Pallade Veneta - Wien: Aktivisten für dauerhafte Entfernung von Statue antisemitischen Bürgermeisters

Wien: Aktivisten für dauerhafte Entfernung von Statue antisemitischen Bürgermeisters


Wien: Aktivisten für dauerhafte Entfernung von Statue antisemitischen Bürgermeisters
Wien: Aktivisten für dauerhafte Entfernung von Statue antisemitischen Bürgermeisters / Foto: TOBIAS STEINMAURER - APA/AFP

Eine nur vorübergehende Entfernung der Statue eines antisemitischen früheren Bürgermeisters von Wien hat in Österreich Kritik ausgelöst. Das Standbild des bekennenden Antisemiten Karl Lueger, den Adolf Hitler einst als ein Vorbild bezeichnet hatte, war am Donnerstag für Renovierungszwecke entfernt worden. Es soll gesäubert und dann im Rahmen des Projekts "Schieflage" mit einer Neigung von 3,5 Grad wieder aufgestellt werden.

Textgröße ändern:

Die Aktivistengruppe Aufstehn forderte am Freitag, dass die vier Meter hohe Bronzestatue nicht wieder aufgestellt wird. Überlebende der Shoah und Juden und Jüdinnen hätten sich für die Entfernung des Denkmals ausgesprochen, erklärte die Gruppe im Onlinedienst Bluesky mit Verweis auf den Holocaust. Das Projekt, für das die Stadt 500.000 Euro zur Verfügung gestellt habe, sei "ein Schlag ins Gesicht" der jüdischen Gemeinde, erklärte die Vertretung jüdischer Studierender in Österreich (JöH).

Am Internationalen Holocaust-Gedenktag am Dienstag hatten Unbekannte das 1926 errichtete Standbild schwarz verhüllt und dessen Zerstörung gefordert.

Lueger war von 1897 bis zu seinem Tod 1910 Bürgermeister von Wien und bekennender Antisemit. Historikern zufolge nutzte er systematisch Antisemitismus, um Wähler zu mobiliseren und seine Macht zu sichern. Hitler sah Lueger in frühen Jahren als Vorbild und ging in "Mein Kampf" auf ihn ein.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

Nach Berichten über Proteste gegen ICE: Zwei US-Journalisten verhaftet

In den USA sind zwei Journalisten verhaftet worden, die über eine Protestaktion gegen die Einwanderungsbehörde ICE in einer Kirche berichtet hatten. Unter ihnen ist der frühere CNN-Moderator Don Lemon, wie dessen Anwalt Abbe Lowell am Freitag bestätigte. Er warf der Regierung von Präsident Donald Trump einen "beispiellosen Angriff" auf die Pressefreiheit vor. Scharfe Kritik kam auch von einem Journalistenverband sowie Demokraten im Kongress.

Trump: Iran will ein Abkommen - US-"Armada" größer als bei Venezuela-Einsatz

Der Iran will nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump ein Abkommen treffen, um ein militärisches Vorgehen der USA zu verhindern. "Ich kann eines sagen, sie wollen einen Deal vereinbaren", sagte Trump am Freitag vor Journalisten im Oval Office in Washington. Auf die Frage, ob er dem Iran eine Frist für ein Abkommen zu seinem Atomprogramm, seinem Raketenprogramm oder anderen Themen gesetzt habe, antwortete Trump: "Ja, das habe ich" und fügte hinzu, die genaue Frist kenne nur der Iran.

Russische Angriffe: Gouverneursrat der IAEA berät über nukleare Sicherheit der Ukraine

Angesichts von russischen Angriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur hat der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) über die nukleare Sicherheit der Ukraine beraten. Der Krieg in der Ukraine stelle "weiterhin die weltweite größte Gefahr für die nukleare Sicherheit dar", sagte IAEA-Chef Rafael Grossi am Freitag zu Beginn des Treffens in Wien. Die außerordentliche Sitzung dauerte vier Stunden.

Nach Bericht über Proteste gegen ICE: Früherer CNN-Moderator verhaftet

Der frühere CNN-Moderator Don Lemon ist nach einem Bericht über eine Protestaktion gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE verhaftet worden. Lemons Anwalt Abbe Lowell warf der Trump-Regierung am Freitag einen "beispiellosen Angriff" auf die Pressefreiheit vor. US-Justizministerin Pam Bondi erklärte dagegen, Lemon sowie drei zuvor festgenommene Aktivisten hätten einen "koordinierten Angriff" auf eine Kirche im Bundesstaat Minnesota verübt.

Textgröße ändern: