über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs begonnen. Die Verhandlungen sollten am Samstag fortgesetzt werden.

Der ukrainische Chef-Verhandler Rustem Umerow erklärte, die Verhandlungen in Abu Dhabi konzentrierten sich auf "die Parameter zur Beendigung von Russlands Krieg und die weitere Logik des Verhandlungsprozesses". Selenskyj kritisierte nach dem ersten Verhandlungstag, es gebe "noch zu viele Schlüsse zu ziehen". Es sei "nötig, dass nicht nur die Ukraine diesen Krieg beenden und vollkommene Sicherheit erreichen will", auch "ein ähnlicher Wille" Russlands sei erforderlich.

Es ist das erste Mal, dass Vertreter der drei Länder gemeinsam über den US-Friedensplan beraten. Kurz vor Verhandlungsbeginn hatte Moskau seine Maximalforderung bekräftigt, wonach die ukrainische Armee sich aus der gesamten Region Donbass einschließlich bisher nicht von Russland kontrollierter Gebiete zurückziehen soll. Die Ukraine lehnt dies bislang kategorisch ab.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Diplomatische Annäherung: Neue Geschäftsträgerin der USA in Venezuela angekommen

Weniger als einen Monat nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela und der Gefangennahme des linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro haben Washington und Caracas einen weiteren Schritt in ihrer diplomatischen Annäherung getan: Am Samstag traf die neue Geschäftsträgerin der USA in Venezuela, Laura Dogu, in der Hauptstadt Caracas ein. Sie wurde vom venezolanischen Außenminister Yván Gil empfangen. Am Freitag hatte Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez eine großangelegte Amnestierung politischer Häftlinge angekündigt.

Neue Epstein-Akten bringen britischen Ex-Prinzen Andrew zunehmend in Bedrängnis

Nach der Veröffentlichung weiterer Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein durch das US-Justizministerium ist der britische Ex-Prinz Andrew am Wochenende weiter in Bedrängnis geraten. Unter den freigegebenen Dokumenten ist unter anderem ein Foto, das Andrew auf allen Vieren zeigt, während er sich über eine Frau beugt. Der britische Premierminister Keir Starmer sprach sich für eine Aussage Andrews vor dem US-Kongress aus.

Selenskyj: Gespräche zwischen Russland, Ukraine und den USA in Abu Dhabi erst am Mittwoch

Die nächste Gesprächsrunde zwischen Kiew, Moskau und Washington über ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ist nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf Mittwoch und Donnerstag verschoben worden. "Die Termine für die nächsten trilateralen Treffen stehen fest: 4. und 5. Februar in Abu Dhabi", erklärte Selenskyj am Sonntag im Onlinedienst X.

Israel untersagt Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen vorerst Einsätze im Gazastreifen

Israel hat der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) weitere humanitäre Einsätze im Gazastreifen vorerst untersagt. Die Organisation MSF habe es versäumt, eine Liste aller palästinensischen Mitarbeitenden vorzulegen und müsse daher ihre Arbeit im Gazastreifen einstellen, erklärte das Ministerium für Diaspora-Angelegenheiten am Sonntag. Alle Mitarbeitenden der Organisation sollten das palästinensische Küstengebiet demnach bis zum 28. Februar verlassen.

Textgröße ändern: