Pallade Veneta - Zahl der Linken-Mitglieder 2025 mehr als verdoppelt - Mehr Jüngere und Frauen

Zahl der Linken-Mitglieder 2025 mehr als verdoppelt - Mehr Jüngere und Frauen


Zahl der Linken-Mitglieder 2025 mehr als verdoppelt - Mehr Jüngere und Frauen
Zahl der Linken-Mitglieder 2025 mehr als verdoppelt - Mehr Jüngere und Frauen / Foto: JENS SCHLUETER - AFP/Archiv

Die Linkspartei hat einen deutlichen Mitgliederzuwachs verzeichnet und zugleich ihre Mitgliederstruktur stark verändert. Zum Ende des vergangenen Jahres zählte die Partei insgesamt 123.126 Mitglieder - Ende 2024 hatte sie noch 58.532 Mitglieder gemeldet, wie aus am Samstag bekannt gewordenen Zahlen hervorgeht. Damit hat sich die Zahl mehr als verdoppelt, zudem wurden die Mitglieder im Schnitt jünger und weiblicher.

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"Die Linke ist heute jünger und weiblicher, aber vor allem auch größer als je zuvor", sagte Parteichefin Ines Schwerdtner der "Bild"-Zeitung, die zuerst über die Zahlen berichtet hatte. Demnach gab es zwischen 2018 und 2023 einen beinahe kontinuierlichen Abwärtstrend, der Ende 2023 dann endete. Im vergangenen Jahr erfuhr die Partei nach eigenen Angaben dann einen besonders starken Zulauf.

"Dieser enorme Zulauf kommt nicht von ungefähr: Zehntausende suchten in diesem Jahr besonders eine politische Heimat, um sich gegen den wachsenden Rechtsruck und die soziale Ungerechtigkeit der Bundesregierung zu wehren", sagte Schwerdtner. Viele seien nicht nur Mitglied geworden, sondern engagierten sich auch vor Ort. Der starke Zulauf soll laut "Bild" zeitweise zu organisatorischen Problemen geführt haben, etwa bei der Ausgabe neuer Ausweise.

Das Durchschnittsalter der Parteimitglieder liegt nach Angaben der Linken aktuell bei 38,6 Jahren und ist damit deutlich niedriger als 2024 - damals waren es rund 45 Jahre. Die Linke gibt an, damit die Partei mit dem niedrigsten Durchschnittsalter in Deutschland zu sein. Der Frauenanteil stieg auf 44,6 Prozent nach 40,3 Prozent im Jahr 2024 und ist der Partei zufolge damit höher als je zuvor.

Die Linke verzeichnete nach eigenen Angaben regional Zuwächse in allen Bundesländern. Besonders viele Mitglieder haben die Landesverbände in Nordrhein-Westfalen (22.864), Berlin (17.085), Baden-Württemberg (10.348), Sachsen (11.362) und Bayern (9563). Das Durchschnittsalter ist mit 33,7 Jahren in Bayern und 33,9 Jahren in Niedersachsen am geringsten.

F.Dodaro--PV

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