Pallade Veneta - Lob im Bundesrat für Gesetzentwurf zu Wolf-Abschüssen

Lob im Bundesrat für Gesetzentwurf zu Wolf-Abschüssen


Lob im Bundesrat für Gesetzentwurf zu Wolf-Abschüssen
Lob im Bundesrat für Gesetzentwurf zu Wolf-Abschüssen / Foto: PHILIPPE HUGUEN - AFP/Archiv

Die Pläne der Bundesregierung zur Erleichterung des Abschusses von Wölfen sind im Bundesrat auf Zuspruch gestoßen. Durch die Rückkehr des Wolfs seien insbesondere im ländlichen Raum "Sorge und Unbehagen gestiegen", sagte der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) am Freitag in der Länderkammer in Berlin. Der Umgang mit dem Wolf, der vielen Herdenhaltern großen Schaden zufüge, sei eine "rechtliche und politische Herausforderung" bei der es auch um die "Handlungsfähigkeit des Staates" gehe.

Textgröße ändern:

Der im Dezember vom Bundeskabinett verabschiedete Gesetzentwurf schaffe hier Sicherheit, sagte Lies. Dem Entwurf zufolge soll der Wolf ins Bundesjagdgesetz aufgenommen werden. Dies gäbe den Bundesländern die Möglichkeit, in Regionen mit hoher Wolfsdichte und einem günstigen Erhaltungszustand ein "Bestandsmanagement" einzuführen - also Abschüsse zu ermöglichen.

Der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD), bezeichnete die Rückkehr des Wolfs nach Deutschland als "Erfolgsstory für den Artenschutz". "Auf der anderen Seite machen sich die Menschen aber Sorgen", sagte er im Bundesrat. Deshalb brauche es ein Gesetz, das "ein faires und gutes Miteinander zwischen Wolf, Nutztieren und Menschen im ländlichen Raum" ermögliche. Dazu gehöre, dass "der schadstiftende Wolf rechtssicher entnommen werden" könne.

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) mahnte in seiner Rede im Bundesrat, das Gesetz schnell parlamentarisch zu verabschieden und in Kraft treten zu lassen. "Mit der Rückkehr des Wolfs haben sich die Bedingungen für die Weidetierhaltung grundlegend geändert", sagte der Minister. Viele Halter stünden wegen des Wolfs "vor existenzbedrohenden Problemen". Von dem Gesetzentwurf gehe ein "politisches Signal" aus: "Der Schutz von Weidetieren steht dem Schutz des Wolfs gleichbedeutend gegenüber."

Hintergrund ist, dass die Wolfsbestände in Europa in den vergangenen zehn Jahren stark gewachsen sind - laut Bundeslandwirtschaftsministerium von gut 11.000 Tieren im Jahr 2012 auf über 20.000 im Jahr 2023. Parallel dazu stieg auch die Zahl der Wolfsrisse.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Äußerst selten: Erneute Geburt von Berggorilla-Zwillingen in DR Kongo

Im von bewaffneten Konflikten geplagten Osten der Demokratischen Republik Kongo hat sich zum zweiten Mal binnen weniger Monate eine äußerst seltene Zwillingsgeburt der vom Aussterben bedrohten Berggorillas ereignet. Bei den Zwillingen handle es sich vermutlich um einen männlichen und einen weiblichen Gorilla, erklärte die Leitung des Virunga-Nationalparks am Dienstag. Die Jungtiere stünden unter "enger Beobachtung" der Parkmitarbeiter.

Nach Wahl in Dänemark: Frederiksen erneut mit Regierungsbildung beauftragt

Nach dem ersten Platz ihrer Sozialdemokraten bei der Parlamentswahl in Dänemark ist die bisherige Ministerpräsidentin Mette Frederiksen erneut mit der Regierungsbildung beauftragt worden. König Frederik X. betraute nach Angaben des Palastes Frederiksen am Mittwoch damit, Verhandlungen mit allen Parteien zur Bildung einer neuen Regierung zu führen. Ihre Sozialdemokraten waren bei der Wahl am Dienstag zwar stärkste Kraft geworden, sie erzielten jedoch das schlechteste Wahlergebnis seit mehr als 120 Jahren.

Ehemaliger Google-Manager Matt Brittin wird neuer BBC-Chef

Inmitten eines milliardenschweren Rechtsstreits mit US-Präsident Donald Trump hat die britische Rundfunkanstalt BBC den ehemaligen Google-Manager Matt Brittin zum neuen Generaldirektor ernannt. Er fühle sich geehrt, in einem "Moment echter Risiken, aber auch echter Chancen" die Leitung der BBC zu übernehmen, erklärte der 57-Jährige nach seiner Ernennung am Mittwoch. Sein Vorgänger Tim Davie war im November nach massiver Kritik an der irreführenden Bearbeitung einer Trump-Rede für eine BBC-Fernsehdokumentation zurückgetreten.

Iran weist US-Plan für Ende des Krieges laut Staatsfernsehen zurück

Der Iran hat nach Angaben des staatlichen Fernsehens den von den USA vorgelegten Plan für ein Ende des Krieges zurückgewiesen. Der Krieg höre auf, "wenn der Iran beschließt, ihn zu beenden - und nicht, wenn (US-Präsident Donald) Trump es will", erklärte ein Regierungsvertreter am Mittwoch nach Angaben des Staatssenders Press TV. Der Plan aus Washington war laut pakistanischen Regierungsvertretern über Islamabad an den Iran übermittelt worden. Press TV zufolge stellte Teheran eigene Forderungen auf.

Textgröße ändern: